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DIE KARTOFFEL,

DIE TOLLE KNOLLE...

 

 

 

Kartoffeln sind aufrecht oder kletternd wachsende, krautige Pflanzen, die über 1 m hoch werden können und gehören zu den Nachtschattengewächsen. Die Kartoffel liefert neben den notwendigen Kalorien auch Spurenelemente und Vitamine. Sie gehörte eine lange Zeit zum Grundnahrungsmittel der Arbeiterbevölkerung.

 

Gepellte/geschälte Kartoffeln enthalten:
ca. 15 Prozent Kohlenhydrate (Stärke) 
ca. 2 Prozent Eiweiß 
ca. 0,1 Prozent Fett 
ca. 2,1 Prozent Ballaststoffe 
ca. 78 Prozent Wasser 
ca. 1 Prozent Mineralstoffe und Spurenelemente wie Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen
zahlreiche Vitamine, hauptsächlich Vitamin C, aber auch Vitamin A und Vitamine der B-Gruppe.

 

 

Die heute kultivierten Kartoffeln stammen von verschiedenen Landsorten ab. Ursprünglich stammen jedoch die Kartoffeln aus Südamerika. Man schätzt das Alter der Kartoffel auf 13.000 Jahre. Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt.

 

Nach Europa wurde die Kartoffel vielfach wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische Gärten aufgenommen.In Deutschland erschien sie erstmals unter der Regierung Karls V.. Im Jahre 1647 sollen die ersten Kartoffeln in Deutschland, in Oberfranken, systematisch angebaut worden sein.

 

Vincent van Goghs Gemälde Die Kartoffelesser ist weltbekannt. Wenn ein Maler das Leben der Armen abbilden wollte, wenn ein Schriftsteller eine bäuerliche Familie schilderte, waren ab dem 19. Jahrhundert Kartoffeln ein beliebtes Thema, um das einfache Leben zu beschreiben. Zahlreiche Sprüche um die Kartoffel werden bis heute tradiert: "Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln.", "Kartoffelessen macht dumm." und "Jetzt musst du eine Zeit lang Kartoffeln essen." (Jetzt musst du ganz sparsam leben.). (Quelle: Wikipedia)

 

Was wenige wissen, man kann die Kartoffel in der Kosmetik- und Schönheitspflege verwenden. Es ist naturrein, wirkungsvoll und heilend. Die Kartoffel enthält  nämlich eine große Vielzahl hautfreundlicher Heil- und Wirkstoffe.

 

 

Die Kartoffelbrei-Packung

ist eine nährende Packung für müde und strapazierte Haut.

1 heiße Pellkartoffel mit der Gabel oder dem Mixierstab ganz fein zerdrücken und ein Eigelb und soviel heiße Milch zufügen, dass ein cremiger, streichfähiger  Brei entsteht.  Heiß auftragen und eine feuchte, heiße Kompresse darüber legen. Nach 20 Minuten erst warm, dann kalt abwaschen.

 

Wirkung: durchblutend, nährend und belebend.

 

Kartoffel-Mayonnaise-Packung

ist eine nährende Packung für sehr trockene Haut.

1 heiße Pellkartoffel ganz fein zerdrücken ( wie schon oben beschrieben). 1 Eigelb und 2 Tl süßes Mandelöl oder süße Sahne unterrühren. Anwendung wie oben beschrieben.

 

Wirkung: durchblutend, nährend und glättend,

 

Kartoffel-Cremepackung 

ist sehr gut für fette und unreine Haut.

2 El rohe, pürierte Kartoffeln mit 1/2 El Nährcreme und etwas Zitronensaft gut verrühren. Auftragen und nach 20 Minuten wie oben beschrieben, abwaschen.

 

Wirkung: reinigend und belebend.

 

 

KLEINE TEE - KRÄUTERKUNDE...

TEE - PFLANZENKRAFT DIE SCHMECKT








Wirkung:
Ingwer regt den Kreislauf an, steigert die Vitalität, hilft bei Verdauungsschwäche, Blähungen, Übelkeit und Reisekrankheit.


Anwendung:

1 Tl zerkleinerte Ingwerwurzel (Ersatz auch

Ingwerpulver) mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen.




Wirkung:
Melisse beruhigt, hilft bei nervös bedingten Einschlafstörungen und bei Magen-Darm-Beschwerden infolge von Stress. Wirkt antibakteriel und krampflösend.


Anwendung:
2-3 Tl Melissenblätter (möglichst frisch) mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen. 5-10 Minuten ziehen lassen.




Wirkung:
Die Pfefferminze gehört zu den Allroundern in der Kräuterkunde. Sie wirkt bei Magenbeschwerden und Übelkeit. Regt die Galle an, ist krampflösend, beruhigend.


Anwendung:
1 EL Pfefferminzblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen. 5-10 Minuten ziehen lassen.





Wirkung:
Der grüne Hafer stärkt die Nerven, beruhigt und hilft bei Depressionen, Erschöpfung und Kopfschmerzen. Entwässert und stärkt das Bindegewebe.


Anwendung:
Am besten gemischt mit Brennesselkraut, Johanniskraut und Bergfrauenmantel. Diese Mischung gibt es fertig zu kaufen. 1 Tl pro Tasse. 10 Minuten ziehen lassen.

 




Wirkung:
Johanniskraut hilft bei Nervosität, leichten Depressionen, nervöser Erschöpfung, Wechseljahrebeschwerden und Konzentrationsstörungen.


Anwendung:
1-2 Tl pro Tasse, 5 Minuten ziehen lassen. Die Wirkung zeigt sich erst nach 3 bis 4 Wochen.





Wirkung:
Der Baldrian wirkt entkrampfend und fördert den Schlaf. Er beruhigt und hilft bei Nervosität, bei nervösen Magen-Darm-Störungen und bei Angstzuständen.


Anwendung:
2 Tl pro Tasse, 5 Minuten ziehen lassen. Achtung! Kann bei Dauergebrauch Kopfschmerzen fördern.




Wirkung:
Rosmarin regt den Kreislauf an. Hilft bei niedrigem Blutdruck, Blähungen, Verdauungsstörungen. Hilft auch bei rheumatischen Schmerzen und fördert die Durchblutung.


Anwendung:
1 Tl pro Tasse Wasser. 5-10 Minuten ziehen lassen.




Wirkung:

Die Lindenblüte wirkt leicht schweißtreibend und leicht krampflösend. Hilft bei Erkältungen und Infektionen. Beugt der Arteriosklerose vor.


Anwendung:
1-2 Tl pro Tasse 5 Minuten ziehen lassen. Bei akkuten Erkältungen und Reizhusten möglichst heiß trinken.




Wirkung:
Der Lavendel wirkt entspannend und krampflösend. Hilft bei Blähungen nervösem Magen und Darm und regt die Galle an.


Anwendung:
2 Tl Lavendelblüten auf eine Tasse Wasser. 5 - 10 Minuten ziehen lassen.




Wirkung:
Der Hopfen beruhigt, stärkt die Nerven, regt die Verdauung an. Er hilft bei Schlafstörungen und nervösen Magen.


Anwendung:
2 Tl pro Tasse Wasser 5 - 10 Minuten ziehen lassen. 1 - 3 Tassen am Tag trinken.


KLEINE KUNDE ÜBER ÄTHERISCHE ÖLE...



Die organische Phase aus Wasserdampfdestillaten aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die einen starken, für die Herkunftspflanze charakteristischen Geruch haben, nennt man auch ätherische Öle. Sie werden in der Kosmetikindustrie und zur Wohnraum-aromatisierung in Duftlampen verwendet. Zudem haben sie Bedeutung als geschmacksverbessernde Inhaltsstoffe in Gewürzen und anderen Lebensmitteln. Eine zentrale Rolle spielen ätherische Öle bei der naturheilkundlichen Methode der Aromatherapie. Es ist eine Form der Pflanzenheilkunde zur Behandlung von Empfindungsstörungen und Erkrankungen durch Duftstoffe. Neben der Anwendung durch den Therapeuten (in der Regel Heilpraktiker) ist auch die Selbstbehandlung durch Duftlampen, Badezusätze, Saunaaufgüsse oder Tees verbreitet. Wobei die Grenzen zwischen Heilbehandlung und reiner Wohnraumaromatisierung fließend sind.


Durch ihre kleine Molekularstruktur gelangen ätherische Öle über die Haut und Schleimhaut in den Blutkreislauf und das Gewebe. Auf diesem Weg beeinflussen sie den gesamten Organismus. Über das Einatmen gelangen sie über die Schleimhäute und die Lunge ebenfalls in den Blutkreislauf. Bei der Einnahme durch den Mund (oral) wird ein Teil der Wirkstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Größtenteils gelangen sie über die Mundschleimhäute in den Blutkreislauf. Über die Sinneszellen der Nase gelangen die Duftinformationen ins Gehirn. Die Aromatherapie macht sich zu Nutze, dass auch Gerüche Einfluss auf die Gefühle, das vegetative Nervensystem, die Hormonproduktion und das Immunsystem nehmen können.


Allergien und Unverträglichkeiten gegenüber ätherischen Ölen kommen vor. Ebenso asthmatische Anfälle bei Personen, die auf einzelne Substanzen (z.B. Menthol) empfindlich reagieren. Häufig treten bei einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmter Pflanzen, auch Reaktionen auf die entsprechenden ätherischen Öle auf. Ich weise darauf hin, dass ätherische Öle der Gesundheit schaden können, wenn sie falsch angewendet, innerlich eingenommen oder pur auf der Haut angewendet werden. Ebenso dürfen die Duftstoffe nicht in die Augen gebracht werden. Die Duftöle sind deshalb so zu verwahren, dass sie nicht in Kinderhände gelangen können. (Quelle: Wikipedia)




Bei ätherischen Ölen muss man darauf achten, dass das Öl 100% naturrein ist.


...als Faltenkiller:

Geranie, Jasmin, Lavendel und Rose -
15 - 20 Tpf in 50 ml Neutralcreme rühren.


...für schönes Haar:

a) bei fettigem Haar: 10-15 Tpf Eisenkraut oder Thymian in 100 ml Neutralshampoo
zufügen

b) bei trockenem Haar: 10-15 Tpf Honigöl oder Kamille verwenden.


...gegen Heißhungerattacken:

4 Tpf Fenchel, 4 Tpf Zypresse, 2 Tpf Zitrone, 2 Tpf Wacholder,wird als Raumduft verwendet.


...Streßkiller:

3 Tpf Orange, 3 Tpf Zitrone, 1 Tpf Jasmin, wird als Raumduft verwendet.


...schnelle Hilfe bei Kopfschmerzen:

1 Tpf Pfefferminzöl nit 1 Tl Wasser verühren. Stirn, Schläfen und Nacken einreiben oder einklopfen.


...Power-Kick für Energie:

4 Tpf Zitrone, 4 Tpf Rosmarin, 2 Tpf Bergamotte, als Raumduft verwenden.


...hilft beim Einschlafen:

1 Tpf Lavendel, 1 Tpf Melisse, als Raumduft verwenden.

 

...gegen Muskelschmerzen:

6 Tpf Lorbeer, 4 Tpf Wacholder, 4 Tpf Rosmarin, 3 Tpf Ingwer auf 50 ml Johanniskrautöl. Zum Einreiben.


...lindert Sonnenbrand:

12 Tpf Lavendelöl mit 1 El abgekochten und abgekühlten Wasser mischen. Die gerötete Haut betupfen.


...hilft bei PMS:

5 Tpf Geranium, 3 Tpf Rose, 4 Tpf Zypresse, 4 Tpf Muskatellersalbei, auf 50 ml Mandelöl mischen. Den Unterleib damit sanft massieren.


...bei Erkältung:

3-5 Tpf Eukalyptusöl oder Teebaumöl auf ein Taschentuch oder in die Duftlampe träufeln, tief einatmen.


...für Duftkompressen:

Auf 1/2 l Wasser 3-4 Tpf Ölmischung geben. Ein Tuch eintauchen, auswringen und auflegen.


...Sonne in jedem Raum:

4-5 Tpf Neroli, Zimt und Petitgrain mischen, als Raumduft verwenden.



SCHÖNES, GESUNDES HAAR...



Schönes, seidig schimmerndes,

elastisches Haar!


Das ist der Wunsch vieler Frauen und auch so mancher Männer. Mit der richtigen Pflege kann man dieses Ziel erreichen. 
In der Winterzeit leiden die Haare ganz besonders. Einmal durch die Minustemperaturen, durch trockene Luft in den beheizten Räumen und durch das tragen von Kopfbedeckungen. Wie bei der Haut reagiert das Haar auf den gesundheitlichen Zustand des Körpers. Es gibt normales, strapaziertes, fettes, empfindliches und trockenes Haar. Und es ist auch klar, dass ernste Haarkrankheiten nicht durch äußere Anwendungen geheilt werden können. Zur Behebung von leichteren Schäden, zur Pflege der Kopfhaut und Haar, sollte man folgende Pflegehinweise und Tips beachten.




HAARPFLEGE

 

Normales Haar 


Merkmale:

das Haar ist elastisch, leicht kämmbar, glänzend. Die Kopfhaut ist hellrosig und sauber.


Pflege:

 täglich: morgens und abends bürsten.


wöchentlich:

1 x waschen, (evtl. Eigelb zusetzen), zum Schluß saureSpülung.


monatlich:

1 x Haarpackung oder Mayonnaisewäsche.


Empfehlung:

niemals heiß trocknen, nur milde Shampoos verwenden, viel Licht und Luft, in Maßen Sonne, keine Mittagssonne.




Trockenes Haar


Merkmale:

das Haar ist spröde, glanzlos, widerspenstig, leicht brüchig, beim Kämmen elektrostatisch geladen. Die Kopfhaut ist gespannt, weißlich, oft mit trockenen Schuppen.


Pflege:

täglich: morgens und abends bürsten, die Kopfhaut mit fetthaltigem Haarwasser massieren.


wöchentlich:

Ölwäsche oder Mayonnaisewäsche, anschließendmineralwasserspülung.


monatlich:

2 x nach der Haarwäsche eine Haarpackung, aber keine Spezialhaarwäsche.


Empfehlung:

vor jeder Haarwäsche mindestens die Spitzen einölen, möglichst an der Luft trocknen lassen, keinen heißen Fön oder Trockenhaube verwenden, starkes Toupieren, Bleichen oder Färben  vermeiden.



 

Fettiges Haar


Merkmale:

das Haar  ist nach der Wäsche schön und gut frisierbar, aber nach 1 - 2 Tagen leblos, stumpf und strähnig. Die Kopfhaut ist fettend, oft mit fetten Schuppen. 


Pflege:

täglich: morgens und abends nur kämmen, nicht bürsten, Spezialhaarwasser in die Kopfhaut einmassieren.


wöchentlich:

2 x 2 Minuten Höhensonne und dabei kämmen, so oft wie nötig waschen, aber nur 1 x shamponieren, 1 x Mayonnaisewäsche.


monatlich:

1 x Zitronenpackung und 1 x Eigelbpackung.


Empfehlung:

keine stark austrocknenden, entfettenden Präparate verwenden, nur lauwarm waschen und spülen, enganliegende Kopfbedeckung meiden, evtl. trockene Spitzen vor der Wäsche einölen, Haare aber nicht abdecken.



 

Strapaziertes Haar 


Merkmale:

das Haar ist spröde, nicht elastisch, ohne Kraft, Spitzen brechen leicht, sind gespalten. Die Kopfhaut ist normal bis trocken, manchmal auch fettend.


Pflege:

täglich: morgens und abends bürsten. 


wöchentlich:

1 x Ölwäsche oder Mayonnaisenwäsche, danach saure Spülung.


monatlich:

2 x Eigelbpackung


Empfehlung:

nur milde, möglichst saure Dauerwellenpräparate anwenden lassen, nicht färben oder blondieren, intensive Sonnenbestrahlung meiden.


Zur allgemeinen Haarpflege gehören: tägliches Bürsten mit einer Naturborstenbürste (Ausnahme fettes Haar), regelmäßige Haarwäsche mit einem milden Shampoo, wenn es nötig ist auch jeden zweiten oder dritten Tag, nie zu heiß trocknen, auch wenn man es auch so eilig hat. Jedes Haar, besonders strapaziertes, getöntes oder dauergewelltes Haar, aber auch die Kopfhaut brauchen von Zeit zu Zeit eine Packung.




Haarspülungen


Dem letzten Spülwasser nach der Haarwäsche kann man verschiedene Zusätze beigeben

Birkenblätter-Spülung 
- Brennessel-Spülung 
- Kamillen-Spülung
- Mineral-Spülung
- Rum-Spülung

 

 


Saure Spülungen


2 - 3 El Apfel- oder Obstessig; oder Saft einer 1/2 Zitrone in 1 l lauwarmen Wasser mischen und spülen.
Wirkung:

Das Haar wird glänzend, weich und gut frisierbar. Für jedes Haar geeignet.




Haarwäsche spezial


- Bierwäsche
- Mayonnaisewäsche
- Ölwäsche




Haarwaschmittel


- Eishampoo
- Zitronenshampoo




Aufgebessertes Haarwaschmittel


1 Portion gekauftes Shampoo mit einem Eigelb versetzen = Ei-Shampoo.


Wirkung: pflegende Haarreinigung



 

Haarwasser gegen Schuppen


1/2 Tasse Obstessig mit 1/2 Tasse Wasser mischen. Zwischen den Haarwäschen auf die Kopfhaut auftragen.


Wirkung:

durchbluttungsfördernd.




 


SCHÖNE HAUT...


Was ist Kosmetik? 



Kosmetik muss sich immer auf den ganzen Körper erstrecken. Es ist Gesundheitspflege, Hygiene, Seelenpflege und Schönheitspflege. Es geht um die rundum Pflege und nicht um das Schminken. Man spricht von der Ganzheitskosmetik. 
Ich will hier speziel die Haut- und Körperpflege vorstellen. Die Mittel sind in jedem Haushalt vorrätig oder in der Apotheke, Drogerie und Reformhaus erhältlich. Es sind de sogenannten "Hausmittel". Um sie richtig anzuwenden, muss man einiges über die eigene Haut, den Hauttyp und dessen Pflege wissen.

Man sollte daran denken, dass Kosmetik und Körperpflege mit selbstbereiteten Zutaten Aussehen und Wohlbefinden fördern. Außerdem kann es einfach Spass machen, die herzustellen. Manchmal ist die eigene Herstellung von Reinigungs- und Pflegemitteln nicht so einfach oder gar billig, wie behauptet. Denn um 50 g einer Creme herzustellen, sind die Küchengeräte und Gefäße oft viel zu groß. Sie müssen, ohne Hilfe eines Spülmittels, blitzsauber sein. Die Zutaten müssen alle die gleiche Temperatur haben. Meistens liegt sie zwischen 50 und 70° C , je nach Schmelztemperatur von Fetten und Wachsen. Manch Stoffe sind nur schwer odr in großen Mengen erhältlich. Größere Mengen kosten auch mehr Geld und müssen kühl, dunkel und nicht zu lange, gelagert werden. 
Die Mengenangaben müssen genaustens abgewogen und eingehalten werden. Selbsthergestellte Cremes und Lotionen müssen kühl aufbewahrt und schnell verbaucht werden. Anders ist es bei selbstbereiteten Masken, Bädern, Kräuterabkochungen und ähnlichen, 

die hier beschrieben werden. Diese Zubereitungen sind schnell und einfach herzustellen. Sie sind für den einmaligen, höchstens zweimaligen Gebrauch bestimmt.

Gönnen Sie sich und Ihrer Haut einmal in der Woche eine "Urlaubsstunde" mit selbstgemachten Kompressen und Masken.




Natürliche Hautreinigungsmittel 


Für die morgentliche Reinigung jeder Haut eignen sich frische Milch, Buttermilch, Sauermilch, süße Sahne. Für trockene Haut - saure Sahne, und für die fette Haut - frisch aufgekochter und abgekühlter Kamillentee.



 
Natürliche Hautpflegemittel


Besonders für die trockene Haut aber auch für jeden anderen Hauttyp, ist zur abendlichen Pflege etwas frische Butter geeignet. 
Es handelt sich bei diesen Mitteln um eine natürliche Emulsion aus Fetten und Feuchtigkit, darüber hinaus enthalten sie Vitamine, Milcheiweiß, Mineralstoffe und Spurenelemente. Auf Dauer können sie käufliche Pflegemittel nicht ersetzen, aber wenn man gerade keine Creme zur Hand hat, verrichten sie gute Dienste.



Die Haut ist unser größtes Organ. Jeder von uns möchte eine wunderschöne Haut haben.


 

1.Reinigen Sie ihre Haut regelmäßig 


Reinigen Sie ihre Haut am besten morgens nach dem Aufstehen und Abends vor dem Schlafengehen. So geben sie den sich vermehrenden Bakterien erst gar keine Chance. Wichtig hierbei ist die Kombination aus fettlösenden Substanzen und warmen Wasser. Am besten hat sich folgendes bewährt: Reinigungsmilch mit einem Schwämmchen auftragen, kurz einwirken lassen und anschließend gründlich mit warmen Wasser reinigen.




2.Trinken Sie ausreichend 


Ihr Körper braucht ausreichend Feuchtigkeit für sämtliche Körperfunktionen. Darunter fällt auch die Hautregeneration. Wenn Sie Ihren Körper also regelmäßig mit ausreichend Feuchtigkeit (mindestens 2-3 Liter pro Tag) versorgen, verhindern Sie damit das Entstehen von Knitterfältchen.




3.Verzichten Sie auf Seife 


Seife sollten Sie nur verwenden wenn sie sehr robuste, fettige Haut haben. Alle anderen Hauttypen sollten unbedingt auf Seife verzichten, da gewöhnliche Seife den Säureschutzmantel Ihrer Haut angreift und somit den Weg für Bakterien und Keime geradezu in eine Autobahn verwandelt.




4.Schenken Sie Ihrer Haut das “Plus an Sauerstoff” 


Sauerstoff lässt Ihre Haut jung und frisch aussehen. 5% des Sauerstoffs nimmt der Körper über Ihre Haut auf. Für Menschen mit wenig Zeit für Spaziergänge im freien empfehlen sich daher Sauerstoffhaltige Cremes um Ihrer Haut trotzdem das “Plus an Sauerstoff” zu schenken.




5. Schlafen Sie ausreichend 


Um Ihrer Haut die Ideale Regenerationszeit zu bieten, sollten Sie auf jeden Fall ausreichend schlafen. Man spricht nicht umsonst von “Schönheitsschlaf”. Ideal wären hier 8 Stunden auf einem festen, flachen Kissen. Damit schützen Sie Ihre Haut vor nächtlichen Knitterstrapazen und Ihnen erspart es den morgendlichen Schreck in ein zerknittertes Gesicht zu schauen. Außerdem können Sie ihre Haut zusätzlich mit Nachtcremes bei der Regeneration unterstützen. Sie sollten diese Cremes zumindest einmal ausprobieren, denn ich habe Männer und Frauen gesehen bei denen Sie wahre Wunder bewirkten.



6. Verzichten Sie auf Alkohol/Tabak 


Dieser Tipp versteht sich von selbst. Ein Blick in das Gesicht eines regelmäßigen Rauchers/Trinkers verdeutlicht die Auswirkungen dieser “Hautkiller”. Haben Sie Probleme sich vom blauen Rauch zu trennen? Versuchen Sie es doch mal mit Anti-Raucherpflastern.




7.Helfen Sie Ihrer Haut ein Schutzschild aufzubauen 


Um Ihrer Haut nach einer Reinigung dabei zu helfen den Säureschutzmantel wieder aufzubauen können Sie auf Gesichtswasser zurückgreifen. Gesichtswasser entfernt außerdem Kalkablagerungen des Leitungswassers und schützt Sie somit vor verstopften Poren und den damit verbundenen Hautverunreinigungen. Wenn Sie empfindliche Haut haben, sollten Sie zudem darauf achten das Ihr Gesichtswassers kein Alkohol enthält. Entzündungen, Juckreiz und Rötungen könnten die Folge sein.




8.Behandeln Sie Ihre Haut wie eine Diva 


Behandeln Sie Ihre Haut wie eine Diva und Sie wird es Ihnen danken. Achten Sie besonders beim Auftragen von Hautpflegepräparaten darauf, dass Sie die Präparate mit kreisenden Bewegungen leicht einmassieren statt sie auf die Haut zu “scheuern”. Um die Augenpartie herum am besten mit den Fingerkuppen der Mittelfinger sanft einklopfen. Bei der Halspartie die Pflegecremes immer mit der gesamten Handinnenfläche von oben nach unten ausstreichen.




9.Für den schnellen Effekt 


Die schnellsten Effekte können sie mit Gesichtsmasken erzielen. So können Sie mit Hilfe von Feuchtigkeitsmasken Ihre Haut praller, frischer und glatter werden lassen und somit Fältchen mindern. Für abgespannte Haut gibt es spezielle Feuchtigkeitsmasken mit Kräuterauszügen wie Menthol, Minze, Kampfer etc. So werden Sie im Handumdrehen unschöne Rötungen und Schwellungen los. Feuchtigkeitsmasken mit Extrakten aus Kamille, Melisse und Hopfen beruhigen die empfindliche, gereizte Haut.




10. Kleine Hausmittelchen 


Hin und wieder kann Ihnen auch das ein oder andere Hausmittelchen bei der Pflege ihrer Haut helfen. So kann eine Eiswürfelmassage an bestimmten Stellen die Durchblutung fördern oder ein Milchbad ausgetrockneter Haut wieder eine neue, frische Glätte verleihen.


Nehmen Sie sich Zeit für sich!




SCHÖNHEITSPFLEGE FÜR DIE NACHT

GUTEN ABEND, GUTE NACHT... SCHÖN ERWACHT....



Die Haut muss in der Nacht nicht vor Kälte und trockener Heizungsluft bewahrt werden, denn die Schlafzimmertemperatur soll bei 15 - 18 Grad  und die Luftfeuchtigkeit bei ca. 50%  liegen. Mit einer Regenerationscreme (Feuchtigkeitscreme) bietet man der Haut eine Feuchtigkeitsspende an. Nachts werden z. B. lichtbedingte Zellschäden repariert. Die Trockenheitsfältchen lassen sich auf diese Weise gut mildern. Die müde und angegriffene Haut wird stabilisiert und besänftigt.


Nährende Gesichtspackung

für jede Haut


1 El süße Sahne mit 1 EL Mehl und 1 Tl Honig gut verrühren und auf das Gesicht und Hals auftragen. Darüber eine feuchtwarme Kompresse legen. Nach 20 Minuten möglichst mit warmer Milch abwaschen.


Wirkung: glättend und nährend, besonders für trockene und empfindliche Haut geeignet.


Nährende Gesichtspackung

für fette, unreine Haut


1 El saure Sahne oder Buttermilch mit 1 El Mehl oderSojamehl und 1 Tl Honig gut verrühren und auftragen. Anwenden, wie oben beschrieben.


Honigschaumpackung für 

alternde und müde Haut


1 El Eiweiß steif schlagen und 1 El füssigen Honig vorsichtig vermengen. Gesicht, Hals und Dekollete eincremen. Nach 20 Minuten abwaschen, dann Nährcreme einklopfen. 


Wirkung: straffend und belebend. Auch als Effektpackung vor dem Ausgehen geeignet.


Joghurt Cremepackung


2 Tl Biojoghurt ohne Konservierungsmittel, gut mit einen 1/2 El Nährcreme vermischen und wie oben anwenden.


Wirkung: Naturreines Joghurt erfrischt und stärkt die Haut. Es stabilisiert den Säureschutzmantel. Diese Packung kann man täglich auftragen.


URLAUB, SONNE, SONNENBRAND




So wertvoll die Sonne als Heilfaktor sein kann, so ernst können die Schäden werden, die aus falscher Sonnenbehandlung entstehen. Eine der Gefahren ist, dass man bei berechtigter Sehnsucht nach Sonne und Licht zuwenig vorsichtig ist. Man kann sich Erkältungskrankheiten, sogar den Tod zuziehen. Diese Erkältungskrankheiten kann man sich nicht nur bei uns sondern auch im sonnigen Süden einhandeln. Es wird oft von den sonnenhungrigen Menschen nicht beachtet, dass die Sonne zu manchen Jahreszeiten und Tageszeiten nicht die Kraft hat, den Boden genügend zu erwärmen und auszutrockenen. Wenn dann ein Sonnenbad zu ausgedehnt wird, ist die Erkältung unvermeidlich. Der Gegensatz zu den Temperaturen von Sonne und Schatten und der Temperaturrückgang, sobald die Sonne hinter den Wolken verschwindet, ist oft die Folge von Erkältungen. So manch einer kam gerade aus dem sonnigen Süden mit schwerer Erkältung oder einer Lungenentzündung zurück. In Fällen, in denen irgendwelche Krankheiten vorliegen, soll man seinen Arzt um Rat fragen, ehe man ein Sonnenbad nimmt.


Eine weitere Gefahr beim Sonnenbaden, ist der Sonnenbrand. Dieser stellt eine Hautschädigung dar, die häufig Rückwirkungen auf den gesamten Organismus hat. Der Sonnenbrand tritt auf, wenn man zu lange der Sonne sich ausgesetzt hat und die Bräunung erzwingen will. Jeder Sonnenbrand verbietet weitere Sonnenbäder, bis die Haut vollständig ausgeheilt ist. Das Einölen mit einem guten Hautöl hilft den Sonnenbrand zu verhüten und zu überwinden. Auf hohe Lichtfaktoren sollte dabei geachtet werden. Allzu starke Besonnung führt zu Hautschädigung, Überreizung des Nervensystems, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, allgemeine Reizbarkeit, Flimmern vor den Augen, Herzklopfen usw.. Alle Menschen mit einer blassen Haut müssen sich ganz besonders schützen, da sie viel schneller einen Sonnenbrand oder Hitzschlag bekommen als andere. Wichtig ist auch, dass man sehr viel Wasser trinkt.


Die größten Gefahren beim Sonnenbrand sind der Sonnenstich und der Hitzschlag. Der Sonnenstich ist eine Überreizung des verlängerten Rückenmarks durch die Strahlen und kann für einen Menschen sehr gefährlich werden. In jedem Falle von Sonnenstich ist der Arzt zu holen. Selbstverständlich ist den Kranken an einen kühlen Platz zu bringen. Das gleiche gilt für den Hitzschlag, der eine übermäßige Wärmestauung darstellt. Der Hitzschlag kann auch ohne Besonnung auftreten. Vor beiden schützt man sich dadurch, dass man den Nacken und den Kopf nicht unmittelbar und nicht zu lange der Sonnenstrahlung aussetzt um Wärmestauung zu vermeiden. Beim Sonnenbad kommt es immer auf die körperliche Verfassung des einzelnen Menschen an. Das Sonnenbad darf nicht so lange ausgedehnt werden, dass starke Reizwirkungen auftreten. Die ersten Sonnenbestrahlungen sollen daher nur kurz sein. Je brauner die Haut ist, um so länger kann das Sonnenbad ausgedehnt werden. Sonnenbäder sollen nicht unmittelbar nach dem Essen genommen werden, weil die Verdauungsabeit gestört wird. Was die Tageszeit angeht, so sollen die ersten Sonnenbäder nicht in der prallen Mittagssnne genommen werden. Das Einkremen vor und während des Sonnenbades ist sehr wichtig. Es ist auch zu beachten, dass man sich während der Bestrahlung dreht und auf keinen Fall einschläft. Nach der Beendigung des Sonnenbades ist eine kalte Waschung angebracht, da es eine Gefäßerschlaffung verhindert.



HONIG - WUNDERMITTEL DER NATUR...



 

Honigbrei-Packung 

Belebend und straffend für müde und alternde Haut


2 El Bienenhonig werden auf dem Wasserbad erwärmt, mit 2 El Mehl und 1 Eiweiß vermischt und der warme Brei mit einem Pinsel auf das Gesicht aufgetragen. Auf Hals und Dekolletè zuvor etwas Nährcreme geben, das gleiche gilt für sehr trockene Gesichtshaut. Nach 30 Min. abwaschen und anschließend Nährcreme auftragen. Wirkung: nährend und straffend, vor allem bei faltiger Haut.




Honig-Cremepackung 

Für trockene und spröde Haut


1 Tl Honig evtl. etwas erwärmen und mit ½ El Nährcreme sowie etwas Zitronensaft gut verrühren. Man läßt die Packung mindestens 1Std. Einwirken und wäscht die Reste mit reichlich warmen Wasser ab. Wirkung: Diese Mischung ist vor allem für trockene und leicht irritierte Haut geeignet. Allerdings sollte man zunächst einen Test machen, ob eine Honigempfindlichkeit vorliegt.




Honig-Eiweiß-Packung 

Adstringierende Packung für fette Haut


1 Eiweiß zu steifem Schnee schlagen, 3 El Honig unterrühren und soviel Weizenmehl zugeben, dass ein dickflüssiger Brei entsteht. Mit dem Pinsel auftragen und nach 30 Min. abwaschen. Wirkung: klärend und straffend, sowie heilend. Honigfestiger für die Haare 1 Tl Honig in ¼ - ½ Liter Wasser auflösen danach auf die Haare geben. Wirkung: festigend, für jedes Haar geeignet.




Honig-Hefe-Packung 

Nährende Packung für fette, unreine und Mischhaut


2 El Pflanzenöl auf dem heißen Wasserbad erwärmen, vom Herd nehmen, 1 Tl Honig darin lösen und ½ Würfel Hefe fein zerbröckeln und unterrühren. Die Mischung wird gleichmäßig aufgetragen und sobald sie trocken ist, mit lauwarmen Wasser abgewaschen. Bei unreiner, aber nicht entzündeter Haut kann die trockene Packung abgerubbelt werden. Wirkung: Die Packung spendet Vitamine, Mineralstoffe, Eiweiß. Sie sollte als Kur 1 - 2 x wöchentlich - 6 - 8 Wochen lang - angewendet werden. Zusätzlich sollte täglich 2 x ein kleines St. Hefe eingenommen werden. Bei Beginn der Kur können die Unreinheiten zunächst verstärkt auftreten, bevor sie verschwinden.




Honig-Milch 

Für unreine Haut


2 El Honig mit 1 Tl Zitronensaft vermengen und 2 El Milch untereinander mischen. Jeden Abend etwas Honigmilch mit einem Wattebausch auf Gesicht, Dekolleté und Nacken auftragen. Die Pusteln zusätzlich mit reinem Honig bestreichen und evtl. mit kleinen Stückchen eines Papiertuches abdecken.Wirkung: Die Haut wird zarter und reiner. Pusteln und Grindstellen heilen ab.




Honig-Milch-Luxusbad 

Für alle Hauttypen


1 Liter Milch wird leicht erwärmt und darin eine Tasse Honig aufgelöst. Diese Mischung wird in das warme Vollbad gegossen. Wirkung: Die Haut wird samtig weich und ganz zart. Variation: Man gibt in die trockene Badewanne 1 Pfund Kochsalz oder Meeressalz vom Toten Meer, und läßt das heiße Wasser ein, dazu gibt man die Honigmilch. Wirkung: Sehr erfrischend. Der Salzgehalt bewirkt eine Entschlackung der Haut. Bei extrem trockener Haut sollte die Salzmenge reduziert und die Milchmenge verdoppelt werden.




Honig-Ölpackung 

Für jede Haut


2 El Honig mit 1 El süßem Mandelöl, oder kaltgepreßtem Pflanzenöl, gut verrühren und auf die gereinigte Haut von Gesicht, Hals und Dekolleté auftragen und vorsichtig einmassieren. Mindestens 30 Min. einwirken lassen und dann mit lauwarmen oder kaltem Wasser abwaschen. Wirkung: Die Haut wird samtweich und glatter.




Honig-Packung 

Für trockene und empfindliche Haut


2 El Bienenhonig auf heißem Wasserbad verflüssigen, Saft einer ½ Zitrone sowie 2 El gemahlene Mandeln- oder Weizenkleie unterrühren. Die Masse noch warm mit einem Spatel auftragen. Nach 30 Min. abwaschen und mit Gesichtswasser, oder auch Bier, nachreinigen. Wirkung: Nährt, klärt, reinigt, wirkt heilend und durchblutungssteigernd. Sehr gut für trockene, spröde Haut. Sehr empfindliche Haut kann auf Honig mit stärkerer Rötung reagieren.




Honig-Schaumpackung Belebende und straffende Packung

Für müde und alternde Haut


1 Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und 1 El Honig, evtl. verflüssigt, vorsichtig vermengen. Hals und Dekolleté aber auch trockene Gesichtshaut eincremen, dann Packung auftragen und nach 20 Min. abwaschen. Danach Nährcreme einklopfen.Wirkung: Straffend und belebend. Auch als Effektpackung vor dem Ausgehen geeignet.





SCHÖNER MUND,

ROTE LIPPEN...



Wen fasziniert nicht ein schöner Mund?


Deine Augen will ich sehen, 
Deine Lippen will ich nie vergessen, 
Deinen Mund will ich so gern berühren 
und dich will ich in meiner Nähe spüren.

unbekannter Verfasser



 

Die Lippen und der Mund werden in vielen Liebesgedichten und Liedern gepriesen. Deshalb ist es wichtig, neben der Körper- und Schönheitspflege, die Pflege des Mundes in den Fokus zu stellen.
Die Lippen haben keine Talgdrüsen, sind also fettfrei. Die Haut ist so fein, dass das Blut durchschimmert. Man muß sich aber nicht mit rissigen und aufgesprungenen Lippen herumschlagen. Man muss nur für die richtige Pflege der Lippen sorgen. Ganz besonders in der kälteren Jahreszeit. Zum Cremen der Lippen eignet sich gut Vaseline, ein Fettstift oder eine Fettcreme. Auch nachts anwenden. Tagsüber, kann man über die Fettcreme auch den eigenen Lippenstift verwenden.




SCHÖNE HÄNDE



Für die moderne schönheitsbewußte Frau von heute hört die Kosmetik nicht beim Make-up auf. Zum gepflegten Erscheinungsbild und Ausdruck einer Persönlichkeit gehören selbstverständlich auch gepflegte Hände. Gut geformte, perfekte Fingernägel erhöhen den Ausdruck einer gepflegten Hand. Aber mit schönen Nägeln wird man nicht geboren, man muß Sie sorgsam und behutsam behandeln und pflegen.

 

Ich kenne viele Frauen, die Probleme mit ihren Fingernägeln haben. Und wer möchte keine schöne
Hände und gepflegte Fingernägel haben? Schöne Hände sind nicht nur erotisch. Hände sagen sehr viel mehr aus.  Sie sagen  etwas über die Gesundheit,  die Lebensweise, den Charakter des Menschen aus. Hier einige Tips für schöne, gesunde Fingernägel.


Fingernägelpflege

 

Machen Sie sich zur Angewohnheit: täglich die Fingernägel mit einer Naturborstenbürste bürsten.
Die Nägel immer in eine Richtung in Form feilen. Niemals schneiden. Die Nagelhaut abends nach dem Waschen, mit dem Handtuch oder einem Wattestäbchen, zurückschieben und mit Oliven- oder Weizenkeimöl massieren. Dann braucht man niemals eine Schere. Einmal in der Woche Maniküre machen. Am besten nach dem Baden, Duschen oder Haarewaschen, dann ist die Haut um den Nagel weich und ganz leicht zu pflegen. 

 

Fingernägel mit Rillen


Eine Zeitlang Nagellack vermeiden. Regelmäßig die Finger in Mandelöl baden. Beim Arzt abklären, ob eine Gesundheitsstörung vorliegen könnte.

 

Weiche Fingernägel


1 - 2  X  in der Woche in Rizinusöl oder Lebertran, dem ein paar Tropfen Zitronensaft zugesetzt wurden, baden. Dauer ca. 10 Minuten

 

Trockene und brüchige Fingernägel


sollten täglich eingefettet und jeden Abend im warmen Öl, Oliven- oder Weizenkeimöl, getaucht werden. Zweimal in der Woche Zitronen- oder Zwiebelsaft als Nagelhärter auftragen. 15 g täglich Gelatine oder Kieselerde essen, fördert das Wachstum und härtet die Fingernägel.


VERTRAUEN WECKT VERTRAUEN


 

Vertrauen ist die Erwartung an Bezugspersonen, dass deren Handlungen sich im Rahmen von gemeinsamen Werten und Vorstellungen bewegen werden. Vertrauen wird durch Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Authentizität begründet. Vertrauen wirkt sich in der Gegenwart aus, ist aber auf künftige Ereignisse gerichtet.


Viele Menschen beklagen sich, dass sie kein Vertrauen zu anderen haben, weil sie zu oft enttäuscht worden sind. Diese Menschen sind sehr einsam, denn kein Vertrauen zu haben macht einsam. Aus Angst wiederholt enttäuscht zu werden, sind sie nicht in der Lage auf andere Menschen zuzugehen.  Sie trauen auch der Liebe eines anderen nicht, weil sie unterstellen, dass es aus Mitleid oder gar aus Eigennutz  geschehen würde. Es nützt wenig ihnen zu sagen, dass sie vertrauen sollen. Sie möchten es ja, aber sie können es nicht. Die Ursache liegt meistens in der Kindheit der betroffenen Person. Wenn ein Kind nicht die Liebe und die Verlässlichkeit seiner Eltern erfahren durfte, von dieser nicht getragen wurde, fehlt ihm das Grundvertrauen in das Leben, in das eigene Sein, in Gott. Dieser Mensch geht kein Risiko ein,  weil er nicht vertrauen kann. Er glaubt nicht daran, dass alles gut wird. Wer alles kontrollieren will ob es auch gelingt, dem wird das Leben zwischen den Fingern zerrinnen.



Ich schicke Dir den Engel des Vertrauens, bei dem Du zur Schule gehen kannst!



Jeder kann Vertrauen lernen aber es geht nicht von heute auf morgen dies zu beschließen. Vertrauen muss wachsen. Es braucht positive Erfahrungen durch andere Menschen, die sich als verlässlich und vertrauenswürdig erweisen. Vertrauen braucht die Bereitschaft trauen zu können, und somit zu vertrauen. Andere Menschen bringen es einem entgegen, das Vertrauen.

 

Gib ihnen die Chance! Probiere es aus! Sonnst haben diese  Menschen keine Möglichkeit Dir  ihr Vertrauen zu beweisen, wenn alles was sie sagen oder tun, negativ ausgelegt wird.
Natürlich werden sich vor erst Zweifel einschleichen, aber man kann sie erstmal zurückhalten. Wichtig ist es, es zu versuchen. Natürlich ist auch immer ein Risiko dabei, wenn man vertraut. Man kann es nie zu 100% wissen, ob man einem Menschen vertrauen kann oder nicht. Aber ohne Risk kein Fun!


Es braucht Mut etwas zu wagen, und auf Menschen zuzugehen. Vertrauen heißt auch, dass man sich auf etwas einläßt, was nicht in der eigenen Macht steht. Wenn man das gelernt hat, schenkt Dir das Vertrauen die Freiheit immer wieder vertrauensvoll auf andere zuzugehen.


Es muss Herzen geben, welche die Tiefe unseres Wesens kennen und auf uns schwören, selbst, wenn die ganze Welt uns verlässt. (Karl Gutzkow)




HÖREN, HINHÖREN, ZUHÖREN...


 

 

Eine kleine Geschichte:

Ein Mann, der die ständigen und andauernden Streitigkeiten mit seiner Frau nicht länger ertragen konnte, bat einen Meister um Rat. "Kaum macht einer von uns den Mund auf, unterbricht ihn der andere schon. Ein Wort, dann haben wir gleich wieder Streit miteinander, und jeder von uns ist mürrisch und schlecht gelaunt", sagte der Mann. "Dabei lieben wir uns doch, aber so kann es nicht weitergehen, ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll".
"Du musst lernen, deiner Frau zuzuhören", sagte der Meister. "Und wenn du sicher bist, dass du diese Regel beherrscht, dann komm wieder zu mir".
Nach drei Monaten sprach der Mann wieder beim Meister vor und erklärte, er habe jetzt gelernt, auf jedes Wort, das seine Frau sagt, zu hören.
"Gut", sagte der Meistermit einem Lächeln. "Wenn du in einer glücklichen Ehe leben willst, musst du jetzt noch lernen, auf jedes Wort zu hören, das sie nicht sagt".



Miteinander Reden ist schwierig. Nicht nur, weil wir Mühe haben, das zu sagen, was wir meinen, sondern auch deshalb, weil wir eben nur miteinander reden und nicht aufeinander hören. Das Hören wird viel zu oft vernachlässigt. Es gibt einen Unterschied zwischen Hören, Hinhören und Zuhören.



Die 10 Regeln zum guten Zuhören:


1. Nicht sprechen.

Man kann nicht Zuhören, wenn man spricht. Die Natur gab dem Menschen zwei Ohren, aber nur eine Zunge - die ist ein sanfter Hinweis darauf, dass man mehr zuhören als sprechen sollte,


2. Den Gesprächtspartner entspannen.

Zeige ihm, dass er frei sprechen kann. Schaffe eine "erlaubende" Umgebung.


3. Zeige, dass du zuhören willst.

Zeig Interesse und beschäftige dich nicht mit etwas anderem.


4. Halte jede Ablenkung fern.

Laufender Fernseher, Radio oder der PC stören nur.


5. Stelle dich auf deinen Gesprächpartner ein.

Versuche dich in seine Situation zu versetzen, damit du seinen Standpunkt verstehst.


6. Geduld.

Habe Zeit, unterbrich nicht und sei nicht auf dem Sprung.


7. Beherrsche dich.

Wenn du dich ärgerst, interpretiere nicht die Worte deines Gegenübers falsch.


8. Lass dich durch Vorwürfe und Kritik nicht aus der Ruhe bringen.

Das bring deinen Partner in Zugzwang. Streite dich nicht: Auch wenn du gewinnst, hast du verloren.


9. Frage.

Das ermutigt dein Gegenüber und zeigt dein Interesse an. Es kann das Gespräch vertiefen. Benutze Formulierungen deines Partners.


10. Kontrolliere deine Körpersprache.

Halte Blickkontakt und zeige Zuwendung, damit sich der Partner weiter öffnet. Verhindere Unruhe, Nervositäts- und Unterbrechungssignale.


 

DER SCHLAF...

ZUSTAND DER ÄUSSEREN RUHE

 

 

 

Ein Zustand der äußeren Ruhe bei Lebewesen ist der Schlaf. Das Wort "Schlaf" kommt aus dem Altgermanischen. Bei Primaten und höheren Lebewesen verändert sich die Gehirnaktivität, der Puls, die Atemfrequenz und der Blutdruck. Das Schließen der Augen sowie die Erhöhung der Spannung der Mittelohrmuskulatur während des Schlafs unterstützt diese Funktion. Diese Phase des Schlafs wird NREM-Schlaf genannt. Im sogenannten REM-Schlaf, auch als "paradoxer Schlaf" bezeichnet, finden sich hingegen Zustände, die denen des Wach-Seins ähneln. Im REM - Schlaf ist die Gehirnaktivität, die Herz- und Atemfrequenz sowie der Blutdruck erhöht. Man kann sich an Träume aus dieser Schlafphase erinnern. Ausgenommen von diesem "aktiven Schlafzustand" ist die Muskulatur, die im REM-Schlaf blockiert wird. Man nennt es auch Schlafparalyse. Dadurch lebt der Träumende seine im Traum erlebten motorischen Handlungen nicht aus. Die Somnologie beschäftigt sich mit Störungen des Schlafs. Die Funktion des Schlafes ist noch nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass Menschen und viele Tiere schlafen müssen, um zu überleben. Der genaue Grund ist jedoch noch unbekannt. Die Schlafforschung ist eine relativ junge Disziplin der Biologie.



Die so genannte innere Uhr ist wesentlich für einen regelmäßigen Wach- und Schlafrhythmus verantwortlich. Die Uhr kalibriert sich am Tages- und Nachtwechsel neu. Diese innere Uhr ist für den Hormonhaushalt des Körpers verantwortlich. Sie regelt damit auch das Schlafbedürfnis des Menschen. Der Jetlag ist ein klassisches Phänomen. Er kann auftreten bei einem desynchronisiertem circadianem Rhythmus. Der zweite Faktor, der neben dem Tag- und Nachtwechsel das Schlafbedürfnis regelt, ist die Zeit. Es kommt darauf an wie viel Zeit seit dem letzten Aufwachen vergangen ist. Die Forschung versucht aus diesen Parametern eine Prognose für die optimale Schlafzeit und Schlafdauer abzuleiten.

Häufig ist es erwünscht, den Schlaf oder das Schlafbedürfnis zu überwinden. Bekannt für seine Wachheit fördernde und anregende Wirkung ist Koffein. Koffein befindet sich u. a. im Kaffee und in geringerer Konzentration im Tee. Koffein verhindert die Wirkung von Adenosin. Besonders bei älteren Menschen hilft das Koffein, den Abfall der Atemfrequenz zu bekämpfen.


Die individuellen Schwankungen unterworfene "optimale" Schlafmenge für den Menschen ist wissenschaftlich umstritten. Nachdem lange die negativen Folgen von Schlafmangel im Mittelpunkt der Forschung standen, geraten in letzter Zeit zunehmend die ebenfalls unliebsamen Folgen von zu viel Schlaf ins Blickfeld. Dabei scheint sich herauszukristallisieren, dass die für Erwachsene genannten "acht Stunden Phasen" schon zu lang sind und das Optimum eher zwischen sechs und sieben Stunden liegt. Dies entspricht der Durchschnitts-Schlafzeit in Deutschland.Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das individuelle Schlafbedürfnis konstitutionell vorgegeben ist. Es kann nicht durch falsch verstandenes "Training" ausgeschaltet oder längfristig ignoriert werden. Der Organismus würde dann Schaden erleiden. Wer zu den Menschen mit viel Schlafbedarf gehört, sollte seinen alltäglichen Lebensrhythmus darauf einstellen und sein Verhalten entsprechend anpassen. Es wird zwischen einem Morgentyp und einem Abendtyp unterschieden. Der Morgentyp, der Frühaufsteher ist, ist bereits früh am Morgen fit und leistungsfähig. Der Abendtyp entwickelt unter anderem als Nachtschwärmer, Nachtmensch, zu fortgeschrittener Abendzeit nochmals ein Aktivitätsmaximum.

Obwohl der Schlaf seit jeher ein zentraler Faktor der menschlichen Kultur ist, universell, scheinbar durch die Biologie vorgegeben, haben sich Anthropologen bisher kaum um dieses Thema gekümmert. Die ersten anthropologischen Studien zum Thema Schlaf wurden erst 1991 gestartet, zur Analyse des plötzlichen Kindstods. Die Schlafkultur beschreibt kulturelle und geschichtliche Aspekte des Schlafens. Zur Schlafkultur gehört das Wann, das Wo und das Wie sich Menschen an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten schlafen legen. Weil der Schlaf und alles, was damit zusammenhängt, generell als sehr persönliche und intime Angelegenheit betrachtet wird, sind Forschungen und Aufzeichnungen zu diesem Thema rar.
(Quelle: Wikipedia)


GEDANKEN ÜBER DEN TOD



 

Für viele Menschen ist es ein absolutes Tabu-Thema, der eigene Tod. 

Es ist immer der Tod der anderen, nicht der eigene. Die meisten wollen nicht über den eigenen, bzw. den Tod geliebter Angehöriger nachdenken oder Vorsorge treffen, es sei denn, dass sie damit unmittelbar konfrontiert werden. Dabei ist der Tod der einzige Garant in unserem Leben. Er ereilt jeden. Ob arm oder reich, klug oder dumm, dick oder dünn, krank oder gesund, alt oder jung. Der Tod ist das Tor des Lebens. Sobald wir es betreten haben, den ersten Atemzug gemacht haben, sind wir des Todes gewiss. Wer stirbt schon gerne freiwillig?

Es gibt kein Ereignis, das so viele Anklagen über sich ergehen lassen muss wie der Tod! Der Tod findet im religiösen Leben, auf Friedhöfen und deren Gräbern und Inschriften, in Gedichten oder Liedern statt aber nicht im öffentlichen Leben. Dort wird er lieber totgeschwiegen. Wir sprechen nicht darüber, wir wollen nichts davon hören und auch nicht darüber nachdenken müssen. Er macht uns einfach Angst. Also bloß nicht daran rühren, denn er kommt ganz von alleine und noch früh genug.

Viele Menschen sind nicht in der Lage unbeschwert zu leben, da die Angst vor dem Tod sehr tief sitzt. Wir nehmen uns zu wichtig! Im Vordergrund unseres Lebens stehen Egoismus, Machtstreben, Besitz und Genuss! Dieses wird zum Selbstzweck erhoben. Wir erheben das eigene Ich zum Mittelpunkt der Welt.

Schon Goethe sagte: „Wenn einer 75 Jahre alt ist, kann es nicht fehlen, dass er mitunter an den Tod denke. Mich lässt dieser Gedanke in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein Fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.“ Wenn die Sonne sich zurückzieht, verblüht und verwelkt das organische Leben. Auch im Menschen verwelken und verblühen fortwährend alle Erlebnisse im Prozess des Vergessens, entziehen sich dem Licht des Bewusstseins und versinken in unbewusste Tiefen. Dort aber werden sie zu verborgenen Lebenskeimen und zur Geistesnahrung unseres unvergänglichen tieferen Selbstes, das die Lebensfrüchte einsammelt und langsam reifen lässt. So geht unserem ganzen Leben, das sich in der Hingabe an die Welt verbraucht und den Körper altern lässt, ein verborgener, innerer Werdeprozess parallel.

"Leben heißt, sich zu wandeln; und vollkommen sein heißt, sich oft gewandelt zu haben." (John Henry Newman) 




FREITAG DER 13.

GLÜCKS-  ODER UNGLÜCKSZAHL ?

 

Die 13  gilt in einigen Kulturen als Unglückszahl und in anderen als Glückszahl. Dieser Aberglaube geht so weit, dass in Gebäuden oft der 13. Stock fehlt oder nicht ausgeschildert wird. In manchen Flugzeugen wird die 13. Reihe in der Nummerierung ausgelassen. Auch in Krankenhäusern und Hotels wird auf ein Zimmer Nr. 13 verzichtet. Und im Motorsport auf die Startnummer 13.


In der Lotto-Ziehung „6 aus 49“, ist die 13 die am seltensten gezogene Zahl.  Die Zahl 13 gilt auch als Verschwörungszahl auf dem 1-Dollar-Schein. Die Zahl 13 kommt auf dem Dollar-Schein 11 mal vor, versteckt in Bildern und Texten. Die USA haben jedoch 13 Gründerstaaten. „Der Dreizehnte“ ist ein Synonym für den Teufel.  Im Tarot ist die 13 dem Tod zugeordnet. Sogar im Märchen Dornröschen spricht die 13.Fee, die nicht zur Geburtstagsfeier von Dornröschen eingeladen wurde, einen Fluch auf die Prinzessin aus. Der dreizehnte Tag eines Monats gilt in westlicher Tradition als Unglückstag. Ganz besonders schlimm ist es wenn die 13 auf einen Freitag fällt.


Der Freitag, der 13. gilt im Volksglauben als ein Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Es ist der Wochentag an dem Jesu gestorben ist. Die 13 als Unglückszahl stammt aus christlicher Tradition. Auch Adam und Eva sollen an einem Freitag von den verbotenen Früchten des Baumes der Erkenntnis gekostet haben und sind daraufhin aus dem Paradies vertrieben worden. Beim letzten Abendmahl waren 13 Apostel anwesend. Der 13. ist der Verräter Judas gewesen.

 

Eines der ersten bezeugten „Unglücksereignisse“, die auf einen Freitag den 13. fielen, war die am 13. Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung und Tötung aller Mitglieder des Templerordens. Am 13. Mai 1927 gab es einen deutschen schwarzen Freitag an der Börse Berlin. Der Börsenkrach ließ den Aktienindex des Statistischen Reichsamtes innerhalb eines Tages um 31,9 Prozent einbrechen. Der Black Friday jedoch, der amerikanische Börsenkrach von 1929 ereignete sich zwar am Donnerstag aber durch die Zeitverschiebung war es in Europa schon Freitag.

 

Auswertungen von Unfalldaten haben jedoch ergeben, dass sich an einem Freitag dem 13. nicht mehr Verkehrsunfälle mit schweren Sachschäden ereignen als an einem anderen Freitag. Eine Untersuchung der Unfallmeldungen durch den ADAC im Jahr 2009 hat ergeben, dass an einem Freitag dem 13. die Anzahl der Unfallmeldungen 894 betrug, während an anderen Tagen 975 Unfälle verzeichnet wurden. Jedes Jahr hat mindestens einen und höchstens drei Freitage, die auf einen Dreizehnten fallen.

 

Der längste Abstand zwischen zwei Freitagen den 13. beträgt 14 Monate oder genau 61 Wochen. Dieser Fall tritt ein, wenn der 13. Juli ein Freitag ist und das folgende Jahr kein Schaltjahr ist. Dann ist erst der 13. September des Folgejahres wieder ein Freitag der 13. Letztmalig war dies Juli 2001/September 2002 der Fall, zum nächsten Mal passiert es im Juli 2012/September 2013.


Nicht überall auf der Welt ist Freitag der 13. ein besonderes Datum. In Spanien, Griechenland und Lateinamerika, außer Brasilien, gelten Dienstage, die auf den 13. eines Monats fallen, als Unglückstage. In Italien gilt Freitag der 17. als Unglücksdatum. (Wikipedia)


DIE BEDEUTUNG DER 12 MONATE


DER DEZEMBER...


 

Christmond, Julmond

 

Der Dezember ist der zwölfte und letzte Monat im Jahr des gregorianischen Kalenders und er hat 31 Tage. Im römischen Kalender war der December der zehnte Monat (lat. decem = zehn). Das Jahr bestand damals aus 354 Tagen. Im Jahr 153 v. Chr. wurde der Jahresbeginn um zwei Monate vorverlegt.

Am 21. bzw. 22. Dezember ist der Tag der Sonnenwende. Die Sonne steht dann genau über dem Wendekreis des Steinbocks am südlichen Breitengrad von 23°26'. Dieser Tag ist auf der Nordhalbkugel der kürzeste im Jahr und die Nacht, ist die längste der Nächte. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt. Alte deutsche Namen für den Monat Dezember sind:


Julmond                                Wintersonnenwende-Fest der Germanen 
Christmond, Christmonat     weil das Christfest, Weihnachten gefeiert wird. 
Heilmond, Heilmonat           weil Christus das Heil bringt.
Wolfsmond                           weil er wie ein Wolf das Licht mit seinem dunklen Rachen verschlingt.

 

Das Julfest war früher ein germanisches Fest, an dem die Wintersonnenwende gefeiert wurde. In den skandinavischen Ländern heißt Weihnachten jul oder jol.



An Weihnachten, dem heiligen Christfest, wird die Geburt von Jesus Christus gefeiert. Der 25. Dezember ist der Christtag. Die Feierlichkeiten beginnen am Vorabend, am 24. Dezember, dem Heiligabend. Der Heiligabend wird auch Heiliger Abend, Heilige Nacht, Christnacht oder Weihnachtsabend genannt. In den meisten Familien gehört der Besuch eines Gottesdienstes am Heiligen Abend zum Ritual. Der Heiligabend und der Christtag ist in vielen Staaten ein gesetzlich geschützter Feiertag. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in einigen anderen Ländern kommt als zweiter Weihnachtstag der 26. Dezember hinzu. Der wird auch als Stephanstag, bzw. als Stefanitag, begangen.


Weihnachten wird heute als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken gefeiert. Dieser Brauch wurde seit 1535 von Martin Luther eingeführt. Es sollte eine Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag sein. In den römisch-katholischen Familien wurden die Heiligen verehrt und die Kinderbescherung fand am Nikolaustag statt.


Hinzu kamen alte und neue Bräuche verschiedener Herkunft:

Krippenspiele seit dem 11. Jahrhundert, 
Weihnachtsbaum seit dem 16. Jahrhundert, 
Adventskranz seit 1839 
Weihnachtsmann seit dem 20. Jahrhundert.


Der Weihnachtsmann löste in Norddeutschland das Christkind und den Nikolaus als Gabenbringer für die Kinder ab. In vielen Länder werden weitere eigene Bräuche mit Weihnachten verbunden.



Brauchtum im Dezember


4. Dezember: Barbaratag
Die Legende sagt, dass Barbara auf dem Weg in den Kerker mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen blieb. Den abgebrochenen Zweig stellte sie in ein Gefäß mit Wasser. Dieser erblühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.


Nach einer alten Tradition schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum ab. Es können Kirschbaumzweige, Zweige vom Apfelbaum oder einer Forsythie sein. Dann stellt man sie in Wasser. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dieser Brauch wird seit dem 15. Jahrhundert gepflegt. Die Knospen sollen auf das neue Leben, das Jesus Geburt uns gebracht hat, hinweisen.


5. Dezember: Chlauschlöpfen
ist ein vorweihnachtlicher Brauch aus dem Bezirk Lenzburg, Schweiz. Der Zweck des Chlauschlöüfens ist, den Samichlaus zu wecken. Dabei werden mit den Chlausgeisseln, Peitschen, laute Knalle erzeugt, die im ganzen Dorf zu hören sind.
Unsere Vorfahren glaubten, dass sich zur Zeit der Wintersonnenwende das Totenreich öffnet. Die Seelen der Verstorbenen verfolgen an dem Tag die noch lebenden Menschen auf Schritt und Tritt. Durch das ohrenbetäubende Knallen mit den Chlausgeisseln sollen nach vorchristlichem Glauben die bösen Wintergeister und Dämonen vertrieben werden.


Lenzburger Chlaus-Sage
"Es war einmal vor ewigen Zeiten, als der Samichlaus, wie jedes Jahr an seinem Namenstag, von seiner Wohnung im Goffersberg zu Lenzburg die vielen Treppen zur Stadt hinunterstieg. Zweck seines jährlichen Ausfluges war es, die Leute froh und zufrieden zu machen, indem er ihnen gute Dinge und Ratschläge bescherte. Doch eines Jahres war es mit der Herrlichkeit vorbei, denn böse Buben streuten Erbsen auf die Treppe, die zur Wohnung des Samichlauses führte. Als dieser müde und langsam zu später Stunde heimkehrte, rutschte er aus, kollerte die Treppe hinunter und tat sich an allen Gliedern weh. Verärgert und voller Groll schlug er donnernd die Türe hinter sich zu und gelobte, bis zum jüngsten Tage nie mehr Wohltätigkeitsbesuche machen zu wollen. Den Buben tat ihr Streich leid und sie wollten den St. Nikolaus um Verzeihung bitten. Sie fanden jedoch den Eingang zu seiner Wohnung nicht mehr. Um ihn hervorzulocken, machten Sie grossen Lärm mit Geisseln und sie tun dies heute noch jedes Jahr." (Wikipedia)


6. Dezember: Nikolaustag

Am Vorabend des Nikolaustages, stellen die Kinder ihre Schuhe oder Teller auf. Regionabhängig mit etwas Heu oder einer Mohrrübe für den Esel bzw. das Pferd. Am nächsten Tag finden sie dann Süßigkeiten oder kleine Geschenke. Zu meiner Kinderzeit hat man für unartige Kinder Kohle und eine Rute in die Schuhe gesteckt. Oh je, gab es da Tränen! Wenn wir aber den Tag über brav gewesen sind, haben wir abends doch noch den mit Süßigkeiten gefüllten Stiefel bekommen.


In Norddeutschland gehen die Kinder verkleidet zum "Nikolauslaufen", sagen ein Gedicht auf oder singen ein Lied und bekommen dafür Süßigkeiten und Äpfel. In den Niederlanden findet am Vorabend des Nikolaustages, dem 5. Dezember, die eigentliche Bescherung statt. Zu der Feier wird die ganze Familie und Freunde eingeladen werden. Jeder bekommt ein Geschenk, oftmals mit Scherzgedichten versehen, die man dann laut vorlesen muss.


Spekulatius 
Nikolaus war Bischof und die lateinische Bezeichnung für Bischof ist Speculator. Die Abbildungen auf dem Gebäck, die durch das Sortieren der Gebäckstücke entstehen, stellen die Nikolausgeschichte dar.


8. Dezember: Mariä Empfängnis
Es ist ein Hochfest der katholischen Kirche, das sich seit dem 9. Jahrhundert nachweisen lässt. Dieses Fest bezieht sich nicht auf die Empfängnis Jesu sondern auf die seiner Mutter Maria, die auf natürliche Weise von ihren Eltern Anna und Joachim gezeugt, empfangen und geboren wurde. Maria wurde von Gott vor der Erbsünde bewahrt, weil sie Mutter Gottes werden sollte.


An diesem Tag beginnen viele Hausfrauen mit dem Backen von Weihnachtskeksen und Früchtebroten für das Weihnachtsfest.


13.Dezember: Luciatag
Die heilige Lucia stammte aus Syracus auf Sizilien. Sie versorgte heimlich die Frühchristen mit Lebensmitteln und um die Hände frei zu haben, trug sie einen Kerzenkranz auf dem Kopf, wenn sie die Katakomben aufsuchte. Lucia hatte die Ehelosigkeit um Christi willen gelobt. Das weiße Kleid mit dem roten Taillenband, das sie trug, verweist auf den Stand der geweihten Jungfrauen. Sie starb an einem Dolchstoß in den Hals, weil sie Christus einem Verehrer vorzog.


Vor dem Gregorianischen Kalender war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres. 
Das Luciafest ist ein Fest, das auf einen Brauch, der vor allem in Schweden gefeiert wird, zurückzuführen ist. In langem weißen Gewand, mit einem Lichterkranz, weckt die älteste Tochter als Lucia die Familie und bringt allen das Frühstück ans Bett.Schon am Vorabend gehen weiß gekleidete Mädchen mit dem Lichterkranz von Tür zu Tür und teilen Gaben aus.


17. Dezember: Christkindl-Einläuten
In vielen katholischen Gegenden werden am Nachmittag um 3 Uhr die Glocken geläutet, um Weihnachten einzuläuten.


21. Dezember: Thomasnacht 
Weil der Apostel Thomas an der Auferstehung Jesu zweifelte, bis er selbst die Wundmale vom auferstandenen Jesu sah, nennt man ihn auch "der ungläubige Thomas. Um den Thomastag drehen sich viele Bräuche, die vermutlich noch aus heidnischen Zeiten stammen und von den Christen übernommen wurden.


Die Wintersonnenwende war für die Menschen immer ein wichtiger Neubeginn. Seit Jahrhunderten war es die Wiedergeburt der Sonne und die Aussicht auf ein neues Leben. So sind vor allem Orakelbräuche, die die Liebe betreffen, entstanden.


Z. B. das Bleigießen: aus den gegossenen Formen, die entstanden sind, wollte man den Beruf oder den späteren Ehepartner erkennen.


Das Schuhwerfen: Die Teilnehmer stellen sich mit dem Rücken zur Tür auf und werfen mit Schwung die Schuhe von den Füßen nach hinten. Je nachdem, ob die Schuhe mit den Spitzen zur Tür oder ins Zimmer zeigen, verlässt man das Haus oder man bleibt im folgenden Jahr daheim.


Wasser oder Spiegel schauen: Die Mädchen schauen um Mitternacht ins Wasser oder in den Spiegel, um das Gesicht ihres Zukünftigen zu sehen bzw. von ihm zu träumen.


24. Dezember: Heiliger Abend 
Zum heiligen Abend gibt es unendlich viele verschiedene Bräuche.

Der Heilige Abend, auch Heiligabend genannt, ist der Vortag bzw. der Vorabend des Weihnachtsfestes. Am Abend findet traditionell die Bescherung statt. Heilige Nacht oder Christnacht wird die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bezeichnet.


25. Dezember: Christtag 
Die Evangelien geben über den Tag von Christi Geburt keine Auskunft. Lange Zeit waren sich die Kirchenfürsten darüber nicht einig, wann man Christi Geburt feiern sollte. Früher feierte man am 6. Januar Christi "geistige" Geburt. Mit dieser Feierlichkeit begann das neue Jahr. Im Osten ist das bis heute so geblieben und im Westen wurde das Fest zu Jesus Geburt unter Kaiser Konstantin dem Großen auf einen heidnischen Feiertag, den 25. Dezember, festgelegt. Der 25. Dezember gilt als der Geburtstag des Sonnengottes Mithras und es ist gleichzeitig der Tag, der in nordischen Ländern gefeierten Wintersonnenwende. In England und den USA ist am Christtag, dem 25. Dezember, Bescherung.


26. Dezember: Stephanstag 
Am St. Stephanstag gibt es vielerorts Ausritte und Pferdesegnungen, Fuchsjagden und Pferderennen, denn der Heilige Stephan ist der Patron der Reiter. Er wurde als erster Märtyrer für seinen Glauben hingerichtet.


In England, USA, Kanada und Neuseeland feiert man "Boxing-Day". Den genauen Ursprung dieses Brauches kennt man nicht. An diesem Tag wurden Bedienstete, Lehrlinge und Kaufleute für ihre Dienste mit einer Weihnachtsgratifikationen belohnt. Aber auch Kirchen öffneten ihre Spendenkästen und verteilten das drin befindliche Geld an die Armen. Am zweiten Weihnachtstag trifft man sich mit Freunden und Verwandten zum Reste-Essen. Manche Familien schenken ihren Kindern Schokoladentaler und für Freunde und Verwandte gibt es kleine Geschenke.


27. Dezember: Tag des Apostels Johannes 
Johannes soll der Legende nach, einen Kelch mit vergiftetem Wein ausgetrunken haben, ohne das er Schaden genommen hat. An diesem Tage wird in der Kirche Wein zu Johanniswein geweiht. Dem Johanniswein erkennt man besondere Heilkräfte zu.


Eine alte Sitte ist auch das Weiberdingete (Weibergeld). Der Ehemann führt seine Frau zu einem guten Essen ins Wirtshaus, was bedeutet, dass er sie für ein weiteres Jahr einstellen möchte. Wenn Sie mit dem Handel einverstanden ist, bezahlt sie den Wein.


31. Dezember: Silvester

Das Jahresendfest hatten bereits die Römer gefeiert. Zu Beginn des Jahres 153 v. Chr. wurde es erstmals im Januar, als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde, gefeiert. Allerdings haben die Feuer-Feste am Jahresende alte germanische Wurzeln.


Im Jahr 1582 verlegte die gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember. Es ist auch der Todestag des Papstes Silvester, der am 31. Dezember 335 gestorben ist. Der Kirchenkalender führt den Tag seit 813 als dessen Namenstag. Aber erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde dieser Tag auch offiziell zum letzten Tag des Jahres.


Auch um die Silvesternacht ranken sich viele Brauchtümer. Vom Bleigießen, Kartenlegen, den Silvesterläufen bis zum Sektkorkenknallen und in der "Neuzeit" ist Dinner for One ein Klassiker.



Bauernregeln:


Dezember lind, der Winter ein Kind.

So kalt wie im Dezember, so heiß wird's im Juni.

Donnert's im Dezember gar, kommt viel Wind im nächsten Jahr.

Ist der Dezember wild mit Regen, dann hat das nächste Jahr wenig Segen.

Dezember, kalt mit Schnee, tut dem Ungeziefer weh.

Auf kalten Dezember mit tüchtigem Schnee folgt ein fruchtbar Jahr mit reichlich Klee.

Herrscht im Dezember recht strenge Kält', sie volle 18 Wochen hält.


1. Dezember: St. Eligius

    Fällt auf Eligius ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.


2. Dezember: St. Bibiana

    Gibt's Regen am Bibianatag, es noch vierzig Tage regnen mag.


4. Dezember: St. Barbara

    Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.


5. Dezember

    Nach Barbara (4. Dezember) geht's frosten an, kommt's früher, ist nicht wohlgetan.


6. Dezember: St. Nikolaus

    Trockener Nikolaus, milder Winter rund um's Haus. 
    Regnet's an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.


7. Dezember: St. Ambrosius

    Ambrosius schneit oft dem Bauern auf den Fuß.
    Ist Ambrosius schön und rein, wird Sankt Florian (4. Mai) ein Wilder sein.


8. Dezember: Mariä Empfängnis

    Zu Mariä Empfängnis Regen bringt dem Heu keinen Segen.


13. Dezember: St. Lucia

     An Sankt Lucia ist der Abend dem morgen nah. 
     Sankt Luzia stutzt den Tag und macht die längste Nacht. 


16. Dezember: St. Adelheid

     Um Adelheid, da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. 
     Die Adelheid liebt weiße Flocken, so bleibt die Erde selten trocken. 
     Um die Zeit von Adelheid, da macht sich gern der Winter breit.


17. Dezember: St. Lazarus

     Ist Sankt Lazar nackt und bar, gib's ein schönes neues Jahr. 
     Sankt Lazarus nackt und bar, macht einen linden Februar.


18. Dezember: St. Wunibald

     Um den Tag des Wunibald, da wird es meistens richtig kalt.


21. Dezember: St. Thomas

     Sankt Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht. Wenn Sankt Thomas

     dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr.


24./25. Dezember: Heiligabend und Christtag

     Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen. Hängt zu Weihnacht

     Eis von den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden. 
     Wer sein Holz nach Weihnachten fällt, dessen Gebäude zehnfach hält.
     Je dicker das Eis um Weihnacht liegt, je zeitiger der Bauer Frühling kriegt. Wenn's Christkindlein

     Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint.


26. Dezember: St. Stephan

     Bringt Sankt Stephan Wind, die Winzer nicht erfreuet sind. 
     Scheint am Stephanstag die Sonne, so gerät der Flachs zur Wonne. 
     Windstill soll Sankt Stephan sein, soll der nächste Wein gedeihn. 


27. Dezember: St. Johannes

     Hat der Evangelist Johannes Eis, dann macht es der Täufer (24. Juni) heiß.


28. Dezember: Unschuldige Kinder

     Sitzen die unschuldigen Kindlein in der Kälte, vergeht der Frost nicht in Bälde. Schneit's an

     unschuldige Kindl, fährt der Januar in die Schindel. 
     Haben's die unschuldigen Kindlein kalt, so weicht der Frost nicht so bald. 


31. Dezember: St. Silvester

     Silvesternacht düster oder klar sagt an ein gutes Jahr. 
     Friert zu Silvester Berg und Tal, geschieht's dies Jahr das letzte Mal. Silvesterwind und warme

     Sonn' verdirbt die Hoffnung auf Wein und Korn.



Advent
Theodor Fontane


Noch ist Herbst nicht ganz entfloh'n, 
Aber als Knecht Ruprecht schon 
Kommt der Winter hergeschritten, 
Und alsbald aus Schnees Mitten 
Klingt des Schlittenglöckleins Ton.

Und was jüngst noch, fern und nah, 
Bunt auf uns hernieder sah, 
Weiß sind Türme, Dächer, Zweige, 
Und das Jahr geht auf die Neige, 
Und das schönste Fest ist da.

Tag du der Geburt des Herrn, 
Heute bist du uns noch fern, 
Aber Tannen, Engel, Fahnen 
Lassen uns den Tag schon ahnen, 
Und wir sehen schon den Stern.


GEDANKEN ÜBER WEIHNACHTEN...


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In der Adventszeit wird das Haus oder die Wohnung rausgeputzt mit Tannenzweigen, Kugeln, Lameta, Lichtern, Krippen und Engeln. Man tut es für die "Kinder" oder weil es eben zur Tradition gehört und es so hübsch aussieht.  Weihnachten. Im Grunde sind die meisten froh, wenn die Weihnachtstage vorbei sind und man alles abräumen kann. Es geht ja vor allem um die Geschenke, das ganze Spektakel.Viele machen sich das mit den Weihnachten zu einfach. Glitter und Flitter, ein Berg Geschenke, natürlich viele Köstlichkeiten und ein Festtagsessen. Ein wenig familiäre Gemütlichkeit und dazu Weihnachtslieder von der CD. Macht das wirklich Weihnachten aus?


Nun, eigentlich geht es darum, dass Gott Mensch wurde, damit auch wir Menschn werden. Ja, wir sind zwar Menschen, aber oft verhalten wir uns unmenschlich, indem wir gemein zu anderen sind  und nur an uns selbst denken und das Vertrauen anderer Menschen mißbrauchen. 

Durch die Geburt Jesu will uns Gott aufzeigen, dass etwas wundervoll Neues in die Welt hineinwächst, das auch uns  selbst von innen her verwandelt und reifer werden lässt. Und Weihnachten will uns darauf hinweisen, dass wir aufrichtiger, ehrlicher miteinander umgehen sollten. Es sollte  ein Fest für die Menschen sein, ein Fest, an dem man intensiv miteinander redet, sich Zeit nimmt für Gespräche, in denen es um wesentliche Fragen des Lebens geht.

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Dann und wann ein gutes Wort, das einem den Rücken stärkt
und aus seinen Verkrümmungen wieder aufrichtet.

Dann und wann ein gutes Wort, das einen dazu ermutigt,
dem neuen Tag voller Zuversicht entgegen zu gehen.

Dann und wann ein gutes Wort, dass das Leben auf unfassbare Weise
ein für alle Mal mit himmlischen Segen durchdringt.

(Christa Spilling-Nöker)

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ADVENTSZEIT, ADVENTBRAUCHTUM....

ADVENT - ANKUNFT

 

 

Advent - das ist die Zeit der Weihnachtsmärkte und Glühwein. Es ist die Zeit der Kekse und der Kerzen. Für viele Menschen bedeutet die Adventszeit Hast und Eile. Die Innenstädte sind überfüllt. Die Weihnachts-Wunschlisten sind lang. Statt Stille und Besinnung herrscht Stress und die Terminkalender platzen aus allen Nähten. Die Werbeindustrie und der Einzelhandel machen sich die Adventszeit zu nutze. Was ist die Adventszeit wirklich?


Advent stammt aus dem Lateinischen (adventus) und heißt "Ankunft".

Advent bezeichnet man die Jahreszeit, in der die Christen sich auf das Fest der Geburt von Jesus von Nazaret, auf Weihnachten, vorbereiten. Weihnachten ist ein christliches Hochfest. Die Christen gedenken an Weihnachten der Geburt Jesu und feiern die Menschwerdung Gottes. Der Advent soll auch daran erinnern, dass das zweite Kommen Jesu Christi erwartet werden soll.



Die Adventszeit in der heutigen Form geht  auf das 6. - 7. Jahrhundert zurück, und sie war ursprünglich eine Fasten- und Bußzeit. Die violette Farbe der Messgewänder erinnert noch heute daran. Die Adventszeit begann zwischen dem 11. November und dem ursprünglichen Weihnachtstermin, dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar.  In Mailand wird bis heute an einer sechswöchigen Adventszeit festgehalten, denn die Dauer des Advents ist nicht einheitlich.


In der römischen Kirche gab es früher zwischen vier und sechs Sonntage im Advent. Papst Gregor der Große hat dann die Zahl auf vier Sonntage festgelegt.  Die vier Sonntage standen symbolisch für die viertausend Jahre, welche die Menschen nach dem Sündenfall im Paradies auf den Erlöser warten mussten. Seit dem Konzil von Trient (1545 – 1563) schreiben die Lithurgiebücher den Advent gesamtkirchlich vierwöchig vor.


Mit dem ersten Adventssonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit beginnt mit der ersten Vesper, des ersten Adventssonntags, zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember,  und sie endet am Heiligen Abend, mit der ersten Vesper von Weihnachten. Die westliche christliche Adventszeit dauert 22 bis 28 Tage und hat immer vier Sonntage. Die Fastenzeit und die Adventszeit galten früher als "geschlossene Zeiten". In diesen geschlossenen Zeiten durfte nicht getanzt und gefeiert werden. Feierliche Trauungen durften in geschlossenen Zeiten nicht stattfinden. Stille Trauungen waren jedoch erlaubt. Seit 1917 wird das Adventsfasten vom katholischen Kirchenrecht nicht mehr verlangt.



In der heutigen Adventszeit hat sich der Adventskalender durchgesetzt. Er soll den Kindern die Wartezeit bis Weihnachten verkürzen. Der Adventskalender hat 24 Türchen mit Bildern, Texten, Süßigkeiten oder Schokolade. Jeden Tag, bis Weihnachten, wird ein Türchen geöffnet.


Der Advent ist reich an Bräuchen. In den Kirchen sind in den nächsten Wochen Lieder, Gebete voller Erwartung und Sehnsucht, zu hören. Keine andere Zeit ist derart stark im Brauchtum und Bewusstsein des Volkes verwurzelt, wie die Advents- und Weihnachtszeit.

Zunächst wäre da der Adventskranz.  Auf dem Kranz befinden sich vier Kerzen, die nacheinander an den vier Adventssonntagen entzündet werden. So wird auf das näher rückende Weihnachtsfest hingewiesen. In besinnlichen Gottesdiensten und Andachten werden die Kerzen auch in den Kirchen entzündet.

Am Fest der heiligen Barbara am 4. Dezember, stellt man sich Zweige von Sauerkirschen, türkischem Flieder, von Kastanien oder von anderen Bäumen oder Sträuchern, ins Wasser und an einen warmen Ort. Diese "Barbarazweige" blühen dann zu Weihnachten. Das vermeintliche Wunder der Natur, Blüten im Winter, soll das Wunder der heiligen Nacht verdeutlichen.


Am 6. Dezember ist St. Nikolaustag. Nikolaus und Knecht Ruprecht  besuchen die Kinder, wobei Knecht Ruprecht  bedrohlich mit einer Rute wedelt. Letztendlich bekommen die Kinder doch das, was sie sich erhoffen: Süßigkeiten und Geschenke. Früher war Nikolaus der Tag der Geschenke. Das Nikolausbrauchtum in seiner christlichen Prägung findet noch in Holland und in vielen Gemeinden am Niederrhein, im Münsterland und Oldenburger Land statt.



Großer Beliebtheit erfreuen sich in der Adventszeit die zahlreichen Früh- und Spätschichten, die in den katholischen Kirchen angeboten werden. Junge Christen treffen sich früh, um ca. 6 Uhr oder spät um ca. 20 Uhr, zu Meditation, Gebet und Gesang.  Anschließend frühstücken die Teilnehmer gemeinsam oder lassen den Abend bei Tee und Gebäck ausklingen.


Seit einigen Jahren kommen wieder die "Rorate-Messen" in Mode. Ursprünglich waren es Gottesdienste zu Ehren der Gottes Mutter Maria. Statt elektrischem Licht beleuchten nur Kerzen die Kirchen. Bei den Messen werden alte Gregorianische Gesänge gesungen.


Der 8. Dezember ist der Jungfrau Maria gewidmet. Die katholische Christen feiern das Fest der "Unbefleckten Empfängnis der Jungfrau und Gottesmutter Maria". An diesem Tag wird nicht - wie häufig angenommen - der Zeugung Jesu durch den heiligen Geist gedacht, sondern dass Maria empfangen worden ist, ohne in die Erbsünde verstrickt zu sein.


Am 12. Dezember ist der Tag des Weihnachtssterns. In den USA ist dem Weihnachtsstern ein ganzer Tag der Vorweihnachtszeit gewidmet. Die Menschen feiern den "Poinsettia Day". Sie machen sich gegenseitig eine Freude, indem sie einen Weihnachtsstern verschenken. Weihnachtssterne werden in der Vorweihnachtszeit zu Tausenden verkauft. Zu dieser Zeit hat der Weihnachtsstern Hochsaison. Er steht rot leuchtend auf den Fensterbänken unzähliger Wohnzimmer. Die Pflanze ist kein christliches Weihnachtssymbol. Aber mittlerweile hat sie auch Einzug in die Kirchen gehalten und schmückt an den Feiertagen die Altäre und Krippen.


Am 13. Dezember ist der Festtag der heiligen Luzia. Um das Luziafest hat sich in Europa ein vielfältiges Brauchtum entwickelt. Im Mittelalter wurden die Kinder  am Luziatag beschert. Der 24. Dezember wurde erst ab dem 16. Jahrhundert als Gabentag gefeiert. In Schweden verband sich dieser Festtag über Jahrhunderte mit der Wintersonnenwende. Die Wintersonnenwende ist die längste Nacht des Jahres. Danach werden die Tage wieder länger. Seit mehr als 200 Jahren ist der Luziatag in Schweden ein besonderer Feiertag. Eine Tochter der Familie stellt die Heilige Luzia dar. Sie trägt einen grünen Kranz mit einer Reihe brennender Kerzen auf dem Kopf. Auch in Deutschland gibt es ein Luziabrauchtum, das  besonders in Bayern gepflegt wird.



ST. NIKOLAUS

DIE GESCHICHTE EINES BISCHOFS...


Es war einmal vor langer Zeit, da lebte in der reichen Stadt Patara ein Junge. Er hörte auf den Namen Nikolaus. Die Eltern von Nikolaus sind an einer bösen Krankheit früh verstorben. Der Junge weinte Tag und Nacht, um seine Eltern. Nikolaus erbte sehr großen Reichtum: Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, Paläste und Ländereien. Auch Schafe, Pferde, Esel und noch ein paar andere Tiere gehörten ihm. Außerdem hatte er  viele Untertanen, die sich um ihn kümmerten. Nikolaus war trotzdem sehr traurig und konnte sich über seinen Reichtum nicht freuen. Deshalb wollten ihn seine Untertanen aufmuntern. Der Hofmeister bot sich an, ihm seine Schlösser zu zeigen. Der Stallmeister wollte mit Nikolaus auf den schönsten Pferden durch die Ländereien reiten. Der Küchenmeister machte den Vorschlag, er könne doch für alle reichen Kinder der Stadt ein köstliches Essen zubereiten. Doch Nikolaus wollte von dem allem nichts wissen. Seine Traurigkeit wurde immer schlimmer, so das auch seine Tiere es deutlich spürten, dass er sehr traurig war. Sie drängten sich zu ihm, um ihn zu trösten. Vom Weinen müde geworden, wollte er sich schlafen legen. Ungeschickt stieß er mit dem Fuß an einen Tonkrug in dem viele Schriftrollen steckten. Der Krug zerbrach. Die Schriftrollen verteilten sich auf dem glänzenden Boden. Nikolaus ergriff eine der Schriftrollen und begann zu lesen. "Da war ein reicher Mann, der lebte herrlich und in Freuden. Und da war aber auch ein armer Mann, der lag hungernd vor seiner Tür und wollte nur Brosamen, die dem Reichen vom Tische fielen. Doch dieser gönnte es dem Armen nicht. Als der arme Mann starb, wurde er von den Engeln in den Himmel getragen. Auch der Reiche starb. Doch es kamen keine Engel, um ihn zu holen". 



Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte sich Nikolaus. Ich bin schön gekleidet, lebe in Saus und Braus. Ich habe alles, was man sich erträumt. Die Bettler draußen vor dem Stadttor sehe ich nicht. Morgen werde ich mein Leben ändern. Ich werde früh aufstehen und mich dort umsehen. Am Morgen schlich sich Nikolaus aus dem Palast hinaus. Hinter dem Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt. Sie waren zerlumpt, hungrig und krank. Die Not und das Elend waren sehr groß. Als sie Nikolaus erblickten, streckten sie ihm die Hände entgegen. Nikolaus wollte in die Tasche greifen, aber an seinen bestickten Kleidern gab es keine Taschen. Flink löste er seine schwere Goldkette vom Hals. Er zog sich den Goldring vom Finger und gab den Armen den wertvollen Schmuck. Danach schlüpfte Nikolaus aus dem Obergewand, dem bunten Rock, den Sandalen und verschenkte auch noch seine Kleidung. Es wurde Nikolaus warm ums Herz. Glücklich ging er nach Hause. Nun war Nikolaus wieder fröhlich. Am nächsten Tag trug Nikolaus dem Hofschneider auf, auf seine Kleider große Taschen aufzunähen. Vergnügt schlüpfte er in seinen weiten, roten Mantel. Er füllte seine Taschen mit Nüssen, Äpfel und Mandarinen. Abends schlich er sich wieder aus dem Palast. Er ging zu den Armen und verteilte alles. So beschenkte Nikolaus nun fast jeden Tag die Armen der Stadt. Seine lang andauernde Traurigkeit war vorbei. 




Als Nikolaus zwölf Jahre alt wurde, besuchte er eine Schule, die weit von seinem Palast entfernt war. Berühmte Lehrer unterrichteten ihn und unterwiesen ihn in der Heiligen Schrift. Wo er jedoch Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen. Das machte er aber weiterhin im Verborgenen. Als er einmal zum Gottesdienst in der Kirche war, wurden die Worte von Jesus Christus verlesen, wie er zu einem reichen Jüngling gesagt hatte: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Sie ließen ihn nicht mehr los. Er rief den Haushofmeister, befahl ihm Geld und Gut an die Armen zu verteilen. Nikolaus wollte sich ins Heilige Land aufmachen, wo unser Herr Jesus gelebt hatte. Auf seiner Pilgerfahrt ins Heilige Land, litt Nikolaus oft große, unvorstellbare Not. Er wurde verletzt, er hatte kaum was zu Essen und zu Trinken. Bei allem Hunger blieb er aber stets fröhlich. Er zog durch das Land und predigte das Wort Gottes. Den Kindern erzählte er Geschichten aus der Bibel. 




Eines Tages kehrte er in seine Heimat zurück. In Myra war vor einiger Zeit der alte Bischof gestorben. Als die Leute Nikolaus sahen, fragten sie ihn, wer er sei. "Ich bin Nikolaus ein Diener Christi", antwortete er. Die Leute führten Nikolaus ins Gotteshaus und ernannten ihn zum Bischof. Als er wieder ins Freie trat, erblickte Nikolaus seinen alten, grauen Esel vor der Tür angebunden. Von da an wurde der Esel sein treuer Begleiter. Nikolaus sorgte für die Gläubigen wie ein Hirte für seine Schafherde. In Zeiten der Gefahr predigte er den Christen an einsamen Orten und stärkte sie im Glauben. An seinem Geburtstag kleidete sich Nikolaus in seinen kostbaren Bischofsmantel und nahm den Hirtenstab in die Hand. Seinen Esel belud er mit einem schweren Sack. Der Sack war mit Leckereien, wie Nüssen, Mandarinen, Äpfel und Honigkuchen gefüllt. Nikolaus ging durch die Strassen und verteilte die Gaben. Diesen Tag machte er zu einem großen Fest. Das hielt er bei, bis ins hohe Alter. Als die Stunde kam, da Gott ihn heimholen wollte, fiel ihm nur eines schwer, sich von seinen Kindern zu trennen. Der Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352. Zum Andenken an den Bischof Nikolaus wird heute noch der Nikolaustag gefeiert. Er kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.



DER NOVEMBER...


 

Nebelung, Windmonat

 

Im Kirchenjahr gilt der November als ein Monat der Besinnung und des Gedenkens. 
Von den meisten Menschen jedoch wird dieser Monat als nachdenklich und trist empfunden. 
Im Gregorianischen Kalender ist es der elfte Monat. 
Im römischen Kalender war der November ursprünglich der neunte Monat (lat. novem = neun). Der November hat 30 Tage.

 

Früher im Altdeutschen hieß der November auch: 


Nebelung           wegen der vielen Nebel 
Windmonat        wegen der Herbststürme 
Wintermonat     wegen der vorwinterlichen Zeit 

Schlachtmond    wegen des Schlachtens der Schweine in dem Monat (das Fleisch hielt länger) oder

                          auch Dritter Herbstmond    der Herbstmond beginnt im September, Oktober ist der

                          zweite. Die Namen wurden vom Karl dem Großen, im 8.Jahrhundert, eingeführt.

 

Wettermäßig ist der November ein Übergangsmonat vom goldenen Oktober in die vorwinterliche Zeit. 
Es ist nass, neblig und manchmal fällt auch der erste Schnee. Die Arbeiten in der Natur sind für die Landwirte erledigt. Die Ernte ist eingefahren und somit werden alle anderen Arbeiten ins Haus verlegt.


 

 Im November wird von der katholischen Kirche allen Heiligen, Märtyrern und den Verstorbenen gedacht. 


Diese Gedenktage sind immer am: 

 

1. NOVEMBER -  ALLERHEILIGEN
2. NOVEMBER  - ALLERSEELEN

An Allerseelen beten die Katholiken für die Verstorbenen und bitten für einen schnellen Aufstieg in den Himmel. Die Gräber werden festlich geschmückt und man stellt eine kleine Lampe auf das Grab. Sie ist das Symbol für das ewige Licht. Früher hat man am Familientisch ein Gedeck für die Verstorbenen des letzten Jahres aufgestellt. Man glaubte, dass die Verstorbenen an diesem Tag ein letztes Mal zurückkehren würden, wo sie gelebt hatten.


Die evangelische Kirche gedenkt ihrer Verstorbenen am Totensonntag. Es ist der Sonntag vor dem ersten Advent. An diesem Tag, dem Totensonntag, feiert die katholische Kirche ihren Christkönigssonntag. Es ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Der Totensonntag ist kein gesetzlicher Feiertag, aber in Deutschland ist es ein stiller Feiertag.



 3. NOVEMBER - HUBERTUSTAG

 

An diesem Tag gedenkt die katholische Kirche des heiligen Hubertus. Der Hl. Hubertus war der Bischof von Maastricht und Lüttich. Der Legende nach, hat Hubertus an einem Feiertag gejagt und ihm ist ein weißer Hirsch, mit einem goldenen Kreuz im Geweih, erschienen. Er soll zu einem Leben in Glaube und Enthaltsamkeit bekehrt worden sein. Seit dem gilt er als Patron der Jäger und Schützen. Das Fest des Hl. Hubertus soll die Jäger daran erinnern, dass sie ihr Handwerk waidgerecht und mit Achtung gegenüber dem Tier ausüben. Für die Jäger und Förster ist es heute ein großer Festtag. In früheren Zeiten begann man am Hubertustag mit der Jagd auf das Rotwild. In vielen Gegenden ist die Hubertusjagd ein Volksfest, das mit viel Jägerlatein und Kräuterlikör gefeiert wird.

 

Ein weiterer Gedenktag der katholischen Kirche ist der 11. November. Hier wird dem Hl. Martin von Tours gedacht (der Martinstag).


 

MARTINSTAG

 

Die Legenden über den heiligen Martin: 
Es wird erzählt, dass Martin entgegen seinem Willen zum Bischof von Tours geweiht werden sollte. Aber das Volk von Tours drängte ihn zu diesem Schritt. Bescheiden, wie er sein Leben führte, hielt er sich für unwürdig eine so große Verantwortung zu tragen. Er hatte sich deshalb in einem Gänsestall versteckt. Die Gänse waren jedoch aufgeregt und hatten so laut geschnattert, dass Martin gefunden wurde und geweiht werden konnte.

Nach einer anderen Erzählung, griffen die Bürger von Tours zu einer List, indem ein Rusticus zu Martins Versteck gegangen sei und diesen gebeten hatte, seine kranke Frau zu besuchen. Hilfsbereit, wie Martin nun einmal war, hatte er seine Sachen genommen und den Rusticus nach Hause begleitet. Da er wahrscheinlich ziemlich schmutzig aus sah, hatte man angenommen, dass er eine Zeit lang in einem Gänsestall gelebt hatte.

 

Eine weitere Geschichte besagt, dass eine schnatternde Gänseschar in den Kirchraum gewatschelt kam und den Bischof Martin bei seiner Predigt unterbrochen hatte. Die Gänse sind gefangen genommen worden und wurden zu einer Mahlzeit verarbeitet.

 

In vielen, nicht nur deutschsprachigen Regionen, sind Umzüge zum Martinstag üblich. Bei den Umzügen ziehen Kinder mit meistens selbst gebastelten Laternen, zum Gedenken des Hl. Martin, durch die Straßen der Dörfer und Städte. Begleitet wird der Zug von einem als römischer Soldat verkleideten Reiter, der einen roten Mantel trägt. Dieser Soldat sitzt auf einem Schimmel und stellt den heiligen Martin dar. In manchen Orten wird dieser Brauch auch "Martinsritt" genannt. 
Häufig wird auch die Schenkung des Mantels an einen Bettler nachgestellt. Bei dem Umzug werden Martinslieder gesungen. Zum Abschluss gibt es häufig ein großes Martinsfeuer. Vielerorts erhalten die Kinder einen Weckmann aus Hefeteig mit Rosinen, der regional unterschiedliche Bezeichnungen trägt. "Martinsmann" oder "Dambedei" heißt er in Baden und "Stutenkerl" in Westfalen.

 

In Süddeutschland sind kleine "Martinsgänse" aus Keks- oder Hefeteig oder auch Laugenbrezeln üblich. In einigen Teilen des Ruhrgebiets, des Sauerlands und anderen Teilen Deutschlands erhalten die Kinder eine Martinsbrezel. Es ist eine Brezel aus süßem Hefeteig, bestreut mit Hagelzucker. 
Bei uns in Krefeld bekommen die Kinder eine Martinstüte mit Süßigkeiten gefüllt. 
Natürlich ist der Stutenkerl auch drin.

 

Viel wahrscheinlicher als diese Legenden ist es, dass eine am Martinstag Lehnspflicht, eine Art Abgabe, fällig war. Da diese häufig aus einer Gans bestand, bildete sich die Bezeichnung Martinsgans heraus. Und weil der Martinstag traditionell mit einer Kirmes oder einem Tanzmusikabend gefeiert wurde, bot es sich an, die Gans zum Festessen zu machen und sie zu verspeisen. Traditionell wird die Gans in Deutschland mit Rotkohl und Semmelknödeln oder Kartoffelklößen gegessen.

 

Im Anschluss an den Martinszug wird vielerorts auch das Martinssingen praktiziert. Die Kinder gehen mit ihren Laternen von Haus zu Haus mit Gesang, und bitten um Süßigkeiten, Gebäck, Obst und andere Gaben.. Es gibt zahlreiche lokale Bezeichnungen für diesen Brauch, im Rheinland nennt man es "Kötten", "Schnörzen", "Dotzen" oder "Gribschen". 
Ein ähnlicher Brauch ist das Martinisingen in Ostfriesland und anderen evangelischen Gegenden, das am Abend des 10. November stattfindet und sich auf Martin Luther bezieht. Dazu zählt auch das "Hammer-Hüt" ,benannt nach dem Klopfen mit einem Hammer auf eigens dazu angebrachten Brettchen. (Quelle: Wikipedia)


 

Zwei Sonntage vor dem 1. Advent findet immer der Volkstrauertag statt. An diesem Tag wird an die gefallenen deutschen Soldaten der beiden Weltkriege und den Opfern der Gewaltherrschaft gedacht. 
Zwischen dem Volkstrauertag und dem Totensonntag liegt der Buß- und Bettag. 
Es ist ein Feiertag der evangelischen Kirche. Die Gläubigen sollen sich an diesem Tag mehr Gott zuwenden, zu Gott beten und ihre Sünden bereuen. 
Der erste Adventssonntag liegt meistens als letzter Sonntag im November. 
Mit dem 1. Advent beginnt die Adventszeit und es beginnt auch das Warten auf Weihnachten.

 

 30. NOVEMBER ST. ANDREAS

  

Um diesen Tag gibt es viele Orakel und Bräuche. Sie werden Andreas ? Orakel genannt und es dreht sich um die Liebe. Der Apostel Andreas gilt als Verkünder der Zukunft. 
 
Andreas-Orakel

 

Tremmelziehen (Sachsen): 

Das Mädchen zieht um Mitternacht schweigend einen Holzscheit, einen Tremmel aus dem Holzstoß. Ist dieser gerade, bekommt sie einen schönen, gerade gewachsenen Mann, ist er krumm, bekommt sie einen krummen alten Mann.

 

Apfelorakel (Hessen): 
Das Mädchen muss sich von einer Witwe,schweigend, ohne sich zu bedanken, einen Apfel schenken lassen. 
Die eine Hälfte des Apfels soll sie vor Mitternacht essen und die andere Hälfte um Mitternacht. 
Nachts wird sie dann von ihrem zukünftigen Mann träumen.

 

Weinorakel (im Harz): 
Das Mädchen muss vor dem Schlafengehen zwei Becher Wein trinken. 
Nachts träumt sie dann  von ihrem zukünftigen Ehemann.

 

Andreasreiser: 
Am Andreastag schneidet man nach einem besonderem Ritual Zweige und stellt sie ins Wasser. Sie müssen um sechs Uhr, um neun oder um zwölf Uhr geschnitten werden. 
Die Zweige müssen von sieben bzw. neun verschiedenen Sträuchern und Bäumen sein. Während man die Zweige schneidet, darf man nicht sprechen und es darf niemand einen dabei beobachten. 
Drei der Zweige werden mit farbigen Bändern, umwunden. Sie symbolisieren die drei Wünsche. Wenn die Zweige zu Weihnachten blühen, dann gehen die Wünsche in Erfüllung.


 

BAUERNREGELN


Ist der November kalt und klar, wird trüb und mild der Januar. 
Tummelt sich im November die Haselmaus, bleibt der Winter noch sehr lange aus.
Bringt November Morgenrot, der Aussaat dann viel Schaden droht. 
Wenn rauh des Hasen Fell, ist der Winter bald zur Stell. 
Wenn im November die Wasser steigen, wird sich im Frühling viel Regen zeigen. 
Fällt im November das Laub sehr früh zur Erden, soll es nächstes Jahr ein feiner Sommer werden. 
Wenn im November die Sterne stark leuchten, lässt dies auf baldige Kälte deuten. 
Friert im November früh das Wasser, dann wird der Jänner um so nasser.
Im November wässere die Wiesen, wenn das Gras soll reichlich sprießen. 
Sitzt im November das Laub fest an den Ästen, kommt bald der Winter mit strengen Frösten. 
Fliegen im November noch Sommerfäden, wirst du lang' nicht vom Frühling reden.

 

1. November- Allerheiligen 
Bricht vor Allerheiligen der Winter ein, so herrscht um Martini (11.November) Sonnenschein. 
Allerheiligen feucht, wird der Schnee nicht leicht. 
Allerheiligenreif macht den Winter stark und steif.


4. November- Karl, Karolus 
Wenn`s an Karolus stürmt und schneit, lege deinen Pelz bereit. 
Und heiz dem Ofen wacker ein - bald zieht die Kälte bei dir ein.


11. November - Martin 
Ist es um Martini trüb, wird der Winter auch nicht lieb. 
Nach Martinitag viel Nebel sind, so wird der Winter meist gelind. 
Wenn um St.Martin Regen fällt, ist`s um den Weizen schlecht bestellt.


15. November - Leopold 
Der heilige Leopold ist dem Altweibersommer hold.


17. November- Gertrud 
Tummeln sich an Gertrud noch Haselmäuse, ist es noch weit mit des Winters Eise.


19. November - Elisabeth 
St.Elisabeth sagt`s an, was der Winter für ein Mann.


20. November- Mariä Opferung, Mariä Tempelgang 
Mariä Opferung klar und hell, naht ein strenger Winter schnell. 
Mariä Opferung klar und hell, macht den Winter streng und ohne Fehl.


23. November - Klemens 
Dem heiligen Klemens traue nicht, er hat selten ein mild Gesicht.


25. November- Katharina 
Wie das Wetter um Kathrein, wird auch der nächste Hornung sein. 
Schafft Katharina vor Frosten sich Schutz, so watet man lange draußen im Schmutz. 
Wie das Wetter an Sankt Kathrein, wird es den ganzen Winter sein.


26. November- Konrad 
Noch niemals stand ein Mühlenrad an Konrad, weil er Wasser hat.


27. November- Virgilius 
Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.


30. November- Andreas 
Andreasschnee tut den Saaten weh. 
Es verrät dir die Andreasnacht, was wohl so das Wetter macht. 
Hält St.Andrä den Schnee zurück, so schenkt er reiches Saatenglück.


 

NOVEMBER
Heinrich Seidel  

 

Solchen Monat muss man loben; 
Keiner kann wie dieser toben, 
keiner so verdrießlich sein, 
und so ohne Sonnenschein! 
Keiner so in Wolken maulen, 
keiner so mit Sturmwind graulen! 
Und wie nass er alles macht! 
Ja, es ist 'ne wahre Pracht. 


Seht das schöne Schlackerwetter! 
Und die armen welken Blätter, 
wie sie tanzen in dem Wind 
und so ganz verloren sind! 
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt 
und sie durcheinanderwirbelt 
und sie hetzt ohn' Unterlass; 
Ja, das ist Novemberspaß! 

Und die Scheiben, wie sie rinnen! 
Und die Wolken, wie sie spinnen 
Ihren feuchten Himmelstau 
Ur und ewig, trüb und grau! 
Auf dem Dach die Regentropfen: 
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Und an jeder Traufe hängt 
Trän' an Träne dicht gedrängt.


O, wie ist der Mann zu loben, 
Der solch unvernünft'ges Toben 
Schon im voraus hat bedacht 
Und die Häuser hohl gemacht! 
So dass wir im Trocknen hausen 
Und mit stillvergnügtem Grausen 
Und in wohlgeborgner Ruh 
Solchem Gräuel schauen zu!


TOTENSONNTAG, EWIGKEITSSONNTAG, CHRISTKÖNIGSONNTAG...



Die Katholische Kirche feiert zum Andenken an die Verstorbenen den Feiertag Allerseelen.   Die  Reformation lehnte jedoch einen speziellen Totengedenktag ab. Sie verwies auf das Evangelium des Matthäus 8,22, in welchem zu lesen ist: "Lasset die Toten ihre Toten begraben."

In der Bevöllkerung aber bestand der Wunsch nach einem Trauertag für die Toten. So bestimmte die Brandenburger Kirchenordnung im Jahre 1540, dass der letzte Sonntag vor dem Advent den Zweck dieses Gedenkens erfüllen sollte.

 

Fast 280 Jahre später wurde dies geändert und der Gedenktag ofiziel gemacht. Durch eine Kabinettsorder vom 24. April 1816 und einer Verordnung vom 25.November des selben Jahres, wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen bestimmt, dass der letzte Sonntag vor dem 1. Advent, zur Erinnerung an die Verstorbenen, zum allgemeinen Kirchenfest wurde. Es sollte auch für die evangelische Kirche in den preußischen Gebieten ein Gegenfeiertag zum katholischen Allerseelentages sein.

Gründe dafür waren, das Gedenken an die Gefallenen der Befreiungskriege, die Trauer um die verstorbene Königin Luise (1810) und das Fehlen eines Totengedenkens im evangelischen Kirchenjahr.

 

Bis 1954 blieben  dennoch in der lutherischen Agende  Vorbehalte gegen diesen Feiertag. Im Sprachgebrauch wird der Totensonntag als Gedenktag der Entschlafenen bezeichnet. Der Totensonntag ist kein gesetzlicher Feiertag, aber ein stiller Feiertag in Deutschland.

Der letzte Sonntag des Kirchenjahres hat unterschiedliche Namen:

 

Totensonntag als Erinnerung an die erkennbare Äußerste Grenze des menschlichen Lebens und Tag des Gedenkens.

 

Ewigkeitssonntag als Trost in der Angst vor dem Sterben.

 

Tag des jüngsten Gerichts als Erinnerung an das letzte Wort, das Gott über uns sprechen wird.

 

Letzter Sonntag des Kirchenjahres als Mahnung, dass der letzte Tag unseres Lebens kommen wird.

 

Am Totensonntag ist es üblich, die Friedhöfe zu besuchen und die Gräber zu schmücken. In den Gottesdiensten wird der im vergangenen Kirchenjahr Verstorbenen gedacht.  In vielen Friedhofskapellen werden Gottesdienste für die verstorbenen Familienangehörigen abgehalten. In so manchen Gemeinden werden, vom Klang der Gebetsglocke begleitet, die Namen der im ablaufenden Kirchenjahr Verstorbenen verlesen und in die Fürbitte mit eingeschlossen. Es wird auf die Auferstehung der Toten und auf das Kommen Christi und des Reiches Gottes hingewiesen und gebetet.


Die katholische Kirche feiert am letzten Sonntag des Kirchenjahres das HochfestChristkönigsfest, als Erinnerung an die Macht und die Herrlichkeit Jesu Christi. Dem gläubigen Katholiken wird zu diesem Anlass Ablass gewährt, sofern er mit der Gemeinde das "Jesu dulcissime, Redemptor" betet. Tut er dies nicht öffentlich, jedoch ansonsten andächtig, so wird ihm ein Teilablass zugestanden.

Die Orthodoxe Kirche begeht den Sonntag des jüngsten Gerichts am vorletzten Sonntag vor der großen Fastenzeit.

 

Weihgebet:

(V) O liebster Jesus, Erlöser des Menschengeschlechtes, blicke gnädig auf uns herab, die wir in Demut vor deinem Altare knien. Dein sind wir, dein wollen wir bleiben. Damit wir aber noch inniger mit dir verbunden werden, so weiht sich heute jeder von uns freudig deinem heiligsten Herzen. Viele haben dich leider niemals erkannt, viele haben deine Gebote verachtet und dich von sich gestoßen.

 

(A) Erbarme dich ihrer, o gütiger Jesus, und ziehe alle an dein heiligstes Herz.

 

(V) Sei du, o Herr, König nicht nur der Gläubigen, die nie von dir gewichen sind, sondern auch der verlorenen Söhne, die dich verlassen haben.

 

(A) Gib, dass sie bald ins Vaterhaus zurückkehren, damit sie nicht vor Elend und Hunger zugrunde gehen.

 

(V) Sei du König auch über die, welche durch Irrtum getäuscht oder durch Spaltung von dir getrennt sind.

 

(A) Rufe sie zum sicheren Hort der Wahrheit und zur Einheit des Glaubens zurück, auf dass bald eine Herde und ein Hirt werde.

 

(V) Verleihe, o Herr, deiner Kirche Wohlfahrt, Sicherheit und Freiheit. Schenke allen Völkern Ruhe und Ordnung. Gib, daß von einem Ende der Erde bis zum andern der gleiche Ruf erschalle:

 

(A) Lob sei dem göttlichen Herzen, durch das uns Heil gekommen ist. Ihm sei Ruhm und Ehre in Ewigkeit. Amen.

 

 

ALLERHEILIGEN UND ALLERSEELEN -

GESCHICHTE UND BRAUCHTUM...



Allerheiligen ist ein christliches Fest. An diesem Tag wird aller Heiligen gedacht. Auch solcher, die nicht heiliggesprochen wurden und um die Heiligen, um die niemand weiß, außer Gott. Es ist ein "Sammelfest", ein Hochfest der katholischen Kirche. Da man nicht jeden Tag einen Heiligen feiern konnte, wurde dieses Sammelfest von Papst Bonifatius IV. am 13. Mai 609 oder 610 ins Leben gerufen. Ursprünglich wurde dieses Fest am Freitag nach Ostern gefeiert.


Papst Bonfatius IV.,  hat damals das heidnische römische Pantheon in Rom – zuvor ein Heiligtum der antiken Götter– der Jungfrau Maria und allen Märtyrern geweiht. Er ordnete eine jährliche Feier an. Hundert Jahre später, weihte Papst Gregor III. eine Kapelle in der Basilika St. Peter allen Heiligen. Er legte für die Stadt Rom den Feiertag auf den 1. November.

Ende des 8. Jahrhunderts verbreitete sich über Frankreich dieser Termin in der gesamten Westkirche. Papst Gregor IV. hat 835 Allerheiligen für die gesamte Westkirche auf den 1. November festgelegt. Ausgehend von der Benediktinerabtei Cluny,  wurde seit Ende des 10. Jahrhunderts, am 2. November mit Allerseelen zusätzlich ein Gedenktag aller Verstorbenen gehalten. Andere Kirchen und Glaubensrichtungen haben ihre individuellen Termine für ihr Allerheiligenfest.

Im frühen christianisierten Irland  wurde Allerheiligen, im  4. und 5.Jahrhundert nach Christus, zunächst im Frühjahr gefeiert.


Allerheiligen ist in Deutschland ein sogenannter stiller Feiertag. Das heißt, dass an diesem Tag keine Tanzveranstaltungen durchgeführt werden dürfen und laute Musik verboten ist.


In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt. Nicht unbedingt um sie zu segnen, sondern, um die Qualen der Seelen in der Hölle zu lindern. Man stellte Speisen auf das Grab (Brot, Wein, Bohnen) und zündete Kerzen an. Auf den Gräbern von Selbstmördern durften keine Kerzen entzündet werden, weil es hieß, dass deren Kinder ebenfalls zu Selbstmördern würden.

Das Licht auf den Gräbern wird verschieden gedeutet. Es soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zum Ruheplatz des Körpers weisen. Es Heißt auch, dass das Licht die Seelen wärmen soll. An anderen Orten ist das Licht eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten und es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellte, sollte alle, die nächstes Jahr starben, über die Gräber gehen sehen. Die Toten selbst nennen diejenigen, die im nächsten Jahr sterben.


Nicht nur auf dem Friedhof, auch zu Hause pflegt man die Toten. Speisen und Trank (Milch, Wasser, Krumen) bleiben auf dem Tisch stehen. Im Tal der Mosel aß man am Abend von Allerseelen Hirsebrei. Man nahm an, dass so viele Körner man isst, so viele Seelen man aus dem Fegfeuer befreit. Zur Kühlung der leidenden Seelen wird Mehl in das Feuer geschüttet. Keine leere Pfanne darf auf dem Ofen stehen, damit sich nicht eine arme Seele versehentlich hinein setzt. Keine Ofengabel darf verkehrt herum stehen, es würde die arme Seele schmerzen. Kein Messer darf verkehrt herum auf dem Tisch liegen, die arme Seele müsste darauf sitzen. Das Herdfeuer bleibt Tag und Nacht brennen, denn besonders die Seelen, die die „kalte Pein” erlitten, sollten sich wärmen können. Man stellte in den Räumen brennende Lichter auf, vor denen die Lebenden für die Ruhe der Seelen beteten. Das Licht sollte den Seelen zum ewigen Licht verhelfen. Die ganze Nacht über brannte ein Licht, das nicht mit Öl, sondern mit Fett oder Butter gespeist wurde, damit die Seelen ihre Brandwunden kühlen konnten.

Nach altem christlichen Volksglauben, der auch in evangelischen Gebieten verbreitet war, stiegen die Armen Seelen an Allerseelen aus dem Fegfeuer zur Erde auf. Sie ruhten sich für kurze Zeit von ihren Höllenqualen aus. Es wurden Speisen für die Seelen, für Arme, Mönche, Nonnen und Patenkinder bereitgestellt.   Zu den Speisen gehörten  z.B. ein Seelspitzbrot, ein Gebildebrot, oder Seelenkuchen, kleine runde Mürbeteigkekse mit Rosinenaugen und Mündern aus kandierten Kirschen, oder Seelenbrote, Seelenzopf, Stuck, Allerseelenbrötchen . Gebete, Licht und Weihwasser prägten diesen Tag. An manchen Orten finden feierliche Prozessionen der Gläubigen auf den Friedhof statt. Es werden dort auch die Priestergräber besucht. Früher forderten  mancherorts die Kinder, " Um der armen Seelen willen” ,   Äpfel, Getreide, Mehl, Schmalz, Geld und vor allem Brot. Es gab Gegenden, wo die Kinder auf den Gräbern kleine Münzen suchten und fanden, Sie wurden hingelegt,  damit sich die Kinder von dem Geld „Seelenbirnen” oder Gebäck kaufen konnten.


Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben. Es drohten Spuk, Zauber und alle Geister und Dämonen hatten freies Schalten und Walten. Am Tag selber war einiges verboten, z.B das Säen von Korn oder die Gämsenjagd. Mit dem Allerseelentag endete in früheren Jahrhunderten das alte Wirtschaftsjahr. Das neue begann mit Martini.


HALLOWEEN -

URSPRUNG UND GESCHICHTE...



Halloween kommt von All Hallows' Eve (Allerheiligenabend). Ursprünglich war es ein irischer  Volksbrauch am Vorabend von Allerheiligen. Es wird in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. Novembe gefeiert. Dieser Volksbrauch wurde von irischen Einwanderern ab 1830 in den USA als Erinnerung an die europäische Heimat aufgegriffen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Halloween in den USA, neben Weihnachten und dem Thanksgiving-Fest, zu einer der wichtigsten Feiern.


Der Halloweenbrauch ist auf die Bräuche und Traditionen aus der Keltenzeit, wie das Samhainfest, zurückzuführen. Es handelt sich um das zweite wichtige Fest der Kelten. Die Kelten, welche das Jahr vom November an rechneten, feierten zu Beginn des Monats November ein großes Totenfest. Auf keltischen Gebieten war das Anzünden großer Feuer üblich. Für die keltische Bevölkerung war es eine Zeit gewesen, in welcher man sich gegen übernatürliche Kräfte wappnen musste.


Der älteste, wenn auch unsichere Hinweis auf das Samhain-Fest entstammt dem Kalender von Coligny aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Dabei wird mit Samhain auf ein Fest des Sommerendes hingewiesen. Das keltisches Wort für Sommer ist samos, gälisch samhuinn, oder das irogälische Wort für Versammlung, samain.


Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich aus den christlichen Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen, die in Europa im 7. bis 8. Jahrhundert eingeführt wurden. Es ist nachgewiesen, dass die Kirche seit dem 8. Jahrhundert versucht hat, solche „heidnischen Riten“ abzuschaffen. Einzelne Aspekte der Halloweenfeierlichkeiten in den Ursprungsländern waren bereits in der frühen Neuzeit umstritten.


Eine gewisse Ähnlichkeit und Konkurrenz besteht in den USA zum mexikanischen Brauchtum am Tag der Toten.
Aufgrund der Attraktivität von Halloween, wurde dieser Brauch von anderen Volksgruppen übernommen und er entwickelte sich zu einem der wichtigen Volksfesten in den USA und Kanada. Der Brauch, Kürbisse zum Halloween-Fest aufzustellen, stammt ebenfallsaus Irland.


Der irischen Sage nach,  lebte in Irrland der Bösewicht Jack Oldfield. Dieser fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er Jack Oldfield fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Nach Jacks Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber auch in die Hölle durfte Jack natürlich nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Doch der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern könne. Der Ursprung des beleuchteten Kürbisses war demnach eigentlich eine beleuchtete Rübe, doch da in den USA Kürbisse in großen Mengen zur Verfügung standen, höhlte man stattdessen einen Kürbis aus. Dieser Kürbis war seither als Jack O’Lantern bekannt. Um böse Geister abzuschrecken, schnitt man Fratzen in Kürbisse, die vor dem Haus den Hof beleuchteten.



Der bekannteste Brauch besteht darin, dass Kinder von Haus zu Haus gehen und mit „Süßes oder Saures“ Streich oder Leckerbissen (englisch trick or treat) die Bewohner auffordern, ihnen Süßigkeiten zu geben. Sonst würden sie ihnen Streiche spielen. Verkleidungen sind zu Halloween sehr beliebt. Kinder wie Erwachsene verkleiden sich als Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Vampire und Ähnliches. Typische Halloweenfarben sind schwarz, orange, grau, weiß, gelb und rot.


Interessant ist die aktuelle Entwicklung von Halloween als Re-Import aus den USA. US-amerikanische Halloweenbräuche verbreiteten sich von Frankreich ausgehend, im Verlauf der 90er Jahre, nach Europa. Hier erhielten sie einen fröhlichen und weniger schaurigen Charakter, als in Nordamerika. Während in den USA öffentliche Klassenzimmer mit Hexenmotiven oder Rathausvorplätze mit Jack O’Lanterns geschmückt werden, ist Halloween-Schmuck in Europa auf einzelne Geschäftslokale oder Privaträume beschränkt. Speziell der Ausfall des Karnevals wegen des Golfkriegs 1991 förderte das Ausweichen auf den anschließenden Herbsttermin. (Quelle:Wikipedia)



DER OKTOBER...


 

Reifmond, der goldene Oktober

 

Im Gregorianischen Kalender ist der Oktober der zehnte Monat des Jahres. Der Oktober hat 31 Tage. Es ist der Monat, in dem die Zeit von der Sommerzeit auf Normalzeit umgestellt wird. Der Oktober ist der längste Monat des Jahres.

Die Römer nannten ihren achten Monat des Jahres mensis october (lat. octo = acht). Obwohl der Monat nach der Julianischen Kalenderreform 46 vor Ch. an die zehnte Stelle verschoben worden ist, ist es bei seinem römischen Namen geblieben. Bei der Übertragung von früheren Datumsangaben alter Schriften wird dies manchmal übersehen.

Zur Regierungszeit Kaiser Tiberius schlug der Senat vor den Oktober nach seiner Mutter Livia Drusilla in „Livius“ umzubenennen. Das lehnte der Kaiser jedoch ab, um nicht eine Gleichrangigkeit mit seiner Mutter akzeptieren zu müssen. Zur Regierungszeit Kaiser Domitian wurde der Monat in „Domitianus“ umbenannt, aber der Name setzte sich nicht durch. (Quelle: Wikipedia)



Alte Namen für den Oktober sind: 

Gilbhart      - das Gelb werden der Blätter 
Weinmonat – bezieht sich auf die Weinlese 
Dachsmond – in der Jägersprache 
Reifmond    – es setzen die ersten Nachtfröste ein.


Im Mittelalter galt der Oktober als ein heiliger Monat. Früher bevorzugte man im Oktober zu heiraten. Auch die Könige heirateten meistens im Oktober. In dieser Zeit beginnt die Weinlese und die weitere Verarbeitung der Trauben und deshalb nannte man den Oktober im Altdeutschen auch „Windumemanoth“ = „Weinlesemonat“ oder„Weinmonat“. Schon Karl der Große soll den Oktober so genannt haben. Ein anderer altdeutscher Name ist „Gilbhart“, weil die Blätter sich gelb färben, Gilb und viel = hart. Bei den Jägern nannte man den Oktober „Dachsmonat“, denn in dieser Zeit wurde das Tier gejagt wegen seines angesetzten Winterspecks. Im Mittelalter war das Fett des Dachses sehr begehrt, weil man ihm besondere Heilkräfte zu schrieb.


Im Oktober zeigt sich der Herbst in seiner vollen Pracht. „Der goldene Oktober„ wird er genannt, wenn er uns noch einige Sonnentage schenkt. Seine Farben sind Gelb, Orange, Rot und Braun. Das Licht ist mild und golden. Friedlich, zufrieden und doch etwas wehmütig wird es ums Herz. Die Tage werden kühler und kürzer und die Nächte lang und manchmal setzt schon der erste Nachtfrost ein.


Wenn das Jahr gut war und die Ernte eingefahren wurde, die Vorratskammern, Kornspeicher und Scheunen voll sind und somit das Überleben im Winter gesichert ist, dann wird gefeiert. Zu diesen Festen gehört auch das Erntedankfest. In vielen Kirchengemeinden werden Erntedankfest Gottesdienste abgehalten, in Kindergärten und Schulen werden Erntedankfest Theaterstücke aufgeführt und in vielen Gemeinden die Herbstkirmes mit Tanz gefeiert.


Seit 1861 findet das Erntedankfest in evangelischen Regionen am ersten Sonntag im Oktober statt. Traditionell wird eine wagenradgroße Krone angefertigt. Es ist ein Kranz aus Garten- , Feldfrüchten, Kornähren und bunten Bändern in den Farben des Herbstes. 1884 verfügte Papst Leo XIII., dass den ganzen Oktober über, in allen katholischen Pfarrkirchen, der Rosenkranz gebetet werden soll. Ende der 50-er Jahre wurde diese Vorschrift aufgehoben und im Jahr1974 wurde von Papst Paul VI. weiterhin das familiäre Rosenkranzgebet empfohlen. Das Rosenkranzgebet wird dem Oktober zugeordnet.


Ende des Monats findet das große keltische Totenfest Samhain statt, das in der Römisch-Katholischen Kirche als das Allerheiligenfest am 1.November gefeiert wird. Viele alte Bräuche sind durch die Jahrhunderte nicht mehr überliefert worden und durch die Christianisierung wurden diese heidnische Festtage anderen Heiligen zugeordnet.



Das Oktoberfest


Das größte Volksfest der Welt ist das Münchener Oktoberfest, das am ersten Sonntag im Oktober endet. Am 12.10.1810 vermählte sich der Kronprinz Ludwig I. von Bayern mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Der Kronprinz wollte die Bewohner seiner Hauptstadt an diesem Ereignis teilnehmen lassen. Zur Erinnerung daran wird jährlich das Fest gefeiert. Heute, wie damals, findet das Fest auf der Theresienwiese statt.


Am 16.Oktober feiert man in manchen Gegenden den Gallustag. Es ist ein Festtag zu Ehren eines irischen Mönches aus dem 7. Jahrhundert. Nach ihm wurde die Abtei St. Gallen und die Stadt St. Gallen gegründet und benannt. Nach dem Gallustag wurde geschlachtet, weil es kalt genug war, das Pökelfleisch zu bevorraten. In vielen Gegenden wird der Gallustag als Kirchweihfest gefeiert. In Rüdesheim z. B. gibt es heute noch den Gallusmarkt mit mittelalterlichen Ritterspielen, Handwerkern, Gauklern und Händlern. Diese prächtigen Märkte waren schon zur Zeit der Staufer abgehalten worden.


In vielen Regionen gibt es im Oktober Kartoffelfeste und Kartoffelmärkte, weil die Kartoffelernte eingefahren wird. Früher war es der Lukastag, der 18. Oktober, an dem die letzten Kartoffeln eingesammelt wurden. Auf den Kartoffelfeldern wurden die Reste des Laubs verbrannt und die Erntehelfer haben dann in diesem Feuer die frisch ausgegrabenen Kartoffeln gebacken.



Der 31.Oktober – Reformationstag


Im Gedenken an den Mönch Martin Luther, der am Tag vor Allerheiligen, 1517 an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen in lateinischer Sprache, zu Ablass und Buße, angeschlagen hatte, um eine akademische Disputation herbeizuführen. Damit leitete er die Reformation der Kirche ein. Zunächst wurden Luthers Geburts- und Todestag als Gedenktage gefeiert. Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen setzte 1667 den 31. Oktober als Feiertag fest, der sich dann in den meisten Ländern durchsetzte.

 

Der 31. Oktober – Halloween

 

Angeblich ist Halloween ein Fest keltischen Ursprungs. Es soll sich um das zweit wichtigste Fest der Kelten, neben dem Frühjahrsfest Beltane, gehandelt haben aber es ist nicht bewiesen, dass es eine Verbindung zum keltisch-angelsächsischen Fest des Totengottes „Samhain“ gibt. Der älteste, wenn auch unsichere Hinweis auf das Samhain-Fest stammt aus dem Kalender von Coligny, aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. Samhain wird auf ein Fest des Sommerendes hingewiesen (keltisch samos, gälisch samhuinn für „Sommer“), oder auf das irogälische Wort für Versammlung, samain. Ein Totengott Samhain ist historisch nicht nachgewiesen. Erst in späten mittelalterlichen Schriften wird ein Bezug auf Gebräuche der Kelten zum Totenreich hingewiesen. Begangen wurde das Fest auf Hügeln mit Freudenfeuern (engl. „bonefires“), was wörtlich „Knochenfeuer“ bedeutet. Es deutet auf das Verbrennen von Knochen des Schlachtviehs hin. Das Verkleiden diente der Vertreibung böser Geister. Auch „Knochenlesen“, Wahrsagerei war üblich gewesen.



 

Bauernregeln

 

Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter kündt. 
Warmer Oktober bringt fürwahr, stets einen kalten Februar. 
Ist der Oktober warm und fein, kommt ein scharfer Winter drein. Ist er aber nass und kühl, mild der Winter werden will. 
Schneit's im Oktober gleich, wird der Winter weich.


 

1. Oktober: St. Remigius 
Regen an Sankt Remigius bringt den ganzen Monat Verdruss.


 

2. Oktober: St. Leodegard 
Laubfall an Sankt Leodegar, kündigt an ein fruchtbar Jahr.


 

6. Oktober: St. Brun
Sankt Bruno, der Kartäuser, lässt die Fliegen in die Häuser.


 

9. Oktober: St. Dionysius 
Regnets's an Sankt Dionys, wird der Winter nass gewiss.


 

14. Oktober: St. Burkhard 
Sankt Burkhard Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein.


15. Oktober: St. Theresa 
Zu Theres' beginnt die Weinles'.


16. Oktober: St. Hedwig und St. Gallus 
Sankt Hedwig und Sankt Gall' machen das Schneewetter all'. 
Gießt Sankt Gallus wie ein Fass, wird der nächste Sommer nass; ist der trocken folgt vom Sommer noch ein Brocken. 
An Sankt Hedwig und Sankt Gall schweigt der Vögel Schall.


18. Oktober: St. Lukas 
Wer an Lukas Roggen streut, es im Jahr darauf nicht bereut.


20. Oktober: St. Wendelin 
Sankt Wendelin, verlass uns nie, schirm unsern Stall, schütz unser Vieh.


21. Oktober: St. Ursula 
Zu Ursula muss das Kraut herein, sonst wird's noch lange draußen sein. 

Lacht Ursula mit Sonnenschein, wird wenig Schnee vorm Christfest sein.


23. Oktober: St. Severin 
Wenn's Sankt Severin gefällt, so bringt er mit die erste Kält'.


25. Oktober: St. Crispinus und St. Crispnianus 
Mit Crispin sind alle Fliegen hin.


26. Oktober: St. Albin 
Warmer Sankt Albin bringt fürwahr stets einen kalten Januar.


28. Oktober: Apostel Simon und Apostel Judas 
Ist's an Judas hell und klar, gibt's Regen erst an Cäcilia (22. November). 
Bevor du Simon und auch Judas schaust, pflanze Bäume, schneide Kraut.


31. Oktober: St. Wolfgang 

Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen.




Oktoberlied
Theodor Storm  

Der Nebel steigt, es fällt das Laub; 
Schenk ein den Wein, den holden! 
Wir wollen uns den grauen Tag 
Vergolden, ja vergolden!


Und geht es draußen noch so toll, 
Unchristlich oder christlich, 
Ist doch die Welt, die schöne Welt, 
So gänzlich unverwüstlich!


Und wimmert auch einmal das Herz, - 
Stoß an und lass es klingen! 
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz 
Ist gar nicht umzubringen.


Der Nebel steigt, es fällt das Laub; 
Schenkt ein den Wein, den holden! 
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!


Wohl ist es Herbst; doch warte nur, 
Doch warte nur ein Weilchen! 
Der Frühling kommt, der Himmel lacht, 
Es steht die Welt in Veilchen.


Die blauen Tage brechen an, 
Und ehe sie verfließen, 
Wir wollen sie, mein wackrer Freund, 
Genießen, ja genießen.


 

DER SEPTEMBER...


 

Herbstmod, Holzmond, Engelmonat

 

Im Gregorianischen Kalender ist der Monat September der neunte Monat und er hat 30 Tage. Alte deutsche Namen für den September sind Herbstmond, Herbsting, Holzmonat, Scheiding und Engelmonat.


Herbstmond - der Sommer ist zu Ende. 
Holzmond    
 - jetzt werden die Holzvorräte für den Winter geschlagen. 
Scheiding
     - Scheide zwischen der warmen und der kalten Jahreszeit. 
Engelmonat
 - im September werden die vier Erzengel geehrt.


Übrigens war der September im römischen Kalender der siebte Monat und lateinisch heißt "Septem", Sieben. Zur Zeit der Herrschaft des Kaisers Domitian wurde der Monat in "Germanicus" umbenannt. Im Gegensatz zu Juli und August (nach Julius und Augustus benannt) setzte sich der Monatsname Germanicus nicht durch.


Der Monat September lässt etwas Melancholie aufkommen, denn es gilt Abschied zu nehmen. Abschied von einem langen und schönen Sommer. Der Urlaub und die Ferien gehen zu Ende, die Zugvögel brechen in wärmere Gefilde auf und die langen, hellen Sommerabende sind nun auch vorbei. Der September ist nicht nur eine Zeit des Abschieds, sondern auch der Monat, der uns reichlich Feld- , Wald- und Gartenfrüchte bereithält. Es ist die Bevorratung für die kommenden Wintermonate. Ein wenig Wehmut kommt da schon auf, aber der September schenkt uns auch noch einige angenehme Spätsommertage. Die Hitze des Sommers ist vorüber und die Sonne steht am Himmel niedriger als im Juni und Juli.



Altweibersommer


Die letzten "goldenen Sommertage" des Jahres nennt man Altweibersommer. Mit alten Weibern hat es jedoch nichts zu tun. "Weiben" ist ein altdeutsches Wort und es bedeutet das verknüpfen der Spinnfäden. Heute weiß man, dass die Spinnen jetzt besonders fleißig sind und die Jungspinnen lassen sich an diesen Fäden vom Wind durch die Luft tragen. Zu dieser Jahreszeit ist es Nachts bereits kühl und in den Morgenstunden bildet sich Nebel und Tau, der die vielen Spinnennetze und Spinnfäden erstrahlen lässt. Früher glaubte man, es seien die Lebensfäden der Menschen, die von den Schicksalsgöttinen, den Nornen, gesponnen wurden. Wenn ein Spinnfaden an einem hängen bleibt, soll es demjenigen Glück bringen.


Almabtrieb,Alpabtrieb, Viehscheid


Spätestens Ende September werden die Kühe von den Almen in die Täler getrieben. So bezeichnet man im Alpenraum die Überführung des Viehs von den Bergweiden ins Tal. Dort überwintern die Tiere auf den Bauernhöfen, in den Stallungen. Der Almabtrieb wird zeitlich bestimmt durch das Ausbleiben des Graswachstums oder durch Kälteeinbrüche. Er findet regional unterschiedlich statt, und zwar zwischen Mitte September und Mitte Oktober. In früheren Zeiten fürchteten die Menschen, dass beim Almabtrieb das Vieh durch böse Mächte gefährdet sei. Eine besondere Rolle spielt dabei die Leitkuh, die Kranzkuh. Sie führt die Herde auf ihrem Weg in die heimischen Ställe an. Die Leitkuh bekommt einen ungewöhnlich großen Kopfschmuck aus Zweigen, Blumen, Gräsern und Bändern in Form einer Krone geflochten. Für den Kopfschmuck der Tiere wird traditionell der Almrausch, die Alpenrose, oder Latschenkiefer, Silberdistel und Seidenblumen verwendet. Oft zeigt der Kranz ein Kreuz, mit dem, um den Schutz des Himmels gebeten wird. Außerdem wird die Kranzkuh mit Spiegel und Glocken zur Abwehr und Schutz vor bösen Geistern, dem bösen Blick und vor dem Verhexen, geschmückt. Die Bräuche beim Almabtrieb sind von Tal zu Tal unterschiedlich. Sie werden aber meistens festlich begangen. Im Frühsommer, meist um Pfingsten herum, erfolgt dann wieder der Auftrieb, jedoch ohne besondere Veranstaltungen.


Herbstanfang


Zwischen dem 22. und 23 September ist die Tagundnachtgleiche. Die Tagundnachtgleiche war früher mal ein heidnisches Herbstfest. Um den 21. bzw. 23. September feierten die Kelten und Germanen die Herbst Tagundnachtgleiche - das Herbst-Äquinox. Dieses Fest ist mit einem "Erntedankfest" vergleichbar. Es wird auch als "das zweite Erntefest" oder Mabon, bezeichnet. In dieser zweiten Ernte geht es aber nicht mehr um das Getreide und Korn, das eingebracht wird, sondern hauptsächlich um Trauben, reife, rote Äpfel, Holunder und Nüsse. Es geht hier um die Garten- und Feldfrüchte. An den Tagen steht die Sonne genau über dem Äquator und kalendarisch gesehen beginnt der Herbst. Von Nun an sind die Tage wieder kürzer als die Nächte, die dunkle Jahreszeit nimmt ihren Anfang. Der meteorologische Herbstanfang beginnt bereits am 1. September.



European Heritage Days


Seit 1993 wird in Deutschland der Tag des offenen Denkmals abgehalten. Er findet im Rahmen der European Heritage Days am zweiten Sonntag im September statt. Das Motto heißt dann "Geschichte zum Anfassen".


Oktoberfest


In München beginnt traditionsgemäß seit 1950 in der zweiten Hälfte des Septembers das Oktoberfest.


29. September: Michaelis- oder Michelstag


Seit über 1000 Jahren gedenkt man an diesem Tag des Erzengels Michael. Er wird zumeist als "feuriger Fürst des Lichtes" dargestellt, in einer schimmernder Rüstung, mit einer Waage. Am jüngsten Tag soll der Erzengel Michael die Menschen in Gut und Böse zu trennen und ihren Taten Gewicht verleihen, also wiegen. Erst vor ein paar Jahren hat man man den Michaelistag zum Fest der Erzengel "aufgestockt", so dass nun auch den anderen Erzengel wie Raphael und Gabriel gehuldigt wird.

 

Durch die Eigenschaft Michaels als Lichtfürst haben sich verschiedene Lichtbräuche erhalten. Es passt gut in diese Jahreszeit, denn nun wird es abends schon merklich früher dunkel, und auch morgens, wenn man aufsteht, ist es noch nicht richtig hell. Man braucht wieder mehr künstliches Licht, um zu arbeiten. Früher wurde der Tag traditionell mit einem sogenannten "Lichtschmaus" , einem "Lichtbraten" oder einer "Lichtgans" gefeiert. Am Vorabend des Michaelstags, dem 29. September, wurde das Michaelsfeuer angezündet.


Am Michaelstag selbst, wurde nicht auf dem Feld gearbeitet und nicht gesponnen. Am Montag danach bekamen die Gesellen und Lehrlinge von ihren Meistern frei, um den Beginn der Lichtarbeit, der Arbeit bei künstlichem Licht, zu feiern. In vielen Gegenden haben sich aus dem rituellen "Anzünden der Lampen" Laternenfeste entwickelt, die Kinder laufen, wie an St. Martin, dem 11. November, mit ihren Laternen oder geschnitzten Rüben oder Kürbissen durch die Straßen.


 

Bauernregeln


September warm und klar, verheißt ein gutes nächstes Jahr. 
Am Septemberregen ist dem Bauer viel gelegen.


1. September: St. Ägidius 
    Wer Korn schon um Ägidi sät, nächstes Jahr viel Frucht abmäht. 
    Gib auf Ägidius wohl Acht, er sagt dir, was der Monat macht.


4. September: St. Rosalia 
    Zu Sankt Veit (15. Juni) geht's auf die Weid, Sankt Rosal treibt's Vieh ins Tal.


6. September: St. Magnus 
    Wie das Wetter am Magnustag so es vier Wochen bleiben mag.


7. September: St. Regine 
    Ist Regine warm und sonnig, bleibt das Wetter lange wonnig.


8. September: Mariä Geburt 
    Zu Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt. 
    Bleiben sie noch da, ist der Winter nicht nah.


9. September: St. Gorgon 
    Regnet es am Sankt Gorgons Tag, geht dir Ernte verloren bis auf den Sack.


11. September: St. Portus 
     Wenn's an Portus nicht näßt, ein dürrer Herbst sich sehen lässt.


12. September: Mariä Namen 
     An Mariä Namen, sagt der Sommer Amen.


14. September: Kreuzerhöhungstag 
     Ist's hell am Kreuzerhöhungstag, so folgt ein strenger Winter nach.


15. September: St. Ludmilla 
     St. Ludmilla, das fromme Kind, bringt gern Regen und Wind.


17. September: St. Lambert 
     Auf Lambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr.


18. September: St. Lampert 
     Trocken wird das Frühjahr sein, ist St. Lampert klar und rein.


21. September: St. Matthäus 
     Tritt Matthäus stürmisch ein, wird's bis Ostern Winter sein.


22. September: St. Mauritius 
     Klares Wetter an Mauritius, im nächsten Jahr viel Wind kommen muss.


24. September: St. Virgilius 
     Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.


25. September: St. Kleophas 
     Nebelt's an St. Kleophas, wird der ganze Winter nass.


26. September: St. Damian und St. Kosmas 
     Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.


27. September: St. Hiltrud/Helmtrud 
     Wenn Hiltrud im Kalender steht, wird noch einmal das Gras gemäht.


28. September: St. Wenzeslaus 
     Kommt Wenzeslaus mit Regen an, werden wir Nüsse bis Weihnachten ha'n.


29. September: Die Erzengel Michael, Gabriel und Raphael 
     Auf nassen Michaeltag, nasser Herbst folgen mag. 
     Gibt Michaeli Sonnenschein, wird in zwei Wochen Winter sein.


30. September: St. Hieronymus 
     Von Michel und Hieronymus mach aufs Weihnachtswetter Schluss.



Im September 
Friedrich Karl Metzger


Schon loht die Rebenlaube 
Purpurn am Haus empor, 
Und dunkel schaut die Traube 
Durchs rote Laub hervor!

Die Immlein sammeln müde 
Bei mildem Sonnenschein 
Aus der Resedenblüte 
Den letzten Honig ein.

Kurz war das Sonnenleben. 
Bald wird nun – über Nacht-- 
Der Todesengel schweben 
Und rauben alle Pracht!

Es liegt in diesen Tagen 
Ringsum auf Busch und Baum 
Wehmütiges Entsagen - 
Der Sommer war ein Traum!

Und meine Seele schmerzen 
Gefühle, nie gekannt, 
Weil auch der Jugend Kerzen 
So bald sind abgebrannt!



DER AUGUST...

 

Erntemonat, Kaisermonat

 

 

 

Im römischen Kalender war der Augustus ursprünglich der sechste Monat, und hatte vor seiner Umbenennung den Namen Sextilis, was lat. Sextus, der sechste bedeutet. Er wurde im Jahre 8 v. Chr nach dem ersten römischen Kaiser Octavian Augustus (lat. "der Erhabene") benannt. Kaiser Augustus hat in diesem Monat sein erstes Konsulat angetreten.


Eine Legende besagt, dass Kaiser Octavian Augustus ebenfalls seinen Namen als Monatsnamen überliefern wollte, wie Julius Cäsar das mit dem Juli tat. Und weil sein Monat nicht weniger Tage haben sollte als der nach Cäsar benannte Monat, musste der August auch 31 Tage haben. Aber es ist nur eine Legende.


August leitet sich auch von Augur ab und steht für Seher. Es heißt soviel wie, „Vermehrer“. Der Seher bekam seine Fähigkeit von der mehrenden Muttergöttin Juno. Die Bezeichnung Augustus als Ehrentitel für einen römischen Kaiser geht ebenfalls auf die Göttin Juno Augustae zurück. Die Orakelsprüche von ihr nannte man augustae, was soviel bedeutet wie: „wer von ihrem Geist erfüllt war“ und den nannte man einen Augustus. Der Titel wurde erstmals Kaiser Octavian zugebilligt, der das römische Kaiserreich gründete.

Im Gregorianischen Kalender ist der August der achte Monat des Jahres. Der August hat 31 Tage. Alte deutsche Namen für den August sind: Erntemond, Ernting, Ährenmonat, Bisemond, Sichelmonat . Es ist die Zeit zum Ernten, Sammeln und Einmachen. Dem Volksglauben nach soll im August alles mit Mäßigkeit angegangen werden.



Feierlichkeiten und Feste im Monat August


1. August:


Ursprünglich ein Erntefest, durch die Christianisierung ein Unglückstag Nach keltischem Brauch wurde an diesem Tag das erste von 3 Erntefesten begangen. Das Lughnasadh. Namensgeber war ursprünglich der Gott Lugh. Er war der Lichtgott. Lughnasadh ist der Beginn der Erntezeit. In einigen Gegenden Irrlands wird es auch das „Schnitterfest“ genannt.


Ein ähnliches Fest wurde von den alten Sachsen in England gefeiert. Der „Lammas Day“. Lammas war die Getreidegöttin und von besonderer Bedeutung für die Landwirtschaft. Als Dank für die Ernte wurde ein aus dem frischen Weizen gebackenes Brot geopfert.

Mit der Verbreitung des christlichen Glaubens wurde aus dem druidischen Gott des Lichts, Lugh, der Luzifer. Der soll am 1. August vom Erzengel Michael in einem großen Kampf besiegt worden sein und unter Blitz und Donner in die Hölle gestürzt worden. Dass der August häufig mit Gewittern beginnt, hat man mit dem Treiben und Toben des Teufels gleichgesetzt. Man hat früher an diesem Tag nichts Neues begonnen. Man ist nicht verreist, hat nicht geheiratet und hat kein neues Kleidungsstück angezogen.


2-e Augustwoche:

National Smile Week

In Amerika feiert man die Woche des Lächelns. Es werden Kekse in Smileyform gebacken und verschenkt. Kinder malen Smileys auf Wände und Straßenpflaster.


10. August: Laurentiustag


Laurentius war einer der berühmten Märtyrer von Rom, der den Feuertod starb. Laurentius gilt als Schutzpatron der mit Feuer beschäftigten Berufsgruppen, wie z. B. Feuerwehrleute, Bäcker, Köche, etc,. In manchen Gegenden wird am Laurentiustag im Haus kein Feuer angezündet. Früher wurde weder geheizt noch am offenen Feuer gekocht. Aber Laurentius ist auch der Schutzheilige der Bibliothekare, da ihm zu Lebzeiten die heiligen Bücher anvertraut worden sind.


15. August: Mariä Aufnahme in den Himmel, Mariä Himmelfahrt, Holdertag


Es ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche am 15. August. In der altkatholischen Kirche wird der 15. August als Heimgang Mariens begangen. Das Fest Mariä Himmelfahrt geht auf ein Marienfest zurück, das Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert einführte und auf den 15. August legte. An dem Tag feierten bereits die Heiden die Himmelfahrt der Astraea. Laut Urkunden aus dem 14. Jahrhundert, werden an diesem Tag in der katholischen Kirche, überwiegend in Süddeutschland, auch Kräuter geweiht. Dieses Fest nennt sich „Unserer Lieben Frauen Wurzelweihe“.


Der Brauch der Kräuterweihe ist seit dem 9. Jahrhundert bekannt. Die Kräuter werden zu einem Strauß gebunden und mit zur Kirche gebracht. Dort werden sie im Gottesdienst oder im Anschluss, vom Priester gesegnet.Vor allem im süddeutschen Raum finden abends feierliche Pontifikalämter mit anschließenden Lichterprozessionen statt.


Je nach Region bestehen die Kräuterbuschen aus insgesamt

sieben (Zahl der Wochen- bzw. Schöpfungstage),
neun (dreimal drei für die hl. Dreifaltigkeit), 
Zwölf (Zahl der Apostel), 
14 (Zahl der Nothelfer),
24 (zweimal zwölf: zwölf Stämme Israels aus dem alten und zwölf Apostel Christi aus dem neuen Testament) 
72 (sechsmal zwölf) (Zahl der Jünger Jesu) oder gar 
99 verschiedenen Kräutern.


Typische Kräuter neben Alant sind Echtes Johanniskraut, Wermut, Beifuß, Rainfarn, Schafgarbe, Königskerze, Kamille, Thymian, Baldrian, Eisenkraut und die verschiedenen Getreidesorten. In manchen Regionen wurden in die Kräuterbuschen so viele Alantblüten eingebunden, wie Menschen, Kühe und Pferde auf dem Hof lebten. Der Tee aus diesen geweihten Kräutern sollte besonders heilsam sein. Krankem Vieh wurden geweihte Kräuter ins Futter gemischt oder man warf zum Schutz vor Blitzschlag beim Gewitter Kräuter aus dem Buschen ins offene Feuer. (Quelle Wikipedia)


In vielen europäischen Ländern ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland ist es in zwei Ländern, ein teilweise gesetzlicher Feiertag, im Saarland und in Bayern.


Hundstage (siehe auch im Juli-Blog)

Als Hundstage sind die Kalendertage vom 23. Juli bis zum 23. Augsut definiert. Die Sonne steht in dieser Zeit in der Nähe des Sternbildes Sirius, der einem Hund ähnt. In diese Zeit sind die Tage oft die heißesten Tage des Jahres und man verbindet mit dem Begriff eine sommerliche Hitzewelle.


 

Bauernregeln:


1. August: Petri Kettenfeier

Ist's von Petri bis Lorenzi (10. August) heiß, dann bleibt der Winter lange weiß.


5. August: St. Oswald

Oswaldtag muss trocken sein, sonst werden teuer Korn und Wein.


7. August St. Afra, Maria Schnee

An Sankt Afra Regen fällt, den Bauern es noch lange quält. 
Regen an Mariä Schnee tut dem Korn empfindlich weh.


8. August St. Dominikus

Auf Hitze an Sankt Dominikus ein strenger Winter folgen muss.


10. August St. St. Laurentius

Laurentius heiter und gut einen schönen Herbst verheißen tut.
St. Lorenz füllt mit heißem Hauch dem Winzer Fass und Schlauch.“


13. August St. Hippolyt/St. Kassian

Wie das Wetter an Hippolyt, so es mehrere Tage geschieht. 
Wie das Wetter zu Kassian, hält es viele Tage lang.


15. August Maria Himmelfahrt

Wer Rüben will recht gut und zart, sä' sie an Mariä Himmelfahrt. 
Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag.


16. August St. Rochus

Wenn Sankt Rochus trübe schaut, kommen die Raupen in das Kraut.


18. August St. Agapitus

Holz, an Agapitustag geschlagen, fault nicht bis zum „Jüngsten Tag“.


19. August: St. Sebaldus

Regnet's an Sankt Sebald, nahet teuere Zeit sehr bald.


20. August: St. Bernhard

Wie der Sankt Bernhard ist, man auch den September misst.


24. August St. Bartholomäus

Wie Bartholomäus sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt. 
Sind Lorenz (10. August) und Barthel schön, bleiben die Kräuter noch lange stehn. -


26. August St. Anna

Ist St. Anna erst vorbei, kommt der Morgen kühl herbei.


28. August St. Augustin

An Augustin gehen die warmen Tage dahin.


30. August St. Felix

Bischof Felix zeigt an, was wir 40 Tag' für Wetter han.


31. August St. Raimund

Sankt Raimund treibt die Wetter aus.



Im August

Heinrich Seidel


Nun, geschmückt mit bunten Kränzen 
Bei der Abendsonne Glänzen, 
Unter Jauchzen und Gesang 
Schwankt der letzte Erntewagen, 
Drauf die goldnen Garben ragen, 
Seinen Weg zum Dorf entlang. 
Von den Feldern ist geschwunden, 
In den Scheuern liegt gebunden 
Nun des Sommers Goldgewinn, 
Und ein Hauch von Herbstesahnung 
Weht wie eine leise Mahnung 
Ueber leere Stoppeln hin. 
Aber heimlich reift die Traube, 
Und versteckt im grünen Laube 
Goldner Früchte süsse Last.
Bald nun, nach des Frühlings Blühen 
Und der Sommersonne Glühen, 
Ladet uns der Herbst zu Gast.


 

 


DER JULI...

 

Bärenmonat, Honigmonat


 

Im Gregorianischen Kalender ist der Monat Juli, der siebte Monat des Jahres. Er hat 31 Tage. Seinen Namen hat er nach dem römischen Staatsmann Julius Caesar bekommen. Der alte deutsche Name ist Heumonat, Heuert oder Heuet, weil im Juli die erste Heu- und Getreideernte (die Mahd) eingebracht wird. Andere alte Namen für den Juli sind Bärenmonat, Honigmonat oder Honigmond.

Honigmond auch deshalb, weil es der Monat nach der Hochzeit ist und er die Flitterwochen bezeichnet. Um den hörbaren akustischen Unterschied zum Monatsnamen Juni zu unterscheiden, wird derJuli umgangssprachlich auch als Julei ausgesprochen und umgekehrt der Juni als Juno.


Der Juli ist ist in Europa, Nordamerika und dem größten Teil Asiens, der wärmste Monat des Jahres. Das Juliwetter hat sehr großen Einfluss auf die Menge und die Güte der Ernte. In zahlreichen Bauerregeln für den Juli, spiegelt es sich wieder.

Die Monate Juli und August bilden die langen Sommerferien. Es ist  die Hauptferienzeit und in vielen Urlaubsgebieten Hochsaison.



In allen deutschsprachigen Ländern ist der Juli frei von Feiertagen.


Weltweit gibt es jedoch mehrere Nationalfeiertage, z.B.: 
Der US-amerikanische Unabhängigkeitstag am 4. Juli. An dem Tag wird die Befreiung von England gefeiert. John Adams hat 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Der 4. Juli wird ganz groß als Freudenfest gefeiert.


Der französische Nationalfeiertag zum Sturm auf die Bastille am 14. Juli.
Im Gedenken an den Sturm auf die Bastille 1789, feiert die Grande Nation mit Militärparade, einem Volksfest mit Feuerwerk und Bällen, blauweißrot dekorierten Tischen und ebensolchen Cocktails!


 

Am 2. Juli beginnt die Erdbeersaison und es wurde früher an diesem Tag die Mariä Heimsuchung gefeiert ( Dieser Festtag wurde jedoch nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, Mitte der 60er Jahre, auf den 31. Mai verlegt.)

Laut Legende, soll an diesem Tag Maria ihre Base Elisabeth besucht haben. Elisabeth war die Mutter von Johannes dem Täufer. Maria sei auf ihrem Weg durstig geworden und habe sich Walderdbeeren gepflückt. Seitdem geht sie jedes Jahr an diesem Tag in den Wald und pflückt Erdbeeren für die verstorbenen Kinder im Himmel, die Engel geworden sind und unter ihrer Obhut stehen.

 

Am 25. Juli ist Tag des heiligen Jacobus. Jacobus und sein Bruder Johannes gehörten zu den ersten Aposteln Jesu. Er war bei Jesu Tod zugegen und soll später in Spanien gelebt und gepredigt haben. Nach seinem Martertod wurden im Mittelalter seine Gebeine nach Santiago de Compostella gebracht. Dort befindet sich heute noch eine bekannte Wallfahrtsstätte. Früher wurden die Schalen der Jakobsmuscheln als Zeichen, von Pilgern, an Hut oder Mantel getragen.



Im Juli beginnt die Ernte für Roggen und Weizen. Auch die ersten Kartoffeln werden eingefahren. Sie heißen deshalb auch Jakobskartoffeln. Und es werden die ersten Äpfel geerntet. In vielen Gegenden gibt es jetzt schon Erntefeste.


Am letzten Freitag im Juli ist der System-Administrator-Day eingeführt worden. Der Gedenktag für den System-Administrator soll dazu dienen, den Menschen zu danken, deren Wirken im Hintergrund nicht immer bemerkt wird und die man nur ruft, wenn der PC nicht funktioniert.


Im Juli fangen die "Hundstage" an. Es sind die Tage zwischen dem 23. Juli und dem 24. August. In dieser Zeit geht der Sirius auf. Es ist der hellste Stern im Sternbild Großer Hund. Er wird auch Hundsstern genannt. In diese Zeit fallen die heißesten Tage des Jahres. Früher zählten die Hundstage zu den Unglückstagen. An den Tagen feierte man keine Hochzeit, denn man sagte, die Ehe würde schief gehen. Es wurde auch nicht gebadet, denn das hätte Hautausschläge hervorrufen können.



1. Juli: Monatsanfang 

Fängt der Juli mit Tröpfeln an, wird man lange Regen ha'n. 


4. Juli St. Ulrich: 

Regen am Sankt Ulrich Tag macht die Birnen stichig mad. 


8. Juli St. Kilian: 
Kilian, der heilige Mann, stellt die ersten Schnitter an.
Ist's zu Sankt Kilian schön, werden viele gute Tage vergehn. An Sankt Kilian säe Wicken und Rüben an. 

10. Juli Siebenbrüder: 
Ist Siebenbrüder ein Regentag, so regnet's noch sieben Wochen danach.
Wie es die sieben Brüder treiben, soll es noch sieben Wochen lang bleiben 


15. Juli Apostelteilung: 
Ist Apostelteilung schön, so kann das Wetter der sieben Brüder (10.07.) gehn. 


17. Juli St. Alexius: 
Wenn Alexius verregnet heuer, werden Korn und Früchte teuer. Wenn's an Alexius regnet, ist die Ernt' und Frucht gesegnet. 


19. Juli St. Vinzenz: 
Vinzenz Sonnenschein füllt die Fässer mit Wein.


20. Juli St. Margarete: 
Wie's Wetter an St. Margaret, dasselbe noch vier Wochen steht. 
Margaretenregen wird erst nach Monatsfrist sich legen. 
Margaretens Regen bringt keinen Segen. 
Regen am Margaretentag sagt dem Hunger "Guten Tag". 
Gegen Margareten und Jakoben / die stärksten Gewitter toben. 


22. Juli St. Maria Magdalena: 
An Magdalena regnet's gern, weil sie weinte um den Herrn.
Magdalene weint um ihren Herrn, drum regnet's an diesem Tage gern. 
Regnet's am St. Magdalentag folgt gewiss mehr Regen nach. 


23. Juli St. Apollinaris: 
Klar muss Apollinaris sein, soll sich der Bauer freun. 
Klar muss Apollinaris sein, dann bringt man gute Ernte heim. 


25. Juli St. Jakobus: 
Bläst Jakobus weiße Wölkchen in die Höh, sind's Winterblüten zu vielem Schnee. 
Sind an Jakobi die Tage warm, gibt's im Winter viel Kält' und Harm. 
Jakobi ohne Regen deutet auf strengen Winter. 
Um Jakobi heiß und trocken, kann der Bauersmann frohlocken.
Sankt Jakob nimmt hinweg die Not, bringt erste Frucht und frisches Brot. 
Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein. 
Gegen Margareten und Jakoben / die stärksten Gewitter toben. 
Wenn Jacobi tagt, werden die jungen Störche vom Nest gejagt. 
Ist Jacobus am Ort, ziehn die Störche bald fort.


29. Juli St. Olaf, Beate, Lucilla und Ladislaus, Flora: 
Olaf, Beate, Lucilla, Ladislaus, verbrennen dem Bauern Scheun' und Haus. 
Ist Florentine trocken blieben, schickt sie Raupen in Korn und Rüben. 


31. Juli St. Ignatius: 
So wie Ignaz stellt sich ein, wird der nächste Januar sein.



Bauernregeln

Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten. 
Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss. 
Juli schön und klar, gibt ein gutes Bauernjahr. 
Ein tüchtig Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter. 
Im Juli will der Bauer schwitzen, als untätig hinterm Ofen sitzen. 
Bringt der Juli heiße Glut, so gerät der September gut. 
Trübe Aussicht an den Hundstagen, trübe Aussicht das restliche Jahr.


 

Juli

Das Lied des hohen Sommers 
vom Reifen schwellt das Herz. 
Was frommt des späten Kommers 
nachzüglerischer Schmerz?

Dass tiefer uns ergreife 
es Lebens Glut vom Grund 
singt sich das Lied der Reife 
von selbst in unserm Mund.

Entfliehe nicht dir selber. 
Lass aller Zeit den Flug. 
Reif‘ mit dem Korn der Felder. 
Des Blühens war genug.

Rudolf G. Binding 
Aus der Sammlung Liebeskalender



DER JUNI...

 

 Rosenmonat


 

Juni

Juni streift mit warmer Hand 
letzte Blüten von den Bäumen. 
Wie enttaucht verwelkten Träumen, 
schaut aus dunkler Blätterwand 
junge Frucht in lichtes Land.

Fridolin Hofer Aus der Sammlung: Von Früchten zu Flocken


 

Der Juni war im römischen Kalender der vierte Monat und hatte nur 29 Tage. Benannt ist der Juni nach der römischen Göttin Juno. Juno ist die Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Sie ist die Frau des Göttervaters Jupiter.


Der Juni ist der sechste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Er hat 30 Tage und er enthält zwischen dem 20. und 22. die Sonnenwende. Die Sonnenwende ist auf der Nordhalbkugel der längste Tag (16 Std. und 36 Min.) mit der kürzesten Nacht des Jahres.


Der alte deutsche Name des Juni ist Brachmond oder Brachet. Im Mittelalter wurde in diesem Monat die Bearbeitung des Feldes (Brache) begonnen. Weil im Juni die Rosenblüte ihren Höhepunkt erreicht, wurde er auch Rosenmond oder Rosenmonat genannt.


Der Juni enthält im deutschsprachigen Raum keine festen Feiertage. Einige bewegliche Feiertage, wie Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder Frohnleichnam, fallen auch schon mal in den Juni. In manchen Gegenden wird die Sonnenwende oder der Johannistag gefeiert.



Bauernregeln für den Monat Juni:


Ist der Juni warm und nass gibts viel Korn und noch mehr Gras.

 

Im Juni viel Donner bringt einen trüben Sommer.

 

Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat. (1.6.)

 

An St. Medardus wird ausgemacht, ob 40 Tage die Sonne lacht. (8.6.)


Was der Medardus für ein Wetter hält, solch Wetter auch in die Ernte fällt.


Regnet es am Margaretentag, dauert der Regen 14 Tage. (10.06.)

 

Hat die Margaret keinen Sonnenschein, bringt man das Heu nicht trocken rein.


Nach Barnabas die Sonne weicht, auf Luzia (13. 12.) sie wieder zu uns schleicht. (11.06.) 


Wenn St. Barnabas bringt Regen, gibt's reichen Traubensegen.


Regnet's am Antoniustag, wird's Wetter später wie es mag. (13.06.)

 

Ist zu Sankt Veit der Himmel klar, dann gibt's gewiss ein gutes Jahr. (15.06.)

 

Wer auf Sankt Benno baut, kriegt viel Flachs und Kraut. (16.06.)


Wenn's regnet auf St. Gervasius, es 40 Tage regnen muss. (19.06.)


Ist die Milchstraße klar zu seh'n, bleibt das Wetter schön. (21.06.= Sommeranfang)


Bis Johannis wird gepflanzt, ein Datum, das du dir merken kannst. (24.06.)


Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass. (27.06.)


Peter und Paul hell und klar bringt ein gutes Jahr. (29.06.)



In Virginia (USA) feiert man in der ersten Juniwoche mindestens einen Tag lang das Erdbeerfest. Es gibt dann Erdbeergerichte, wie Torte, Kompott etc. Übrigens sind Erdbeeren keine Beeren, sondern Sammelnussfrüchte. Was wir essen, das ist die verdickte Blütenachse. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen, gelben Punkte.


Am 15. Juni ist St. Vitus. Er ist einer der 14 Nothelfer und wird als Patron gegen Blitz und Feuer verehrt. In vielen Gegenden wird ab St. Vitus das Holz für das Johannisfeuer gesammelt. In Schleswig - Holstein wird an diesem Tag das "Frauenbier" gefeiert. Es ist zu Ehren einiger tapferer Frauen, die im 13. Jahrhundert ihre Männer vor einer Räuberbande gerettet hatten. Die Männer müssen an diesem Tag alles tun, was die Frauen wollen. Abends treffen sich dann die Frauen zu einem Fest.


Am 21. Juni ist Sommersonnenwende, Mittsommertag, Spargelweihnacht oder Holdertag (Holundertag). Von nun an werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Trotzdem beginnt jetzt die wärmste Jahreszeit. Für Germanen, Kelten und Slawen war dieser Tag ein hoher Festtag.


Der 24. Juni ist der Johannistag. Es wird nicht der Todestag eines Heiligen gefeiert, sondern sein Geburtstag. Die Kirche hat die alten Bräuche zum Sommeranfang auf diesen Tag verschoben. Somit sollten die heidnischen Ritten eine christliche Bedeutung bekommen. So gibt es für den "Johannistag" viele Sitten und Gebräuche, die mit dem Feuer (Johannisfeuer) und dem Wasser (Brunnenfeste) zu tun haben.


Am 29. Juni wird den Aposteln Peter und Paul gedacht. In Küstengebieten feierte man den Tag zu Ehren Petrus. Petrus wird als Patron der Fischer verehrt.



Im Juni


Ich lag im Wald. Gleich Flammenpfeilen sandte 
Die Sonne ihre Strahlen auf die Flur. 
Mein Haupt war müd‘ und meine Stirne brannte.

Im Juni war's. Die muntern Lerchen schwiegen;
Den raschen Schlag des Finken hört‘ ich nur 
Und hörte summend nur die Bienen fliegen.

Ich schlummert‘ ein, von Waldesgrün geborgen.
Mich führt‘ ein Traum zu Jugendtagen, fern, 
Und zeigte mir der Kindheit goldnen Morgen.

Wie ward so wohl mir auf dem moos'gen Pfühle! 
So mag die Blume von dem Morgenstern 
Wohl träumen in der Mittagssonnenschwüle.


Friedrich Emil Rittershaus Aus der Sammlung: Vermischte Gedichte




DAS PFINGSTFEST

UND SEINE BEDEUTUNG...



50 Tage nach Ostern beginnt Pfingsten. Pfingsten läutet das Ende der Osterzeit ein. Die Geistsendung durch Gott an Pfingsten ist der Ausgangspunkt für das missionarische Wirken der Jünger Jesu. Aufgrund dessen sieht die Kirche in diesem Ereignis, die Geburtsstunde der Kirche. Das Pfingstfest ist neben Weihnachten und Ostern das dritte große Fest im Kirchenjahr. Über das Pfingstereignis kann man im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte des Neuen Testaments nachlesen. Das Pfingstgeschehen wird aus der Sicht des Glaubens gedeutet. Man spricht vom Pfingstwunder oder dem Pfingstgeheimnis. Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Nach kirchlicher Lehre wurde der Heilige Geist ausgesandt, um Person, Wort und Wirken Jesu Christi lebendig zu halten. Durch das Empfangen des Heiligen Geistes würde jeder Christ demnach eine Art Wiedergeburt durchleben. Der Heilige Geist, der Geist Gottes, soll den Aposteln am hellichten Tag erschienen sein. Er erfüllte die Menschen mit Mut und Kraft. Diese Eigenschaft wird ihm heute noch zugeschrieben. Im theologischen Sinne ist der Heilige Geist eine der drei Gestalten Gottes. Zusammen mit Gott, dem Vater, und Jesus Christus, dem Sohn, bildet er die göttliche Dreifaltigkeit.



Manche Theologen sehen im Heiligen Geist das weibliche Element Gottes. Diese Deutung wird durch die Tatsache gestützt, dass das hebräische Wort für Geist Gottes, "ruach jahwe", weiblich ist. Die Erwähnung der Evangelisten, dass der Heilige Geist bei der Taufe im Jordan auf Jesus in Form einer Taube herniederkam, wird ebenfalls als Argument herangezogen. Die Taube war im antiken Orient ein Symbol für alle großen Göttinnen. Pfingsten, wie auch Ostern, geht aus einem jüdischen Fest hervor. Es war ursprünglich ein Erntedankfest. Während das Passah-Fest (Ostern) den Beginn der Getreideernte markierte, wurde am fünfzigsten Tag darauf der Schawuot gefeiert. Es war der Tag der Darbringung der Erstlingsfrüchte. Später wurde dieser Tag auch als Wochenfest bezeichnet. Laut Quellen aus dem Altertum wurde Pfingsten bereits 130 Jahre n. Chr. zelebriert. Seit altersher war die Feier der Pfingsttage überwiegend vom weltlichen Festwesen bestimmt. Bretonische Sagen, französische und deutsche Ritterromane erzählen beispielsweise von glanzvollen Pfingstfesten des sagenhaften Königs Artus im 5./6. Jahrhundert.


Für viele Menschen ist Pfingsten ein Fest der Familie und ein verlängertes Wochenende. Das Pfingstwochenende wird für Wanderungen, Ausflüge oder für kurze Reisen genutzt. Die schöne Stunden im Familienkreis verleihen uns wieder Freude und Kraft.  Das Pfingsfest  ist eine gute Gelegenheit, um gemeinsam eine schöne und friedliche Zeit zu verbringen.


CHRISTI HIMMELFAHRT

UND VATERTAG...


 

Christi Himmelfahrt ist nicht nur Vatertag, sondern es ist einer der Hohen Feiertage des Christentums.

 

"Er ist am dritten Tag auferstanden 
nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. 
Er sitzt zur Rechten des Vaters 
und wird wiederkommen in Herrlichkeit 
zu richten die Lebenden und die Toten; 
seiner Herrschaft wird kein Ende sein."

Das Lukas-Evangelium wie auch die Apostelgeschichte berichtet darüber, dass Jesus, nachdem er am Ostertag von den Toten auferstanden war, mit seinen Jüngern gesprochen hatte, und vor ihren Augen emporgehoben, von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wurde. Den Aposteln erwies er sich nach seinem Leiden auch durch viele Beweise als lebendig, indem er ihnen während vierzig Tagen erschien und über das Reich Gottes sprach. Christi Himmelfahrt ist immer an einem Donnerstag. Es ist der 40. Tag nach dem Ostersonntag. 


Ursprünglich war Christi Himmelfahrt zusammen mit Pfingsten gefeiert worden. Erst um 370 setzte sich die Chronologie des Lukasevangeliums durch, den 40. Tag nach Ostern als eigenständiges Fest zu begehen. Traditionell seit dem 4. Jahrhundert sind in der katholischen Kirche die drei Tage vorher "Bitt-Tage". An diesen drei Tagen vor Christi Himmelfahrt wurde in langen Bittprozessionen von Ort zu Ort für eine gute Ernte gebetet. In manchen katholischen Orten werden noch heute kleinere Flurprozessionen abgehalten. Die Gläubigen und der Priester gehen mit einen vorangetragenen Kreuz durch die Felder und beten. Der Tag endet dann mit Essen und Trinken, mit Tanz, Musik, Wettkämpfen oder Geschicklichkeitsspielen. 



Im Mittelalter wurde in der Kirche eine Christusfigur in das Gewölbe hinaufgezogen und dann regnete es aus dem Gewölbehimmel Blumen. Bis heute wird oft an diesem Tag die Osterkerze ausgeblasen, die in der Osternacht entzündet und geweiht worden ist. An Christi Himmelfahrt wird nur Fleisch von Geflügel (fliegendes Fleisch) gegessen. 


Seit alters her waren an Himmelfahrtstag Flurumgänge und -umritte üblich. Dieser Volksbrauch hat seine Wurzeln auch in dem christlichen Feiertag. Einige behaupten, dass es die Wurzeln eines germanischen Rechtsbrauchs wäre, wonach der Grundeigentümer einmal im Jahr seinen Besitz umschreiten musste, um den Besitzanspruch aufrechtzuerhalten. Andere wiederum behaupten, dass es eine Imitation des Gangs der elf Jünger zum Ölberg ist zum Zweck ihrer Aussendung, der sogenannten Apostelprozession (Matthäusevangelium 28, 16 – 17). Eine weitere Erklärung ist die Erinnerung an die vom Papst Leo III. eingerichteten Bittprozessionen. Schon im Mittelalter waren diese Umgänge zu Touren verkommen, bei denen der Alkohol reichlicher floss als das Weihwasser. 



Im 19. Jahrhundert (1865) entwickelten sich daraus die Herrenpartien oder Schinkentouren. Nach Einführung des Muttertages wurde der Vatertag als Gegenstück begangen. In den USA wird der Vatertag seit 1916 gefeiert. Zurückzuführen ist dieser Feiertag auf Louisa Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg 1861 – 1865 gekämpft hatte. Sie rief 1910 eine Bewegung, zur Ehrung von Vätern, ins Leben. In Deutschland entwickelte sich Christi Himmelfahrt zum Vatertag, auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet. An diesem Tag werden Kutschfahrten, Fahrradtouren, Wanderungen in die Natur oder Tagesausflüge mit der ganzen Familie gemacht. Dabei spielt leider der Alkoholkonsum eine große Rolle. 


Tief im innersten Gemüte


Tief im innersten Gemüte 
Fühlen wir, wie Deine Güte 
Immerdar an uns gedacht. 
Alles, alles was wir haben, 
Sind ja Deiner Liebe Gaben, 
Opfer, die du uns gebracht.
Darum steigt aus Herzensgrunde 
Heut in dieser Morgenstunde
Auf zum Höchsten unser Flehe: 
Gib, o Herr, gib Heil und Segen 
Unserm Vater allerwegen, 
Gib ihm Glück und Wohlergehn! 
Nur der höchste Herr der Welten 
Kann, was du getan, vergelten, 
Kann der Tugend Lohn verleihn. 
Doch wir wollen uns bestreben, 
In dem ganzen Erdenleben
Deiner Liebe wert zu sein.


(Friedrich Roeber, 1819 - 1901)



MUTTERTAG...

EIN GANZ BESONDERER TAG...

Der Ursprung des Muttertagfestes ist im Altertum zu finden.

Die Göttin Rheia, bedeutet Fluss des Lebens, war die Tochter des Uranus und der Gaea. Sie war die Mutter aller Gottheiten und wurde bei den alten Griechen als Urmutter verehrt. Der Mutterkult, ihr zu Ehren, wurde im Rahmen eines Frühlingsfestes gefeiert. In der Encyklopädia Britannica ist folgendes zu lesen: "Ein Fest, das von dem Brauch des Mutterkults im alten Griechenland abgeleitet wurde. Ein förmlicher Mutterkult mit Zeremonien für Kybele oder Rheia, die große Göttermutter, wurde an den Iden des März in ganz Kleinasien getrieben." Im England des 13. Jahrhunderts wurde der Sonntag Laetare als "mothering sunday" begangen. An dem Tag dankte man der Mutter Kirche für ihre Mutterschaft und auch der leiblichen Mutter wurde gedankt. Schon um 1644 wurde berichtet: Jeder Mid-Lent Sonntag ist ein großer Tag in Worcester, wenn alle Kinder und Enkelkinder dem Kopf der Familie ein Fest bescheren. Sie nennen es Mothering Day. Die auswärts lebenden Kinder nutzten diesen Sonntag, um die Eltern zu besuchen (go a-mothering) und sich bei der Mutter mit kleinen Geschenken zu bedanken. 


In Thüringen war Lätare (Mittfastensonntag) ein allgemeiner Besuchstag mit großzügiger Bewirtung von Verwandten. Aus der Champagne und Wallonien sind änliche Traditionen bekannt. Am zweiten Sonntag im Mai wird in vielen westlichen Ländern Muttertag geifeiert. Dieser Tag ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter und der Mutterschaft. Im 20. Jahrhundert hat er sich in der westlichen Welt etabliert. Seinen Ursprung hat der Muttertag in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis versuchte schon 1865 den Mothers Friendsships Day zu gründen. Es war eine Mütterbewegung, wo sich bei den Meetings Mütter zu aktuellen Fragen austauschen konnten. 1870 wurde von Julia Ward Howe eine Mütter-Friedenstag Initiative gegründet. Der Sinn dieser Initiative war, dass die Söhne nicht in den Kriegen geopfert werden sollten. Am 12. Mai 1907 veranstaltete die Tochter der Ann Maria Reeves Jarvis, die Methodistin Anna Marie Jarvis, den Memorial Mothers Day Meeting. Diese Veranstaltung fand in Grafton statt. Es war der Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter. Auf Drängen der Frauen der Methodistenkirche, wurde im darauffolgenden Jahr, wiederum am zweiten Sonntag im Mai, allen Müttern eine Andacht gewidmet. Vor der örtlichen Kirche ließ Anna Maria Jarvis 500 weiße Nelken an andere Mütter verteilen. Es sollte ein Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter sein. 


Anna Maria Jarvis hatte es sich zum Ziel gemacht, einen offiziellen Muttertag zu schaffen. Sie verwendete ihre ganze Energie dafür und wurde für dieses Ziel hauptberuflich tätig. Sie schrieb Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenverbände. Da die Bewegung rasch wuchs und großen Zuspruch hatte, wurde schon 1909 der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert. 1912 wurde er von den Methodisten in West Virginia eingeführt. Als Zeichen der Liebe und Verehrung der Mütter, beschloss am 08.05.1914 der US-Kongress, dass am 2. Sonntag im Mai Muttertag gefeiert werden sollte. Der Präsident sollte an diesem Tag die öffentlichen Gebäude beflaggen lassen. Somit wurde der Muttertag zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen. Irgendwann hat Anna Maria es bereut, diesen Tag ins Leben gerufen zu haben. Sie war mit der Kommerzialisierung des Gedenktages nicht einverstanden und kämpfte vergeblich gegen seine Abschaffung. 


In Deutschland wurde der Muttertag 1922/23 auf Betreiben des Blumenverbandes (Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber) forciert. Zuerst mit Schaufensterplakaten " Ehret die Mütter" dann mit Veranstaltungen bis hin zu Muttertagspoesie, wurde der erste Muttertag am 13.Mai 1923 eing eführt. 1926 wurde die Propaganda-Arbeit an die Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung übertragen. Es sollten Kirchen und Schulen gewonnen werden, damit die Regierung den Muttertag als offiziellen Feiertag festlegt. In der NS-Zeit wurde der Muttertag mit der der Idee der "germanischen Herrenrasse" verbunden. Mütter von vielen Kindern wurden als Volksheldinnen geehrt, weil sie für den "arischen Nachwuchs" sorgten. 1933 wurde der Muttertag erstmals am 3.Maisonntag als offizieller Feiertag gefeiert. 1934 hieß der Muttertag "Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter". Die religiös wirkenden Feierlichkeiten (Mütterweihen) wurden sogar in Konkurrenz zu christlichen Feiern gesetzt. 1938 wurde zusätzlich das "Ehrenkreuz der Deutschen Mutter" eingeführt. Am 21. Mai 1939 wurde es zum erstenmal am Muttertag verliehen. 


Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949, wurde der Muttertag erst wieder 1950 gefeiert. Der Muttertag ist kein gesetzlicher Feiertag. Die Wirtschaftsverbände und Floristenverbände haben den zweiten Sonntag im Mai als Muttertag festgelegt. Zum Muttertag werden, noch vor dem Valentinstag, die größten Blumenumsätze des Jahres gemacht. Sollte der Muttertag allerdings auf den Pfingstsonntag fallen, kann der Muttertag auf den vorherigen Sonntag verlegt werden. Traditionell werden am Muttertag Blumen verschenkt. Oft wird neben den Blumen ein Muttertagsgedicht überreicht oder vorgetragen. In den Kindergärten wird für die Mütter gebastelt, was das Zeug hält. 



DER MAI...


Wonnemond, Wunnimanot = Weidenmonat

  

Mit rosigtem Flügel 
verjünget und neu 
auf sonnigte Hügel 
senkt froh sich der Mai.

Franz Grillparzer

 

 

Sehr wahrscheinlich ist der Mai nach der römischen Gottheit Iupiter Maius benannt worden. Am ersten Tag des Monats wurde von den flamen Volcanalis (besondere Priester) Opfer dargeboten. Im vorjulianischen Kalender war der Mai der dritte Monat, mit 31 Tagen.


König Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein, was in Althochdeutsch Wunnimanot = Weidenmonat heißt. Bis Heute wird in dieser Zeit das Vieh auf die Weiden und auf die Alm getrieben. Mit "Wonne" hat der alte Monatsname nichts zu tun. Ebenso erhielt der Mai den Namen Blumenmond, wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen. Der 1. Mai galt als offizieller Sommerauftakt.


Im gregorianischen Kalender ist der Mai der fünfte Monat im Jahr und er hat ebenfalls 31 Tage. Seit ca. dem 13. Jahrhundert wird der Mai in Europa mit Maifeiern, Maiumgängen und Mai-Ritten, wie der Georgi-Ritt oder der Leonhardi-Ritt, gefeiert.



In allen Kulturen und Religionen symbolisiert der Baum das Leben. Deshalb sind Bäume Göttersitze und sie befinden sich an heiligen Orten in Hainen. So entstand die Gerichtslinde und auch der Maibaum. Ein sehr bekannter Brauch ist das in vielen Gegenden Deutschlands und Österreichs das Aufstellen von Maibäumen. In manchen Städten und Dörfern wird ein Maibaum auf dem Marktplatz oder Dorfplatz aufgestellt und von den Junggesellen des Ortes bewacht, damit er nicht gestohlen wird. Falls es doch passiert, wird er mit viel Bier ausgelöst.


In anderen Gegenden wiederum stellen junge Männer dem von ihnen verehrten Mädchen eine Birke auf. Diese ist mit Bändern geschmückt, und wird der Verehrten vor das Fenster gestellt.


Im alten Rom und auch in anderen Kulturen wurden durch das Los Paare gebildet. In der Antike und bei den Kelten war es ein Fruchtbarkeitsrituall, um neues Leben zu zeugen. In den späteren Zeiten sowie auch Heute führt der junge Maibräutigam oder auch Maikönig genannt, seine Maibraut, Maikönigin zu Festen und Tanzveranstaltungen aus.


In einigen Gegenden werden in der Nacht zum 1. Mai Tore ausgehängt und anderer Schabernack getrieben. Von Volkskundlern wird es als Abwehrzauber gedeutet, von vielen jungen Leuten als Erlaubnis, in dieser Nacht andere ärgern zu können.

Am Abend des 30. April, wird der Winter verabschiedet. Es ist die Wahlpurgisnacht. In der Walpurgisnacht wird Lärm gemacht, um die Hexen, Dämonen und den Winter zu vertreiben. Dazu wird getanzt, gegessen und getrunken.



Die vielen Brunnenfeste, die zwischen Ostern und dem Monat Mai stattfinden, vor allem im süddeutschen Raum, sollen an den Wert und die Bedeutung des sauberen Wassers erinnern. Der Brunnen wird gereinigt und festlich geschmückt. Er wird mit Girlanden, Birkengrün und oft mit ausgeblasenen bunten Eiern als Fruchtbarkeitssymbol, mit Kerzen und Lampen versehen. So ein Maibrunnenfest ist ein großes Ereignis und bietet eine wunderschöne Kulisse.

Früher wurden bei dem Reinigungsfest auch die schadhaften Geräte, Schöpfkellen und Wassertransportgefäße ersetzt. An diesem Tag wählte man auch einen neuen Brunnenmeister. In einigen Gegenden umkränzte man den Brunnenrand mit Moos und versteckte in Moosnestern Eier, aus denen der Dorfbäcker einen großen Kuchen für die Gemeinschaft buk. Umzüge und Frühlingsspiele gehörten zu diesem Ereignis, das als Nachbarschaftsfest gefeiert wurde.



Ein fester Bestandteil des Mai sind auch die Eisheiligen. Es ist eine Bezeichnung für die durch die Liturgiereform geänderten Gedächtnistage der Heiligen. Pankratius am12. Mai, Servatius am13. Mai und Bonifatius am14. Mai. An diesen Tagen ist erfahrungsgemäß ein verspäteter polarer Kälteeinbruch mit Nordwinden und sogar Frost zu erwarten. Dies hat zu der Bezeichnung "Eisheilige” in diesem Zeitraum geführt. In Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gehört auch der 15. Mai, der Gedächtnistag der heiligen Sophia, ebenfalls zu den Eisheiligen. Der 15. Mai heißt deshalb auch "kalte Sophie”.


Der Mai ist neben dem Oktober in der römisch katholischen Kirche der Verehrung der Gottesmutter Maria gewidmet. Täglich werden Marienandachten, Maiandachten mit Marienliedern und Mariengebeten, zelebriert. Deshalb wird der Mai auch als Marienmond bezeichnet.


Der erste Mai ist ein internationaler Feiertag der Arbeiterbewegung. In Deutschland ist es ein gesetzlicher Feiertag. Am 2. Sonntag im Mai wird in den deutschsprachigen Ländern der Muttertag gefeiert.



Bauernregeln für den Monat Mai 

Ein kühler Mai und naß dabei, gibt viel und gutes Heu.

 

Fällt Anfang Mai viel Regen ein, so wird der Wein gefährdet sein.

 

Der Florian, der Florian (4. Mai), noch einen Schneehut setzen kann.

 

Nordwind im Mai bringt Trockenheit herbei.

 

Wenn im Mai die Bienen schwärmen, der Bauer kann vor Freude lärmen.

 

Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifazius (12.5.-14.5.) vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai.

 

Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie (15.Mai) vorüber ist.

 

Gefriert es zu St. Petersnacht (19. Mai), so friert es nicht mehr hernach.

 

Die Witterung zu St. Urban (25.5.), zeigt des Herbstes Wetter an.

 

Die erste Liebe und der Mai, gehen selten ohne Frost vorbei.


 


Tanz in den Mai


Zum Reigen herbei
im fröhlichen Mai! 
Mit Blüten und Zweigen 
bekränzt euch zum Reigen! 
Im fröhlichem Mai 
zum Reigen herbei! 
Zum Reigen herbei!

Mit Jubelgeschrei 
die Vögel sich schwingen, 
sie rufen und singen 
mit Jubelgeschrei: 
Zum Reigen herbei! 
Juchheissa, juchjei!

Wie schön ist der Mai! 
Wir habens vernommen,
wir kommen, wir kommen. 
Wie schön ist der Mai!  
Juchheissa, juchhei!

H. Hoffmann von Fallersleben




DER APRIL...


Ostermond, Wandelmonat oder Keim-Mond



 

Langsam erwacht die Natur, die Bäume und Sträucher bekommen Knospen. Die Weiden bekommen Blütenkätzchen. Die Krokusse, Narzissen und Tulpen blühen und die Störche und Schwalben kehren zurück aus dem Süden. Es ist April. Es ist der erste volle Frühlingsmonat, der oft noch sehr kühle Tage bis hin zum Schneefall und Bodenfrost hat. Genauso schnell kann es aber sommerlich warm werden. Das typische Aprilwetter eben! Der April ist eine Zeit des Umbruchs, geprägt nicht nur von Wetterkapriolen, sondern auch von Stimmungsschwankungen.


Der Name April läßt sich vom Lateinischen(aperire = öffnen) her erklären, gesichert ist das jedoch nicht. Vielleicht stammt er von den Etruskern aber auch das ist nicht sicher. Im römischen Kalender war es der 2. Monat. Im Gregorianischen Kalender ist es der vierte Monat und er  zählt 30 Tage. Der deutsche Name des April ist Ostermond, Wandelmonat oder Keim-Mond.



Verbreitet ist der Aprilscherz zum 1. April. Die Herkunft des seit Jahrhunderten geübten Brauches ist auch hier unklar. Die Wurzeln des Brauches könnten im alten Rom liegen, da am 1. April das Fest zu Ehren der Göttin Venus gefeiert wurde, wobei bei den Orgien mutwillige Streiche abgehalten wurden.


Obwohl Martin Luther in seinen Tischreden den Brauch andeutet, ist in Deutschland der Brauch erstmals seit 1618 belegt. Dabei werden Mitmenschen in den April geschickt, indem man etwas Unsinniges von ihnen verlangt oder jemanden per Falschmeldung irgendwohin lockt. So werden sie in den April geschickt und zum April-Ochsen, April-Affen oder April-Esel gemacht.



1. April: Narrentag

"Wer auf Narren hoffend blickt, wird in den April geschickt” so heißt es in einer Redewendung. Der erste Tag im April gilt in vielen Teilen der Welt als Narrentag, wo man Menschen unsinnige Aufträge erteilt oder ihnen falsche Neuigkeiten übermittelt. Man spielt seinen Mitmenschen dumme Streiche, um hinterher sie aus Schadenfreude auslacht. Dafür gibt es unterschiedliche Erklärungen,  z.B.: das launische Aprilwetter - allerdings gibt es diesen Brauch auch in Gebieten mit stabilem Wetter.
Manche leiten den Brauch her von den Quirinalien, dem Narrenfest der alten Römer. 
Die alten Inder wurden ebenfalls bemüht. Sie feierten das Hulifest, bei dem die Narreteien des Winters vertrieben werden sollten. 
Vermutlich handelt es sich um die Reste eines Frühlingsbrauches, ähnlich den Narrenbräuchen der alemannischen Fassenacht. 
Der arme Aprilnarr, der mancherorts durch Einladungen entschädigt wird, vertritt den schwachen Winter, mit dem der junge Sommer machen kann, was er will.

Nach christlicher Legende soll der Verräter Jesu, Judas Ischariot, am 1. April geboren worden sein oder aber sich per Strick das Leben genommen haben. Auch Luzifer soll an einem 1. April in die Hölle hinabgefahren sein.


 

Der 1. April gilt allgemein als Unglückstag. Was man an diesem Tag unternimmt, mißlingt. Aprilkinder gelten als Unglückskinder.Ganz besonders aber die, die am 1. April geboren wurden. Im Volksmund heißt es, dass sie krüppelhaft werden und nicht lange leben. Außerdem sind sie schwer zu erziehen. Sie können nicht recht tun und werden ihr ganzes Leben unglücklich sein. Sie müssen sich selbst unglücklich machen und sie sterben eines unnatürlichen Todes. Bei den Südslawen glaubt man, dass sie Diebe und Lügner werden. Auch nach syrischem Glauben werden die am 1. April Geborenen zu Lügnern. Hält jemand Hochzeit am 1. April, so darf man auf keine Treue rechnen.


In der Volksmedizin gilt der April als gefährlich. Von den Alten und Kranken sagt man in Baden: "Was der März nicht will, das nimmt der April." Und im Böhmerwald heißt es: "Der April führt die alten Weiber in die Höll". Der hundertjährige Kalender empfiehlt für den April: "Gewürz, Hering, Pickling und gesalzene Fische zu meiden". So ist es bei den Litauern verboten am Georgstag etwas von Tieren, Vögeln und Fischen, zu essen. Der Glaube an die besondere Kraft der Frühlingskräuter äußert sich darin, dass wenn man im April gegrabene und getrocknete Baldrianwurzeln in die Schränke legt, würde es Motten und Schaben von den Kleidern fernhalten.



Auch im Wirtschaftsleben eines Bauers spielte der 1. April eine Bedeutung als Unglückstag.So darf  man nach Sonnenuntergang keine Milch aus dem Hause geben, sonst wird sie verhext, oder die Kuh stirbt . Man darf auch kein Vieh aus dem Stalle führen. Am 1. April soll man nicht in den Wald fahren. An diesem Tag hergestellte Werkzeuge soll man nicht benutzen, weil es allem was damit in Berührung kommt, Unglück und Unheil bringen würde. Der 1. April ist auch ungünstig für die Feldarbeit. Man soll an dem Tag keine Gerste säen. Nach magyarischem Glauben soll man aber in der ersten Aprilwoche, an einem Mittwoch oder Donnerstag, die Bienen zum erstenmal ausfliegen lassen. Sie werden dann fleißig, fett und munter.


14. April: Kuckuckstag

Im April kehren von überall die Zugvögel zurück. Auch der Kuckuck lebt nun wieder in unseren Parks und Wäldern. Der Volksmund sagt, dass er während des kalten Winters unterirdisch bei den Feen 

lebe. Mit seinem Ruf verbindet man allerhand Aberglaube. So wird behauptet, dass die Anzahl der Kuckucksrufe, die man hört,  der Anzahl der noch zu erwartenden Lebensjahre, entspricht. Es wird auch gesagt, dass man an diesem Tag mit einer mit Kleingeld gefüllten Geldbörse in den Wald, zum Spaziergang aufmachen soll. Hört man dann den Ruf des Kuckucks, so muss man die Geldbörse kräftig schütteln, so dass es klimpert. Das heißt, für das ganze Jahr immer genug Kleingeld zu haben.

 

22. April: Earthday

1970 rief der Senator Gaylord Nelson sein Land "zur Rettung des geschundenen Planeten" auf. Seitdem begann sich diese Idee zu verbreiten.

 

23. April Tag des Buches

Die Unesco hat den Todestag von Shakespeare und Cervantes als Welttag des Buches ausgesucht. Es sei der "wichtigste Faktor für die Verbreitung und Bewahrung von Wissen".

 

25. April ist der späteste Termin für das Osterfest

Ostern ist ein bewegliches Fest. Kaiser Konstantin legte es auf den Sonntag nach Frühlingsanfang fest. So ergibt sich eine Zeitspanne vom 22. März bis zum 25. April. Das christliche Osterfest beendet die 40-tägige Fastenzeit. Die Fastenzeit wurde früher in der Karwoche zwischen Palmsonntag und Ostersonntag besonders streng eingehalten.

 

30. April: Walpurgisnacht

Der Sage nach reiten in dieser Nacht die Hexen auf Besen, auf Katzen oder Ziegenböcken auf den Harzer Blocksberg. Dort treffen sie sich zum Hexensabbat mit dem Teufel. Auf dem Weg zum Blocksberg richten sie viel Unheil an.


 

Bauernregeln:

Bald trüb und rauh, bald licht und mild, April - des Menschen Ebenbild. 
Märzenwinde, Aprilenregen verheißen im Mai großen Segen. 
Bläst der April mit vollen Backen, gibt's viel zu jäten und zu hacken. 
Donner im April viel Gutes künden will. 
Trockener März und nasser April sind des Bauern Will'. 
Nasser April, blumiger Mai. 
April, dein Segen heißt Sonne und Regen.
April nass und kalt, wächst das Korn wie im Wald. 
Was der März nicht will, holt sich der April. 
Was der April nicht mag, steckt der Mai in den Sack.
April zu trocken lässt Keime stocken. 
Ist der April zu schön, wird im Mai Schnee noch weh'n. 
Wenn im April schon Maikäfer fliegen, bleiben sie oft im Schmutze liegen. 
Ist der April zu gut, schneit's dem Schäfer auf den Hut.
Ist der April mild und fein, wird Maien um so wilder sein. 
Heller Mond im April schadet den Blüten viel.


 

Der erste April 

Wie wir als Knaben uns doch neckten! 
Wie wir voll Schelmenstücke steckten! 
Ich mach´s noch heute nicht bekannt, 
Wonach ich einstmals ward gesandt, 
Ich schweige still, 
Sonst hört' ich heute noch: 
April, April! 
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Nach ungebrannter Asche gingen, 
Nach Mückenfett und selteneren Dingen 
wir ernsthaft in des Krämers Haus, 
Der warf uns dann zur Tür hinaus. 
Schweig still, schweig still! 
Sonst ruft man heute noch:
April, April!
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Wie wir´s gemacht als kleine Kinder, 
So macht´s ein König auch nicht minder: 
Er schickt sein Volk nach Freiheit aus, 
Es kehret wiederum nach Haus 
Ganz still, ganz still. 
Die Nachbarn rufen laut: 
April, April! 
Man schickt den dummen Narren wie man will.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben




OSTERBRÄUCHE - 

AUS ALLER WELT...



GUTE BOTSCHAFT: Mk 16, 1-8 (Einheitsübersetzung)

 

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.



Wir feiern Ostern, nicht weil es im Kalender jetzt drankommt, nicht, weil es so Brauch ist. Nein,dieses Fest hat einen Inhalt, einen Grund, einen Anlass. Wir feiern Ostern als Fest des Lebens. Wir feiern das Leben. Das Leben stammt von Gott. Und alles, was Gott hervorbringt und schafft, lässt er niemals mehr ins Nichts fallen. Leben ist Verwandlung. Das sehen wir in der Natur. Im Herbst und Winter scheint die Natur zu vergehen, zu erfrieren, zu sterben. Im Frühling wird die Natur zu neuem Leben erweckt. Ein großartiger, wunderbarer Verwandlungsprozess. Leben wird nicht genommen, sondern verwandelt. Wir sehen dies auch, wenn ein Samenkorn in die Erde gelegt wird und dort scheinbar abstirbt. Es wächst daraus eine neue Pflanze mit neuer Blüte und neuer Frucht.


Wir feiern das Fest der Auferstehung. Christus ist auferstanden. Gott hat ihn nicht fallen lassen. Das lässt uns hoffen, das gibt uns Gewissheit: Auch uns hält Gott und trägt uns ins neue Leben, er uns ewig liebt. Seine Liebe lässt auch uns nicht verlorengehen, lässt auch uns nicht hinabfallen, sondern weckt uns auf, weckt uns zum neuen Leben auf. Diese Hoffnung lässt uns leben. Sie strahlt herein in das Hier und Heute. Sie gibt unserem Leben neuen Sinn. Sie macht unser Leben hell. Das gilt aber nicht nur für die Auferweckung am Ende unserer irdischen Tage. Nein, mitten im Leben gibt uns Gott die Kraft und schenkt uns seinen Geist, zum neuen Leben aufzustehen. „Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung“, heißt es in einem Lied. Österlich leben bedeutet nicht nur zu hoffen, dass Gott uns auferweckt am letzten Tag.


Österlich leben heißt, immer wieder neu aufzustehen zum Leben, damit das Leben wieder Leben wird, wenn es kein Leben mehr ist. Gott schenkt uns schon heute die Auferstehung mitten im Leben. Dazu hat er uns Jesus geschenkt, dass er uns den Weg zeige von der Finsternis zum Licht,von der Traurigkeit zur Freude, vom Streit zur Versöhnung, vom Hass zur Liebe, vom Krieg zum Frieden, von der Verzweiflung zur Hoffnung, vom Zweifel zum Glauben, vom Irrtum zur Wahrheit. Österlich leben heißt: mitten im Leben sich immer wieder neu auf den Weg machen zum Leben, lernen, wachsen und reifen, sodass uns das Leben in immer neuer, schönerer und verbesserter Ausgabe erscheinen kann. 




Ein etwas anderer, kleiner Streifzug um das Osterfest. Bunte Eier, Schokohasen, süße Lämmer, Heringe beerdigen und Freunde verkloppen.

 

USA:
Zu Ostern wird die südliche Grünfläche am Weißen Haus in Washington D.C., zur Spielwiese.Das Ei ist das Objekt der Begierde. Es wird jedoch weder gesucht noch gegessen. Seit 1878 findet auf der Wiese hinter dem Amtssitz des US-Präsidenten an jedem Ostermontag der "Easter Egg Roll" statt. Die Kinder, sind mit Löffeln bewaffnet und rollen die Ostereier über den Rasen. Für die Teilnahme gibt es zwar keinen Schokoladenhasen von der First Lady,aber ein vom Präsidenten handsigniertes Holzei.
In New York City gibt es die traditionelle "Easter Parade" auf der 5th Avenue. Man verkleidet sich und fährt mit bunt geschmückten Wagen durch die Straßen.




Ferner Osten:
Die Kleinen in den christlichen Ländern des Fernen Ostens haben gar keinen Eierspaß. Allerdings auf den Philippinen pflegt man auch den Brauch mit Hasen und bunten Ostereiern. Außerdem wird mit dem ersten Läuten der Osterglocken an das körperliche Wachstum ihrer Kleinen gedacht. Die Kinder werden am Kopf nach Möglichkeit sanft in die Höhe gehoben. Davon versprechen sich philippinische Eltern das gesunde Gedeihen ihrer Sprösslinge. 




Irland:
In Irland hat das Osterlamm eine sehr starke traditionelle Sellung. Auf den Teller kommt es erst am Ostersonntag. Aber erst dann, wenn der Hering zu Grabe getragen wurde. Der kleine Fisch war während der Fastenzeit 40 Tage lang das Hauptnahrungsmittel der Katholiken. Zu Ostern darf das verleidete Viech dann endlich unter die Erde. Fleisch und Wurst kehren zurück auf den Speiseplan. Nicht selten werden die Bestattungen von ortsansässigen Metzgern organisiert. 




Schweden:

In Schweden schleichen junge Frauen heimlich durch die Osternacht, um Wasser zu holen. Sie vertrauen auf die Kraft des österlichen Nassen, um ihren Geliebten zu erobern. Während der Prozedur dürfen die Frauen weder ein Wort noch einen Tropfen des Wassers verlieren. Wenn es ihnen auch noch gelingt, den Angebeteten mit dem Osterwasser zu beträufeln, ohne seinen Schlaf zu stören, ist das Glück für die Zukunft voll gesichert. Ostern wird mit Feuerwerk und Lärm gefeiert. Die "Osterhexen" werden symbolisch am Osterfeuer verjagt. Am Gründonnerstag verkleiden sich die schwedischen Kinder als "Osterweiber". Sie laufen mit langen Röcken und Kopftüchern durch die Straßen und betteln an den Türen um Süßigkeiten, als "Bezahlung" überreichen sie selbstgemalte Osterbilder. 




Finnland:
In Finnland interessiert man sich weniger für die Zukunft als für die Vergangenheit. Man schlägt Freunde und Verwandte mit der Rute. Und das alles im Gedenken an den Einzug Jesu nach Jerusalem, wo er mit Palmwedeln empfangen wurde. Die Finnen lassen die Birkenzweige peitschen. Allerdings sehr Liebevoll. Und das a nur auf den Rücken! 




Schweiz:
In der Schweizer Gemeinde Rumendingen ist den Menschen die Gewalt an den Feiertagen fremd, obwohl Ostern im Zeichen des Holzes gefeiert wird. Ehemals soll das gesamte Emmental damit beschäftigt gewesen sein zu "knütteln". Dies passierte aus Langeweile. Das Schiessen über die Festtage war verboten und deshalb warfen die Menschen in Rumendingen mit kleinen Stöckchen um sich. Der älteste Teilnehmer beginnt und die anderen müssen ihr Hölzchen so nahe wie möglich daneben platzieren. Es erinnert einen an Boule und ein bisschen an Sport. Und wer will schon über die Feiertage ein faules Ei sein. 




Australien:
In Australien schöpfen verlobte Paare Ostern fließendes Wasser aus einem Bach und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. Bevor sie zur Kirche gehen, besprengen sie sich gegenseitig damit. Dies soll Glück bringen. 



Kroatien:
In Kroatien geht es ganz anders zu. Dort wird eine Art Kasseler Rippenspeer in der Kirche gesegnet und anschließend mit Meerrettich und hart gekochten Eiern als Osteressen serviert. 




Mexiko:
In Mexiko feiert man für etwa zwei Wochen eine Art Volksfest mit Musik und Tanz. Die Straßen sind mit Girlanden geschmückt. Am Karfreitag ist es ruhig, und es finden Prozessionen statt. 




Italien:
In Italien gibt es die "Torta di Pasquetta". Es ist eine Art Gugelhupf mit gekochten Eiern, Spinat und der sogenannten "Ostertaube". Am Karfreitag findet in vielen Orten eine Prozession statt, bei der das Kreuz schweigend durch die Straßen getragen wird. Die Auferstehung wird traditionell am zweiten Feiertag mit der Familie und Freunden mit Picknick gefeiert. 




Osteuropa:
Die Länder mit der kunstvollsten Eierbemal-Tradition sind die Ukraine, Tschechien, Slowakei, Polen, Rumänien, etc., sowie die sorbisch-sprachigen Gebiete in Deutschland (Brandenburg, Sachsen). Die Pisanki, so werden die Eier in Polen und in der Ukraine genannt, sind Bemalungen auf den Eiern, wo mit flüssigem Wachs Ornamente aufgetragen werden. Die Eier werden in einer Farbstofflösung gekocht und in einem mit Gras oder ähnlichem Material ausgelegten Korb verschenkt. 


Außerdem wird am Ostermontag ein Brauch ausgeübt, bei dem die Männer Frauen mit Wasser, in Ungarn mit Parfüm, besprengen und mit einer Art handgemachten Rute, die mit bunten Bändern geschmückt ist, "symbolisch" (d. h. ohne weh zu tun) schlagen. Oft werden die Mädchen jedoch so stark auf die Beine geschlagen, dass sie es nicht wagen aus dem Haus zu gehen. Der Überlieferung nach soll dies die Gesundheit und Schönheit der betroffenen Frauen im kommenden Jahr erhalten. Frauen, die dabei übersehen werden, können sich unter Umständen beleidigt fühlen. Im Gegenzug schenkt die Frau dem Mann ein bunt bemaltes Ei oder auch einen geringen Geldbetrag. In manchen Gegenden kann sich die Frau dann am Nachmittag oder am darauf folgenden Tag revanchieren, indem sie Männer mit einem Eimer kalten Wassers übergießt. 




Deutschland, Österreich, Niederlanden:
In deutschsprachigen Ländern und den Niederlanden suchen die Kinder bunt bemalte Eier und Süßigkeiten. Die wurden von einem "Osterhasen" versteckt. Es gibt auch den Brauch, Zweige in Vasen oder auf Bäumen mit bunt bemalten Ostereiern zu schmücken. Als Ostergebäck gibt es einen Kuchen in Hasen- oder Lammform. Bräuche zum Osterei sind das Ostereiertitschen, Ostereierschieben und Eierschibbeln. In katholischen Gemeinden werden die Kirchenglocken zwischen Karfreitag und der Osternacht nicht geläutet. In vielen Gemeinden des süddeutschen Raums, aber auch in Luxemburg, ziehen Kinder und Jugendliche mit speziellen Ratschen oder Klappern durch das Dorf. So werden die Gläubigen zu den Gottesdiensten und zum Angelusgebet gerufen. 




Frankreich:
Um zu erklären, wieso die Glocken zwischen Karfreitag und Ostersonntag nicht läuten, erzählt man den Kindern in Frankreich, Österreich aber auch in überwiegend katholischen Regionen Deutschlands, dass die Glocken am Karfreitag nach Rom fliegen und am Ostersonntag zurückkommen. Die Glocken würden auf dem Rückweg aus Rom Süßigkeiten für die Kinder verstecken. Die Suche nach den versteckten Süßigkeiten findet in Frankreich, erst am Ostermontag statt. 


 

Griechenland:

In Griechenland, (auch in Russland und Serbien) werden hartgekochte Eier rot bemalt als Symbol für das neue Leben, das durch das Opfer Christi erworben wurde. 

Nach der Auferstehungsliturgie wird die Majiritsa, eine Suppe aus den Innereien des Lamms gegessen. Das Lamm wird dann im Laufe des Ostersonntags am Spieß gegrillt. Während der Ostertage begrüßt man sich, wie auch in allen anderen orthodoxen Ländern, mit dem Ostergruß: "Christus ist auferstanden!" Der so Gegrüßte antwortet: "Er ist wahrhaftig auferstanden!". In einigen Gegenden ist auch die Speisensegnung am Gründonnerstag oder am Karsamstag gebräuchlich. Dabei werden traditionelle Osterspeisen (Osterschinken, Würste, Zunge, Meerrettich, Eier) gesegnet werden. Bei den Kindern ist das "Eierpecken" sehr beliebt. Jeder Teilnehmer erhält ein Ei und stößt es mit jenem von einem anderen Teilnehmer zusammen. Derjenige, dessen Ei bis zum Schluss ganz bleibt, hat gewonnen. (Quelle: Wikipedia)



KARFREITAG...

DER TAG DER TRAUER UND KLAGE...



Die Karwoche beginnt nach dem Palmsonntag, sie schließt Gründonnerstag und Karfreitag ein, und endet mit dem Karsamstag. Das Wort Karfreitag wird abgeleitet von dem althochdeutschen Begriff “kara”, was so viel wie Trauer oder Klage bedeutet. Der Karfreitag gehört zu den wichtigsten Feiertagen in der christlichen Welt. Für Christen ist dieser Tag so bedeutsam, weil es sich laut Bibel um den Tag handelt, an dem Jesus den Tod am Kreuz erleiden musste, um die Menschen von ihren Sünden zu befreien. In den mehr als 2000 Jahren seit Entstehung des Christentums, entwickelten sich viele religiöse und kulturelle Bräuche um diesen hohen Feiertag. Die genauen historisch-religiösen Hintergründe sind jedoch heute immer weniger Menschen bekannt. Das Wissen über die Ereignisse dieses Tages geht nach und nach verloren, obwohl es sich dabei um Inhalte handelt, die eine zentrale Rolle in unserem westlichen Kulturkreis einnehmen.



In christlichen Gemeinden auf der ganzen Welt werden an diesem Tag inhaltlich und formal besonders aufwendig gestaltete Messen und Gottesdienste gefeiert. Diese Tradition existiert seit vielen Jahrhunderten und wird jedes Jahr neu belebt. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören eng zusammen. Die katholische Kirche gewährt demjenigen Gläubigen vollkommenen Ablass, der die Kreuzwegandacht verrichtet.


Der am Karfreitag begangene Kreuzweg beschreibt die wichtigen Stationen dieses Tages.

 

1. Jesus wird zum Tode verurteilt 
2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern 
3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz 
4. Jesus begegnet seiner Mutter 
5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen 
6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch 
7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz 
8. Jesus begegnet den weinenden Frauen 
9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz 
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt 
11. Jesus wird ans Kreuz genagelt 
12. Jesus stirbt am Kreuz 
13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.



In der Reformation ist der Karfreitag (von Luther »guter Freitag« genannt) ein halber Feiertag, an dem das Lesen und Predigen der Leidensgeschichte Jesu, die Passionsgeschichte im Mittelpunkt steht und thematisiert wird.  Erst später wurde der Karfreitag zum Bußtag. In Preußen war er zeitweilig der Konfirmationstag.


Evangelisches Gesangbuch 86

 

Jesu, meines Lebens
Leben, Jesu, meines Todes 
Tod, der du dich für mich gegeben
in die tiefste Seelennot,
in das äusserste Verderben, 
nur dass ich nicht möchte sterben: 
Tausend, tausendmal sei dir,
liebster Jesu, Dank dafür!


 

Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt: Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heißt auf griechisch "Ichthys".

 

Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesos Christos Theou Yios Soter".

 

Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter". Darüber hinaus ist es christliche Tradition, dass an Fasttagen generell auf Fleisch "der Tiere des Himmels und der Erde" verzichtet wird. Nach christlicher Tradition verzichtet man an Freitagen, in Erinnerung an den Karfreitag, auf teueres Fleisch und isst stattdessen Fisch. Der Fisch  zählt nicht zu  Fleisch und früher  war er billiger. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Dieser Tag dient der Besinnung auf die Leiden Christi am Kreuz.

 

In vielen katholischen Gemeinden wird Jesus, begleitet von Gebeten und Gesängen, in der feierlichen heiligen Messe zu Grabe getragen und betrauert. Der Altar ist nicht geschmückt, das “Ewige Licht” leuchtet durchgehend, bis am Ostersonntag Jesu Auferstehung von den Toten verkündet wird. Die Karwoche lockt immer wieder viele gläubige Pilger zu den berühmten Wallfahrtsorten auf der ganzen Welt. Auch Rom und Jerusalem gehören zum wichtigsten Ziel vieler Christen rund um die Osterzeit. Ein wichtiges kulturelles Ereignis am Karfreitag sind Passionsspiele, bei denen die letzten Tage in Jesus Leben bildlich dargestellt werden. In Oberammergau finden jährlich seit dem 17. Jahrhundert diese besonderen Aufführungen statt.


Der Karfreitag wird mindestens seit dem zweiten Jahrhundert gefeiert. Bis heute gilt er in der katholischen Kirche als strenger Fasttag. Gläubige, die älter als 14 Jahre sind, sollen an diesem Tag kein Fleisch essen. Katholiken zwischen 18 und 60 ist am Karfreitag nur eine Mahlzeit erlaubt. Ursprünglich durfte man an diesem Tag überhaupt nichts essen oder trinken. Selbst Glocken schweigen an diesem Tag. In Frankreich heißt der Karfreitag "vendredi saint", was heiliger Freitag heißt. In England wird er "Good Friday" oder "Black Friday" genannt, was übersetzt guter Freitag oder schwarzer Freitag heißt. In Süddeutschland gab es seit dem 12. Jahrhundert einen schönen Brauch, in dem aufgesteckte bunte Glaskugeln zum Heiligen Grab gehörten. Die aus venezianischen Glashütten stammenden Kugeln galten als Sonnen- und Glücksymbol. Die farbigen oder mit gefärbtem Wasser gefüllten Glaskugeln wurden durch hinter ihnen angebrachte Öllämpchen erleuchtet. Das flackernde Licht verlieh der Grabszene eine geheimnisumwitterte Atmosphäre. Heute findet man die bunten Glaskugeln fast nur noch in den Gärten.


Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. Es ist der letzte Tag der 40-tägigen Fastenzeit und der Tag der Vorbereitung auf den Feiertag der Auferstehung Jesu. Am Abend werden Altäre und Kreuze in den katholischen Kirchen von den Fastentüchern befreit, besonders die Kinder freuen sich auf den nächsten Tag, den Ostersonntag.



PALMSONNTAG

 

 

 

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die in der evangelisch-lutherischen Kirche auch "Stille Woche" genannt wird. Die "Große Woche" bzw. "Heilige Woche" der katholischen Tradition umfasst darüber hinaus auch Ostern.

Am Palmsonntag wird an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk ihm zu und streute Palmzweige. Palmen wurden vielerorten als heilige Bäume verehrt. Sie waren in Delos dem Apollon heilig. Im Mittelmeerraum galten sie von alters her als Sinnbild des Lebens und des Sieges. In Israel sind sie das Symbol für die Unabhängigkeit und den siegreichen König. Von daher stellte der so gestaltete Einzug für die Römer eine besondere Provokation dar. Der Esel wiederum war ein Sinnbild des gewaltlosen Friedenskönigs und der Bescheidenheit.

 

 

Der Ursprung der christlichen Palmsonntagsfeier geht wohl auf die Liturgie von Jerusalem zurück, wo man die einzelnen Ereignisse des Leidensweges Jesu in eigenen Feiern und Riten nachbildete.

Die Palmenweihe gehörte früher, bevor sie in vielen Gegenden auf den Palmsonntag verlegt wurde, zu den heidnischen Ostergebräuchen. Die geweihten Zweige sollten nicht nur das Haus bis zur nächsten Erneuerung vor Blitz und Feuersgefahr schützen, sondern sie werden auch mit den Schalen der Ostereier und den Kohlen der Osterfeuer in den Ecken der Felder eingesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen.

 

An diesem Sonntag wird in der Liturgie der erste Tag der Heiligen Woche mit Palmweihe und -prozession das Gedächtnis des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem gefeiert, als Christus auf einem Esel in Jerusalem einzog und ihm mit Palmwedeln und dem Ruf "Hosanna dem Sohne Davids!" als Messias gehuldigt wurde. Es wird das Evangelium von der Passion Christi aus einem der synoptischen Evangelien gelesen. Dies erklärt den lateinischen Doppelnamen des Palmsonntags, der übersetzt "Palm- und Passionssonntag" bedeutet. Die Lesung der Passion entspricht altrömischer Liturgietradition. Die Prozession ist aus dem altgallischen und ostkirchlichen Brauchtum übernommen worden.


Die liturgische Farbe des Palmsonntags ist rot. Der Gottesdienst beginnt mit der Palmweihe, die in der Regel an einem Ort außerhalb der Kirche stattfindet. Der Zelebrant segnet die Palmgebinde durch Weihegebet und Besprengung mit Weihwasser. Nach dem Vortrag des Evangeliums und der Homilie ziehen alle unter dem Wechselgesang des uralten Prozessionshymnus Gloria, laus et honor mit dem festlich geschmückten Prozessionskreuz zur Kirche. Die Gemeinde antwortet auf die Strophen der Vorsänger.


Bei der Lesung der Passion kommen weder Weihrauch noch Leuchter zum Einsatz. Die Passion wird in "verteilten Rollen" vorgetragen, wobei einer die Worte Jesu spricht, einer die des Evangelisten und der dritte die Worte aller sonstigen Personen. Während die Worte Jesu traditionell von einem Geistlichen vorgetragen werden, können die Worte des Evangelisten und der sonstigen Personen auch von einem Laien vorgetragen werden. An der Stelle der Lesung, die vom Augenblick des Todes am Kreuz berichtet, knien alle nieder und verharren eine Zeitlang in Schweigen. Bekannte Palmsonntagslieder sind Singt dem König Freudenpsalmen und der Hymnus Des Königs Banner steigt empor Vexilla regis. Das heute als Adventslied bekannte Tochter Zion, freue dich wurde 1826 zuerst als Lied "am Palmsonntage" veröffentlicht.



Prozessionen

 

Bereits seit dem 4., 6. bzw. 8. Jahrhundert ist der Brauch der Prozession am Palmsonntag bekannt. Am Palmsonntag werden in der Palmweihe Palmbuschen, Palmstöcke, auch echte Palmwedel, Ölzweige, Palmkätzchen oder Buchsbaumbüschel, zuvor mit Weihwasser gesegnet, in der kirchlichen Prozession als "Zeichen des Lebens und des Sieges" mitgetragen. Anschließend werden die Wedel in den Wohnungen hinter das Kruzifix gesteckt. 
In Norddeutschland werden gesegnete Palmstöcke von den Kindern zu ihren Paten und Großeltern gebracht. Dafür bekommen sie meistens eine Kleinigkeit oder etwas Süßes geschenkt.

Im Mittelalter – die früheste Erwähnung stammt aus dem 10. Jahrhundert – und besonders im Barock wurde bei Palmprozessionen oft ein Esel (später aus Holz) mit Christusfigur mitgeführt, ein sogenannter "Palmesel". Dieser Brauch wird in einigen Pfarreien mittlerweile wieder gepflegt, etwa in Mittelfranken (Hilpoltstein, Jahrsdorf) und Oberbayern (München-Bogenhausen und Kolbermoor, Pfarrei Wiederkunft Christi).

 

 

In Thomatal im Lungau führte der Pfarrer Valentin Pfeifenberger auf einem Esel reitend alljährlich die Palmprozession an. In Tirol findet in der Ortschaft Thaur als einziger Gemeinde Tirols noch eine Palmprozession statt, in der eine Christusfigur auf einem Holzesel durchs Dorf gezogen wird. In Möttlingen bei Calw findet jährlich der Calwer Palmritt statt, eine von Eseln angeführte Reiterprozession, die mit einem evangelischen Gottesdienst im Freien abschließt. Im nordhessischen Fritzlar findet am Palmsonntag eine feierliche Prozession zum Dom statt. Dort wird im Anschluss ein festliches Hochamt mit den Chorherren der Prämonstratenser gehalten. In Heiligenstadt im Eichsfeld findet die Palmprozession unter Mitführung von sechs überlebensgroßen figürlichen Darstellungen aus der Leidensgeschichte Jesu statt. Diese jesuitisch inspirierte Prozession wurde Mitte des 18. Jahrhunderts vom Karfreitag auf den Palmsonntag vorverlegt. 
Eine besondere Prozession findet in Jerusalem statt. Tausende schließen sich mit Palmen und Instrumenten den Franziskanern an, und pilgern vom Ölberg durch das Löwentor in die Altstadt von Jerusalem. In der St. Anna-Kirche wird dann traditionell der Segen gespendet. (Quelle: Wikipedia)



DER MÄRZ... 


Lenzmond, Lenzing, Märzen



Im März beginnt der Frühling Der Frühling steht für das Werden, das Entstehen neuen Lebens. Die Tage werden länger und milder. Der Schnee schmilzt, die Wiesen werden grün und die ersten Blumen beginnen zu blühen. Die Vögel zwitschern. Überall entsteht neues Leben und die Menschen sind froh, daß der Winter, die kalte und dunkle Jahreszeit, endlich zu Ende ist. Die Menschen sehnen sich nach Licht. Sie gehen spazieren, füllen die Straßencafès und genießen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.


Der März ist  ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt worden. Die Römer nannten ihn  Martius. Der März war im römischen Kalender der erste Monat. In der Antike nahm man an, dass an dem Tag der Frühlingsgleiche, die Welt erschaffen wurde. Deshalb hatte Romulus, der für die Römer den ersten Kalender entwarf, das Jahr mit dem März beginnen lassen. Im Monat März fanden auch die Neujahrsopfer statt.



In ganz früher Zeit war das Opfer der herrschende König gewesen. Er feierte mit der Fruchtbarkeitsgöttin die Heilige Hochzeit. Die Heilige Hochzeit bestand in der Opferung des Königs. Die Monatsmitte, die Iden des März am 15., war sprichwörtlich zur gefährlichen Zeit für römische Könige geworden. An diesem Tag trafen auf den Stufen zum Senat die Kriegsherren und die angehenden Alleinherrscher. Die Messerstiche des Brutus an Julius Cäsar hatten also auch einen kultischen Hintergrund. Es war nicht nur ein gewöhnlicher, politischer Mord.


Im Gregorianischen Kalender  ist  der März der dritte Monat des Jahres und er hat 31 Tage. Er beginnt mit dem selben Wochentag wie der November und in Nicht-Schaltjahren auch wie der Februar.


Der alte deutsche Name vom März, ist Lenzmond oder auch Lenzing. Eine veraltete Schreibweise ist Märzen.



Meist am 19./ 20. März findet der astronomische Frühlingsbeginn, die Tagundnachtgleiche (es ist genau 12 Std. hell, Tag und 12 Std. dunkel, Nacht) statt. An diesem Tag steht die Sonne über dem Äquator im Zenit und geht damit genau im Osten auf und genau im Westen unter. Die Sonne tritt nun in das Zeichen des Widders, mit dem der Frühling beginnt. Die Frühjahrstierkreiszeichen sind Widder, Stier und Zwilling. Nach dem astronomischen Frühlingsanfang richtet sich auch das Osterfest.


Der Zeitpunkt der Tagundnachtgleiche wandert immer 3 Jahre, um etwas weniger als 6 Stunden vorwärts, um dann im 4. Jahr (Schaltjahr) wieder um 18 Stunden zurück zu springen. Weil der Rücksprung größer ist als die Vorwärtsbewegung, wandert der Frühlingsbeginn auf 4 Jahre betrachtet, rückwärts. Um zu verhindern, dass der Frühlingsanfang das ganze Jahr durchwandert, fällt im Gregoreanischen Kalender das Schaltjahr alle 100 Jahre aus, außer die Jahreszahl ist durch 400 teilbar (Zuletzt 1900, als nächstes 2100, aber nicht 2000). Daher kann der Frühlingsbeginn zwischen dem 19. und 21. März stattfinden, wird aber bis zum Jahre 2100 fast ausschließlich auf den 19. und 20. fallen. (Wikipedia)
Der astronomische Frühling endet um den 21. Juni, der Sommersonnenwende. An diesem Tag ist es genau 16 Std. hell (längster Tag des Jahres) und 8 Std. dunkel (kürzeste Nacht des Jahres).


Meteorologisch gesehen beginnt der Frühling schon am 1. März. Die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu. Der Winter endet für die Meteorologen Ende Februar. Der Frühling umfasst somit die Monate März, April und Mai. Der Zeitpunkt des Frühlingsbeginns ist nicht jedes Jahr einheitlich, sondern findet offensichtlich durch die globale Erwärmung immer ein wenig früher statt.



Bauernregeln


Märzenstaub und Märzenwind guten Sommers Vorboten sind.
Siehst du im März gelbe Blumen im Freien, magst du getrost deinen Samen streuen.
Gibt's im März zu vielen Regen, bringt die Ernte wenig Segen.
Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann.


1. März: St. Albin  

Sankt Albin im Regen, kein Erntesegen.

3. März: St. Kunigunde  

Wenn es an Kunigunden friert, der Frost noch 40 Nächte regiert.


6. März: St. Fridolin

Um den Tag des Fridolin, da zieht der letzte Winter hin.


7. März: St. Perpetua und St. Felizitas  

Perpetua und Felizitas, die bringen uns das erste Gras.


8. März: St. Cyprian

Wenn's donnert um St. Cyprian, zieht man noch oft die Handschuh' an.


10. März: 40 Märtyrer/40 Ritter

Wie das Wetter auf 40 Märtyrer fällt, 40 Tage dasselbe anhält.


11. März: Rosamunde

Sturm und Wind an Rosamunde bringen eine gute Kunde.


12. März: St. Gregor

Gregor zeigt dem Bauern an, ob im Feld er säen kann.


15. März: St. Lukretia (Leocritia)

Lukretia feucht, Kornsäcke leicht.


17. März: St. Gertrud

Sieht Sankt Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß.


19. März: St. Josef, St.Sibylle

Ist's am Josephstag klar, folgt ein fruchtbar Jahr.


20. März: Frühlingsanfang (20. oder 21. März)

Wie sich die Sonne zum Frühling wendet, so auch unser Sommer endet.

 

21. März: St. Benedikt / St. Lupicinius

Soll das Korn gar üppig stehen, so soll man es an St. Benedikt säen.

 

23. März: St. Otto

Weht kalter Wind am Ottotag, das Wild noch vier Wochen Eicheln mag.


24. März: Erzengel Gabriel

Scheint auf Sankt Gabriel die Sonn', hat der Bauer viel Freud' und Wonn.

(Die katholische Kirche verlegte 1969 den Gedenktag auf den 29. September.)


25. März: Mariä Verkündigung

Wenn Maria sich verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet.


26. März: St. Ludger

Ist es um Ludger draußen feucht, bleiben auch die Kornböden leicht. 


27. März: St. Rupert

Ist an Rupert der Himmel wieder rein, so wird er's auch im Juli sein.


29. März: St. Berthold

Wie St. Berthold gesonnen, so der Frühling wird kommen.


30. März:  Wie der 30. März, so der Sommer.


31. März:  Wie der 31. März, so der Herbst.




 DER VALENTINSTAG -

EIN FEST DER LIEBENDEN...

 


Der Name Valentin kommt aus dem Lateinischen (valere) und bedeutet „gesund“, „stark sein“, „Einfluss haben“. Der Valentinstag am 14. Februar, wird als Tag der Liebenden gefeiert. Über das Brauchtum dieses Tages ist man sich nicht einig. Es gibt mehrere Legenden und Erklärungen betreffend der Herkunft.  In der Kirche verbindet man mit diesem Gedenktag einen der christlichen Märtyrer Namens Valentin. Es kommen jedoch mindestens zwei Märtyrer mit dem Namen Valentin in Frage. Valentin von Terni oder Valentin von Viterbo. Beide sind der Überlieferung nach Enthauptet worden. Valentin soll als einfacher Priester Liebespaare, trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II., getraut haben. Dafür wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet. Außerdem soll Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt haben. Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. im Jahre 469 für die ganze Kirche eingeführt. Erst 1969 wurde der Gedenktag aus dem römischen Generalkalender gestrichen. Verbreitet gibt es jedoch um den Valentinstag herum Gottesdienste, in denen Ehepaare gesegnet werden. 




Wahrscheinlich ist es, dass die Herkunft des Tages im heidnischen Rom zu finden ist. Am 13. bis 15. Februar wurde das Fest des Hirtengottes Lupercus gefeiert. An diesen Festtagen wurden junge Frauen und Männer durch Losentscheid, für eine bestimmte Zeit, miteinander "verbunden". Pate dieses Brauchs war der Liebesgott  Amor. Im mittelalterlichen England konnte sich am 14. Februar jeder Mann (Valentin) seine Valentine wählen. Entschieden wurde durch das Los oder durch die erste Begegnung am frühen Morgen. Zum Ritual gehörte, sich kleine Geschenke und Gedichte zu schicken.


Am Vorabend des Valentinstag wurden verschiedene Hochzeitsorakel befragt und besondere Rituale vollzogen. Die sollten garantieren, dass die jungen Mädchen einen Mann abbekommen. Am Vorabend nahmen die jungen Mädchen verschiedene magische Hochzeitsorakel vor. Ein Mädchen, das aus einem Brunnen Wasser schöpfte und dabei auf einen bestimmten Stein trat, bekam garantiert einen Mann ab. Weit verbreitet war auch der Glaube, dass jungen Mädchen, nach dem Verzehr hart gekochter Eier, in der Nacht zum Valentinstag von ihrem liebsten träumen würden. 




Obwohl jeder Tag im Jahr, ein Tag der Romantik sein kann und heutzutage der Valentinstag leider sehr auf Kommerz ausgerichtet ist, wer freut sich nicht über ein paar Verse oder ein Liebesgedicht? Manche Menschen bringen es nicht einmal im Jahr fertig, zu sagen, dass sie einen lieb haben. Schade, denn auf das menschliche Leben bezogen, vorausgesetzt man wird vielleicht 85 Jahre alt und man sich das erste Mal mit 15 Jahren verliebt hat, dann wären es gerademal 70 Tage des eigenen Lebens. 


Die Lieb' ein Traum 

Ludwig Anzengruber


Tief im Walde sitzen zwei, 
Leis' umrauschet von den Bäumen, 
Und es sprudelt hell der Quell 
Und sie flüstern, kosen, träumen.

Weh', du süßer Liebestraum, 
Wenn wir dein erwachen, 
Wie es auch geschäh' – o weh – 
Ob mit Weinen oder Lachen!



  • Das Leberblümchen…

    Donnerstag, 28. Mai 2015 - in Blumen, Bedeutung und Sprache

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  • Das Veilchen

    Mittwoch, 4. März 2015 - in Blumen, Bedeutung und Sprache

  • der Blaustern

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  • Statice, Limonium

    Mittwoch, 4. März 2015 - in Blumen, Bedeutung und Sprache

  • Freitag, 5. April 2013

    DER FEBRUAR

     

    Hirsche im Schnee

     

    Der Name Februar kommt aus dem Lateinischen (februare) und bedeutet „reinigen“. Der Februar ist seit 153 v. Chr. der zweite Monat des römischen Kalenders. Er wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt. Im römischen Kalender war der Februarius ursprünglich der letzte Monat im Jahr. Aus diesem Grund erhielt genau dieser Monat die überzählige Schalttage angehängt. Es ist ein Brauch, der sich durch die julianische und gregorianische Kalenderreform hindurch erhalten hat. Der Monat Februar hat 28 Tage und im Schaltjahr 29 Tage. Jedes vierte Jahr ist ein Schaltjahr. In Teilen Österreichs, in der Pfalz und im Schwäbischen wird er auch Feber genannt.

     

     

    Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung. Er wurde so genannt, weil die Rothirsche in diesem Monat ihr Gehörn abwerfen und weil Ihnen ein neues Geweih anfängt  zu wachsen. Eine andere Theorie besagt, dass Hornung -  "der im Geheimen gezeugte Bastard“ - bedeutet. Im Elsass wird dieser Monat auch heute noch als Hornung bezeichnet. Weitere Namen für den Februar waren Schmelzmond und Sporkel oder Spörkel. Bei Gärtnern war früher die Bezeichnung Taumonat oder Taumond üblich.

     

    Früher wurden im Februar die alten Vorfrühlingsrituale und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten. Damit wollte man die Dämonen des Winters vertreiben. Diese Zeit nannte man auch Narrenmond. Der Februar wird geprägt von Mariä-Lichtmess, der Vorfasten- und Fastenzeit, dem Mummenschanz, Karneval und dem Fasching. Als Faschingsscherz gilt die Erklärung für Karneval - “carne vale - Fleisch leb wohl”. Es soll der Abschied vom Fleisch vor der Fastenzeit sein.

     

    In der katholischen Kirche war an Maria-Lichtmess die Kerzenweihe. Gesegnet wurden alle Kerzen, die im Haushalt für ein Jahr gebraucht wurden. Man glaubte, dass die geweihten Kerzen vor Blitzschlag und Feuersbrunst bewahrten. Für die Handwerker hörte an Lichtmess die Arbeit bei Kerzenlicht auf, die bei Michaelis (29. September) begonnen hatte. Den Tag nach Lichtmess gaben die Meister frei.Der freie Tag hieß Lichtblaumontag. Davon leitet sich, wenn auch mit anderem Sinngehalt, unser heutiger “blauer Montag” ab.

     

     

     

    Ursprünglich wurden im Februar viel mehr Feste gefeiert als es heute der Fall ist.

     

    Am 1. Februar: Das Fest der keltischen Göttin Birgit. Sie ist die Göttin der Dicht- und Heilkunst. Übersetzt steht Birgit für “die Strahlende”. Ihre Symbole sind das Feuer und der Zauberkessel. Birgit ist die ewige Flamme der Inspiration und Intuition.

     

    Am 2. Februar: Dies ist der Tag von Mariä-Reinigung und der Darstellung des im Tempel neugeborenen Gottessohnen. Dieser hohe Feiertag wurde im 5. Jh. v. Chr. als Fest zu Ehren des altitalischen Gottes der Unterwelt, Februus, gefeiert. Februus galt dieser Monat mit seinen Reinigungs- und Sühnenfesten.

     

    Am 3. Februar: Blasius war Bischof und wurde zum Schutzheiligen gegen Halsweh. Einer Legende nach, hat Blasius einen Jungen vor dem Ersticken bewahrt, in dem er ihm eine Gräte aus dem Hals entfernte. Das Blasienbrot, das man früher gebacken hat, war ein Heilsbrot mit trockenen Früchten.

     

    Am 4. Februar: Die Veronika - oder auch Vreneli - ist die Brotheilige. An diesem Tag schnitt man früher ein selbst gebackenes Roggenbrot an. Im Mittelalter schnitt keine Hausfrau einen Brotlaib an, ohne ihn vorher mit dem Kreuz zu zeichnen. Auch heute noch ist dies in katholischen und orthodoxen Ländern üblich.

     

    Am 5. Februar: Heilige Agatha. Die hl. Agatha stammte aus Sizilien. Sie verlor in grausamer Marter ihre Brüste, und deshalb ist sie die Fürbitterin der Brustkranken. Die Relique ihres Schleiers hat die Stadt Catania so oft vor dem Lavastrom des Ätna gerettet, dass Agatha auch die Patronin gegen Feuersbrunst wurde.

     

    Am 1. Sonntag nach Lichtmeß: Früher wurde der Adamsbaum, ein kleiner kahler Obstbaum, in Saulgau im Februar umher getragen. Behängt mit Äpfeln und Gebäck sollte er das Jahr reich und gesegnet machen.

     

    Am 9. Februar: Der Tag der heiligen Apollonia. Die heilige Apollonia ist die Patronin gegen Zahnweh, da die heidnische Folterer ihr die die Zähne ausbrachen.

     

    Am 14. Februar: Dieser Tag geht auf den italienischen Bischof St. Valentin zurück. Er starb um 270 als Märtyrer in der Nähe von Rom. Der Legende nach, erfreute der fromme Mann seine Mitmenschen mit einem Blumengruß, den er ihnen über die Klostermauern reichte.

     

    Am 22. Februar: In Friesland wird am Vorabend der Frühling mit einem Strohfeuer (Bieken) auf Anhebungen eröffnet. Da danach kein Licht mehr brennen soll, wird das Abendessen noch bei Tageslicht eingenommen. Mit dem Peterli-Springen, vertreiben die Kinder am Vorabend “Schlangen und Kröten” mit Kettengerassel und dürfen dann am Petritag mitfeiern. Tritt die Sonne in das Sternzeichen der Fische ein, geht kein Fuchs mehr über das Eis. Der Heilige Petrus ist der Patron der Fischer und somit der Feind, der winterlichen Eisdecke.

     

     

    In Tirol zeigen die Erwachsenen mit Peitschenknallen und Kettengerassel an, dass sich der Winter dem Ende neigt. Sie feiern auf dem Acker den Tag des Kornaufweckens. Zum Mittag wird ein ordentlicher Schweinebraten aufgetischt. Die Knochen des Tieres werden zerschlagen und unter das Saatkorn gemischt. Der Hausherr geht am Abend mit einem Hammer durch den Stall, klopft Pfosten und Bretter ab und verjagt so die Milch stehlenden Hexen. Die Kinder bekommen zum Abendmahl einen besonders guten Milchbrei.

     

    Der Rosenmontag, Tag vor Fastnacht: Es ist der Tag der großen Karnevalsumzüge. Ganz besonders im Rheinland. Das reiche Wurfmaterial erinnert an die einstigen Heischegänge aus dem Mittelalter. An diesem Abend ließ man die Fenster offen, damit sich die Engel noch einmal an den Mahlzeiten stärken konnten. Man war überzeugt, dass die Fastenzeit auch im Himmel streng eingehalten wurde. Erst wenn man das Flügelrauschen der wegfliegenden Engel hörte, durften die vor den verschlossenen Türen wartenden Kinder sich an den Familientisch setzen.

     

    Fastnacht, Faschingdienstag, die Nacht vor Aschermittwoch: Fastnacht wird durch eine Strohpuppe dargestellt. Die Strohpuppe wird aus dem Dorf getragen, und zu Mitternacht verbrannt oder in den Bach geworfen. Die Asche der Fastnacht wurde früher auf das Feld gestreut. Auf Bauernhöfen war es oft ein Kinderspiel, verbunden mit einer heftigen Heuschlacht und Geschrei. Danach gab es den Leichenschmaus.

     

    BAUERNREGELN:

     

    Wenn's im Februar nicht schneit, schneit's in der Osterzeit.

    Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.

    Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.

    Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr.

     

    Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.

    Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.

    Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.

    Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.

    Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.


    Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß.
     

     

    DER JANUAR...

     

    Wolfsmonat, Schneemonat 

     

     

    Der Name Januar kommt aus dem Lateinischen (ianua). Übersetzt heißt es Tür, Zugang. Es ist der erste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Der Januar hat 31 Tage. Ursprünglich im julianischen Kalender, hatte der Januar 29 Tage.

      

    Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr., wurde der Ianuarius nach dem Gott Janus benannt.  Es ist der Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Der Sage nach hat Janus zwei Gesichter. Ein Gesicht schaut in das neue Jahr und das andere in das alte Jahr. Der Januar war ursprünglich im römischen Kalender der elfte Monat.

      

    Alte deutsche Namen für den Januar sind Hartung, Eismonat und Schneemonat. Die letzte Bezeichnung wurde von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert eingeführt.

     

    In Osteuropa wurde der Januar früher auch Wolfsmonat genannt, da in dieser Zeit die Wölfe ihre Ranzzeit haben und leichter zu jagen waren.

     

    Im süddeutschen Sprachraum wird der Januar auch Jänner/Jenner genannt. Auch auf Schweizerdeutsch nennt man den Januar gelegentlich Jänner. In Österreich und Südtirol heißt dieser Monat offiziell Jänner. Seit der Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871, wurde der Name Jänner zunehmend von der neueren Form Januar verdrängt.

     

     

     BAUERNREGELN:

     

     Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.

     

    Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.

     

    Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.

     

    Wenn im Januar viel Nebel steigt, sich ein schönes Frühjahr zeigt.

      

    Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.

      

    Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.

      

     

     

    SILVESTER UND

    NEUJAHR

     

     

    An Silvester lassen wir das Jahr ausklingen. Das Jahresendfest hatten bereits die Römer, zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., gefeiert. Sie feierten erstmals im Januar als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde. Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln. Seit der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1582 wurde der letzte Tag des Jahres, der 31. Dezember, dem heiligen Silvester geweiht. Der Silvestertag ist benannt worden nach dem Papst Silvester I.. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom. Unter dessen Pontifikat und Kaiser Konstantin´s Herrschaft vollzog sich die Einführung des Christentums als Staatsreligion. Silvester war ursprünglich ein Heiligen-Gedenktag und nicht ein kirchlicher Feiertag zum Jahreswechsel. Das Kirchenjahr endet vor der Vesper am Vorabend des 1. Adventsonntags. Silvester ist auch kein gesetzlicher Feiertag.

     

    Wie mit den meisten Festtagen verbinden sich auch mit dem Jahreswechsel unterschiedliches Brauchtum und Aberglaube. Das Abendessen zu Silvester sollte mit der Familie oder mit Freunden eingenommen werden. Das Essen im Kreise seiner Nächsten symbolisiert den Schutz vor Dämonen, die diesen Kreis nicht zerstören können. In der Nacht zum Jahreswechsel geht es schon seit Urzeiten um die Abwehr von bösen Geistern. Im deutschsprachigen Raum beginnt das neue Jahr mit einem Feuerwerk, Böllern, Bleigießen, Glockengeläut und nächtlichen Gottesdiensten. Geknalle, lärmende Umzüge mit vermummten Gestalten, bei denen Trommeln, Schellen und Peitschenknallen für den nötigen Krach sorgen, sollen die Geister fernhalten. Heutzutage geht es nicht mehr um die Vertreibung von Dämonen. Das Silvester-Feuerwerk ist ein Ausdruck der Freude über das bevorstehende neue Jahr.  In unserer Zeit wird dieses Brauchtum weltweit durch große Feuerwerke ersetzt. In vielen anderen europäischen Ländern ist dies eher unüblich und das Silvesterfest wird ruhiger angegangen.

     

    Zum Neujahr wird traditionell mit einem Glas Sekt angestoßen und man sagt: "Pros(i)t Neujahr!". Das Wort "Prosit" ist aus dem Lateinischen und bedeutet "es möge gelingen". Nach den gegenseitigen Glückwünschen geht man nach draußen, um das Silvesterfeuerwerk zu schauen oder selbst Raketen abzuschießen oder zu böllern. Lärm und Musik sind zur Jahreswende genauso wenig wegzudenken, wie die Glückwünsche. Man wünscht sich "Ein gutes und gesegnetes neues Jahr!" oder "einen guten Rutsch". Der "gute Rutsch" hat nichts mit einem Hinüberrutschen ins neue Jahr zu tun. Das Wort stammt aus dem Hebräischen und heißt "rosch". Und "rosch"  bedeutet "Anfang", also Beginn des neuen Jahres.

     

    Das Bleigießen kurz nach Mitternacht, hat sich bei vielen Silvesterfeiern als fester Bestandteil etabliert. Das Blei wird auf einem Löffel über einer Kerze erwärmt, bis es flüssig ist. Anschließend wird es in eine Schale mit kalten Wasser gekippt. Man kann direkt die entstandene Form, Figur deuten oder einen Schatten an die Wand werfen lassen und die entstandene Schatten-Figur deuten. Aus der entstehenden Blei-, Schatten-Figur wird dann das Schicksal, die Zukunft, für das kommende Jahr vorhergesagt. Da Blei gewisse giftige reaktionen hervorrufen kann, wird auch als Ersatz gerne flüssiges Wachs genommen.

     

     

     

    Hier einige Beispiele und ihre Bedeutungen für die gegossenen Bleifiguren:

     

    Blumen – es können sich neue Freundschaften entwickeln 
    Pistole – Sie betrügen den Partner 
    Glocke oder Ei – Familienzuwachs 
    Hammer – man wird weiser 
    Hufeisen – Gute Geschäfte 
    Tor – Wohnortwechsel 
    Schere – wichtige Entscheidungen kommen auf einen zu 
    Vogel oder Sterne – Glück 
    Herz –  man verliebt sich
    Kranz – Versöhnung 
    Nagel – die Zeiten werden besser 
    Pfeife – Gefahr naht 
    Leiter – beruflicher Aufstieg 
    Kuh – Heilung einer Krankheit 
    Frosch oder Schwein – Lottogewinn
    Palme – ein Wunsch wird in Erfüllung gehen 
    Mond – man wird geehrt 
    Pantoffel oder Schuh – man wird bald heiraten

     

     

    Zum Jahreswechsel haben Glücksbringer Hochkonjunktur. Beliebt ist der "Glückspfennig", der nach der alten Volksweisheit "wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", die glücksbringende Bedeutung bis heute beibehalten hat. Weit verbreitet sind auch Glücksschweine. Meistens sind sie aus Marzipan. Schon für die Germanen war der Eber heilig. Das Schwein gilt als Symbol der Fruchtbarkeit und als Zeichen für Wohlstand und Reichtum. "Schwein gehabt" bedeutet bei uns, dass einer viel Glück gehabt hat. Wer über viel "Schwein" verfügte, galt bei den Griechen und Römern als privilegiert und gut situiert. Es ist ein Symbol für Reichtum. In dem man es symbolisch verschenkt, wünscht man dem Empfänger, dass das Geld ihm niemals ausgehen möge. Das Hufeisen ist ein Talisman, dass das Haus und den Hof schützen und Fremden den Eingang verwehren soll. Der Schornsteinfeger gilt als Glücksbringer, weil er immer als erster am Neujahrsmorgen durch die Straßen ging und zum neuen Jahr gratulierte. Der "Glücksklee", die Rede ist vom vierblättrigen Klee, soll Glück bringen. Das Kleeblatt stammt eigentlich aus Mexiko. Es beflügelt geheime Wünsche und Hoffnungen zum Jahreswechsel. Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes. Er beschützt die Kinder und heilt die Kranken, wenn er ihnen zufliegt. Einen Marienkäfer soll man
    nie abschütteln oder gar töten, das bringt Unglück.

     

    Mit dem Neujahr ist ein starker Aberglauben verbunden. "Wie das Neujahr beginnt, so ist das ganze Jahr" und noch  heutzutage wird nach bestimmten Regeln verfahren. So bemüht sich die Hausfrau schon seit jeher, über Neujahr keine Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, da dies Unglück und Arbeit im kommenden Jahr mit sich bringe. In vielen ländlichen Regionen ist das "Räuchern", das Begehen der Wohn- und Arbeitsräumen sowie der Stallungen, mit gesegnetem Weihrauch üblich, um die Dämonen zu vertreiben. So mancher isst am Neujahrstag eine Linsensuppe oder Sauerkraut, damit das Kleingeld im neuen Jahr nie ausgeht. Beliebt ist auch der Neujahrskarpfen. Dazu gehört, dass der Hausherr eine Fischschuppe unter seinen Teller legt. Diese  Fischschuppe muß dann das ganze Jahr in der Geldbörse aufbewahrt werden, damit der Geldbeutel immer prall gefüllt bleibt.

     

     

     

  • DER JANUAR...

    Sonntag, 27. Januar 2013

    Wolfsmonat, Schneemonat

     

     

    Der Name Januar kommt aus dem Lateinischen (ianua). Übersetzt heißt es Tür, Zugang. Es ist der erste Monat des Jahres im Gregorianischen Kalender. Der Januar hat 31 Tage. Ursprünglich im julianischen Kalender, hatte der Januar 29 Tage.

     

    Mit der Umstellung des Jahresbeginns vom 1. März auf den 1. Januar im Jahre 153 v. Chr., wurde der Ianuarius nach dem Gott Janus benannt.  Es ist der Gott des Anfangs und des Endes, der Ein- und Ausgänge, der Türen und der Tore. Der Sage nach hat Janus zwei Gesichter. Ein Gesicht schaut in das neue Jahr und das andere in das alte Jahr. Der Januar war ursprünglich im römischen Kalender der elfte Monat.

     

    Alte deutsche Namen für den Januar sind Hartung, Eismonat und Schneemonat. Die letzte Bezeichnung wurde von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert eingeführt.

    In Osteuropa wurde der Januar früher auch Wolfsmonat genannt, da in dieser Zeit die Wölfe ihre Ranzzeit haben und leichter zu jagen waren.

     

    Im süddeutschen Sprachraum wird der Januar auch Jänner/Jenner genannt. Auch auf Schweizerdeutsch nennt man den Januar gelegentlich Jänner. In Österreich und Südtirol heißt dieser Monat offiziell Jänner. Seit der Gründung des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871, wurde der Name Jänner zunehmend von der neueren Form Januar verdrängt.

     

    BAUERNREGELN:

     

    Soll man den Januar loben, muss er frieren und toben.

     

    Anfang und Ende vom Januar zeigen das Wetter fürs ganze Jahr.

     

    Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.

     

    Wenn im Januar viel Nebel steigt, sich ein schönes Frühjahr zeigt.

     

    Wächst das Gras im Januar, ist's im Sommer in Gefahr.

     

    Wirft der Maulwurf im Januar, dauert der Winter bis Mai sogar.